Kurz gesagt
- Aivres’ KRS8000V4-Rack beherbergt 72 Rubin-GPUs und 36 Vera-CPUs.
- Laut Unternehmen ist das NVL72-Rack vollständig flüssigkeitsgekühlt und kann bei 45 °C betrieben werden.
- KL2288 kombiniert acht Rubin-GPUs mit zwei AMD EPYC 9006 „Venice“-Prozessoren.
- Für KL2288 gibt Aivres eine Leistung von bis zu 400 PFLOPS bei NVFP4-Inferenz und bis zu 280 PFLOPS beim Training an.
Aivres präsentierte beim OCP Global Summit 2026 in San Jose das KI-Rack Vera Rubin NVL72 sowie das Compute-Tray KL2288 für die Plattform HGX Rubin NVL8. Laut einem Bericht von ServeTheHome vom Veranstaltungsgelände waren am Stand außerdem Vera-CPU-Hardware, ein HGX-B300-Server und ein PCIe-GPU-Server zu sehen. KL2288 wird in der Quelle als kommendes System bezeichnet; Angaben zu Verkaufsstart und Preis wurden nicht gemacht.
NVL72-Rack mit 72 Rubin-GPUs
Das Rack-System KRS8000V4 von Aivres ist eine flüssigkeitsgekühlte KI-Infrastruktur für NVIDIA Vera Rubin NVL72. Die Konfigurationsangaben des Unternehmens weisen 18 Compute-Trays im 1U-Format und neun NVLink-Switch-Trays im 1U-Format aus. Insgesamt umfasst das System 72 Rubin-GPUs und 36 Vera-CPUs.
Aivres zufolge sind die GPUs über NVLink der sechsten Generation verbunden, und das System verfügt über mehr als 20 TB HBM-Speicher. Laut Unternehmen ist das gesamte Rack flüssigkeitsgekühlt und kann Betriebstemperaturen von bis zu 45 °C erreichen. Beim ausgestellten Exemplar waren einige Bereiche in Betrieb, während sich in einigen Tray-Positionen lediglich repräsentative Blindmodule befanden. Neben Compute- und Switch-Trays umfasst das Rack auch Management-Switches, Stromversorgungskomponenten und die Flüssigkeitskühlung.
GPU-, Prozessor- und Speicherausstattung des KL2288
KL2288 ist ein Compute-Tray im 2U-Format für HGX Rubin NVL8. Acht Rubin-GPUs werden von zwei AMD-EPYC-9006-„Venice“-Prozessoren ergänzt. Aivres beschreibt das Design als modular, lüfterlos und vollständig flüssigkeitsgekühlt. Bei der von ServeTheHome untersuchten Hardware kommen für die Prozessoren Kupfer-Kühlplatten zum Einsatz; auch die DDR5-Speichermodule sind in das Kühlsystem eingebunden.
Die vom Hersteller angegebenen Leistungswerte reichen bis zu 400 PFLOPS bei NVFP4-Inferenz und bis zu 280 PFLOPS beim NVFP4-Training. Die für KL2288 genannte Speicherkonfiguration umfasst 2,3 TB HBM4 sowie eine HBM-Bandbreite von insgesamt 176 TB/s. Diese Werte stammen vom Hersteller; die Quelle enthält keine unabhängigen Leistungsmessungen.
An der Vorderseite des Trays befinden sich ein UART-Anschluss, zwei USB-Ports, zwei RJ45-Ports und acht Einschübe für E1.S-Laufwerke. Außerdem ist Platz für eine NVIDIA-BlueField-DPU vorgesehen. Auf der Rückseite kommen OCP-Rack-Schnellanschlüsse sowie Busbars für Stromversorgung und -übertragung zum Einsatz. Aufgrund des flüssigkeitsgekühlten, lüfterlosen Designs gibt es an der Rückseite des Systems keinen Abluftbereich für Lüfter.
Bedeutung für Architektur- und Visualisierungs-Workflows
Diese Systeme sind Infrastruktur für rechenintensive KI-Aufgaben und keine Desktop-Computer für Modellierung oder Rendering. Für Architektur-, Innenarchitektur- und Archviz-Teams zeigt die Präsentation weniger eine neue Modellierungsfunktion als vielmehr Serverhardware, auf der sich KI-Workloads ausführen lassen. Die Quelle macht jedoch keine Angaben zur Kompatibilität mit bestimmter Architektur-Software, zur Integration in bestehende Rendering-Tools oder zur Leistung, die diese Systeme in Büro-Workflows bieten könnten.
Einrichtungen, die die Hardware bewerten, sollten daher neben den angegebenen Rechenleistungen auch das Flüssigkeitskühlungssystem und die Anforderungen an das Rack prüfen. Da weder Preis noch Verkaufsstart genannt wurden, sind Kosten und Verfügbarkeit für die Investitionsplanung noch unklar. Auch zu Lizenzbedingungen oder Softwareunterstützung enthält die Quelle keine Informationen; diese Punkte sollten bei einer Kaufentscheidung gesondert geprüft werden.
Quellen
1 QuelleQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Die von Aivres gezeigte Hardware macht deutlich, dass KI-Computing nicht nur von der Wahl der CPUs und GPUs abhängt, sondern auch Rack- und Kühlsysteme Teil des Systemdesigns sind. Für die meisten Architektur- und Visualisierungsbüros in der Türkei ist das weniger eine Entwicklung bei Desktop-Workstations als vielmehr ein Hinweis auf die KI-Infrastruktur, die sie nutzen.
Vor einer Investitionsentscheidung sollten die Leistungsangaben des Herstellers mit unabhängigen Messungen verglichen und Informationen zu Preis und Verfügbarkeit abgewartet werden. Auch die Anforderungen an Flüssigkeitskühlung und Rack-Kompatibilität sollten in die Kosten- und Installationsplanung einfließen. Da die Quelle weder Softwarekompatibilität noch Lizenzbedingungen erläutert, sollte die Eignung für den eigenen Workflow nicht vorausgesetzt werden, bevor diese Fragen geklärt sind.
Häufige Fragen
Welche GPUs und Prozessoren kommen im Aivres KL2288 zum Einsatz?
KL2288 kombiniert acht Rubin-GPUs mit zwei AMD-EPYC-9006-„Venice“-Prozessoren.
Welche Leistungs- und Speicherwerte wurden für KL2288 genannt?
Aivres gibt bis zu 400 PFLOPS bei NVFP4-Inferenz und bis zu 280 PFLOPS beim Training an. Für das System wurden 2,3 TB HBM4-Speicher und eine HBM-Bandbreite von insgesamt 176 TB/s genannt.
Wann kommt Aivres’ Vera Rubin NVL72-System in den Verkauf?
Die Quelle nennt weder einen Verkaufstermin noch einen Preis.



