Kurz gesagt
- Der AI Box-A395 nutzt einen AMD Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Kernen und 32 Threads.
- Die getestete Konfiguration verfügt über 128 GB LPDDR5X-8000, verlötet auf dem Mainboard.
- Das kleine Tower-Gehäuse bietet zwei HDMI-2.1-Ausgänge, drei USB-C-Anschlüsse sowie 10GbE- und 2,5GbE-Netzwerkports.
- Das System wird als Barebone verkauft; im Test kam eine Konfiguration mit Ubuntu Linux 26.04 zum Einsatz.
ServeTheHome hat den ASRock Industrial AI Box-A395 in einem am 29. Oktober 2026 veröffentlichten Test bewertet. Der Mini-PC mit AMD Ryzen AI Max+ 395 hebt sich durch sein kleines Tower-Gehäuse, das integrierte Netzteil und seine Netzwerkanschlüsse hervor. Das getestete Gerät verfügt über 128 GB RAM und wurde auf Basis der Barebone-Konfiguration ohne Betriebssystem getestet. Der Preis des Produkts wird in der Quelle nicht genannt.
Was steckt im AI Box-A395?
Im System arbeitet ein Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Kernen und 32 Threads. In den Konfigurationsangaben von ServeTheHome wird für den Prozessor außerdem ein Wert von 5,1 GHz aufgeführt. Der Arbeitsspeicher umfasst 128 GB LPDDR5X-8000 und ist auf dem Mainboard verlötet. Er wird daher nicht als vom Nutzer nachträglich austauschbare Module aufgeführt. Für die Grafik ist eine integrierte Radeon 8060S mit 40 Compute Units zuständig.
Für die Speicherung stehen zwei M.2-2280-Steckplätze mit PCIe Gen4 x4 zur Verfügung. Im getesteten System sind beide frei. Der Computer besitzt im kleinen Tower-Gehäuse aus Aluminium ein integriertes 400-W-Netzteil. Die Abmessungen des Gehäuses betragen 200 × 100 × 232 mm, das Gewicht liegt bei 2,8 kg.
Anschlüsse und Gehäusedesign
An der Vorderseite befinden sich keine Anschlüsse; der Einschaltknopf und zwei USB-A-Ports sind im oberen Gehäusebereich untergebracht. Die beiden Ports bieten eine Geschwindigkeit von 480 Mbps. Auf der Rückseite gibt es zwei USB-C-Anschlüsse mit 40 Gbps, einen USB-C-Anschluss mit 10 Gbps und zwei USB-A-Anschlüsse mit 10 Gbps. Für die Bildausgabe stehen zwei HDMI-2.1-Ports zur Verfügung. Über DisplayPort Alt Mode können auch die USB-C-Ports Displays ansteuern.
Für die Netzwerkanbindung gibt es einen 10GbE- und einen 2,5GbE-RJ45-Port. Drahtlose Verbindungen werden über Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 bereitgestellt. Dem Test zufolge kann das System bei Verwendung geeigneter Anschlüsse bis zu vier Monitore gleichzeitig ansteuern. Werden dafür die schnellen USB-C-Ports genutzt, kann dies allerdings ihre Verfügbarkeit für Datenverbindungen einschränken.
ServeTheHome hebt hervor, dass sich das Gerät mit seinem vertikalen Micro-Tower-Format vom üblichen Design horizontaler Mini-PCs unterscheidet. Im Test werden der Barebone-Aufbau und die Anschlussanordnung als Gründe dafür angeführt, den Rechner eher als System für den industriellen Einsatz denn als Desktop-Workstation für allgemeine Zwecke einzuordnen. Dabei handelt es sich um eine redaktionelle Einschätzung, die von der Positionierung des Herstellers als „AI workstation“ abweicht.
Bedeutung für Architektur- und Visualisierungs-Workflows
Die 128 GB verlöteter Arbeitsspeicher und die integrierte Radeon-Grafik könnten für Teams interessant sein, die ein lokales KI-System oder einen kompakten Rechner für den Dauerbetrieb suchen. Die Quelle liefert jedoch keine vergleichenden Testergebnisse für Architekturmodellierung oder Rendering. Daher lässt sich nicht ableiten, wie schnell das Gerät in einer bestimmten Software oder Szene arbeitet. Wenn die Grafikleistung für einen professionellen Visualisierungs-Workflow entscheidend ist, sollte das System vor der Kaufentscheidung mit der eingesetzten Software und den eigenen Szenen getestet werden.
Da bei der Barebone-Konfiguration kein Betriebssystem enthalten ist, müssen Käufer auch Installation und Lizenz einplanen; im Test kam Ubuntu Linux 26.04 zum Einsatz. Wegen des verlöteten Arbeitsspeichers ist die Wahl der Kapazität beim Kauf besonders wichtig. Außerdem gibt es am Gehäuse zwar zwei HDMI-Ausgänge, für weitere Displays kann jedoch eine Bildverbindung über USB-C erforderlich sein. Für Architekturbüros könnte das Gerät als lokales Rechensystem oder kompakter, per Fernzugriff genutzter Rechner infrage kommen. Diese Einschätzung ersetzt jedoch keine Anwendungstests, die in der Quelle nicht veröffentlicht wurden.
Quellen
1 QuelleQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Die 128 GB Arbeitsspeicher, zwei M.2-Steckplätze und 10GbE-Anbindung des AI Box-A395 ergeben eine interessante Kombination für Büros, die ein kompaktes System für lokale Berechnungen oder den Zugriff über das Netzwerk suchen. Die Quelle nennt jedoch weder einen Preis noch Leistungswerte für Architektur- und Rendering-Software. Aus den Hardwaredaten allein sollte man daher nicht direkt auf die Eignung als Workstation schließen.
Für Teams in der Türkei ist es wichtig, bei der Kaufentscheidung den Installationsaufwand und die Betriebssystemlizenz wegen des Barebone-Aufbaus, die Kapazitätsgrenze des verlöteten Arbeitsspeichers und die Kompatibilität der Anschlüsse mit der vorhandenen Display-Konfiguration gemeinsam zu berücksichtigen. Da kein Preis genannt wird, sollte man weitere Informationen abwarten, bevor sich das Preis-Leistungs-Verhältnis mit Alternativen vergleichen lässt.
Häufige Fragen
Welchen Prozessor nutzt der ASRock Industrial AI Box-A395?
Das System ist mit einem AMD Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Kernen und 32 Threads ausgestattet.
Lässt sich der Arbeitsspeicher des AI Box-A395 aufrüsten?
Der Arbeitsspeicher der getesteten Konfiguration umfasst 128 GB LPDDR5X-8000 und ist laut Angaben auf dem Mainboard verlötet.
Wie viel kostet der ASRock AI Box-A395?
In der Quelle wird der Preis des Produkts nicht genannt.



