Kurz gesagt
- Der EVO-X3 ist mit einem 16-Kern-Prozessor AMD Ryzen AI Max+ 395 und einer Radeon 8060S-Grafikeinheit ausgestattet.
- Das Testmodell verfügt über 128 GB LPDDR5X-8000-Speicher, der auf dem Mainboard verlötet ist. Für den Speicher stehen ein belegter und ein freier M.2-Steckplatz zur Verfügung.
- Der OCuLink-Anschluss kann für externe PCIe-Geräte genutzt werden, eignet sich jedoch nicht zum An- und Abstecken im laufenden Betrieb.
- Das Gehäuse misst 353 × 186 × 41 mm und wiegt 2,3 kg. Im Test wird kein Preis genannt.
ServeTheHome hat am 9. Oktober 2026 einen Test des GMKtec EVO-X3 veröffentlicht und darin die Ausstattung sowie die Anschlussmöglichkeiten des Mini-PCs mit AMD Ryzen AI Max+ 395 unter die Lupe genommen. Die getestete Konfiguration umfasst 128 GB LPDDR5X-8000-Speicher, eine 4-TB-SSD Lexar NQ790 und Windows 11 Pro. Die Quelle nennt keinen Preis.
Ryzen AI Max+ in einem kompakten Gehäuse
Im EVO-X3 kommt ein Ryzen AI Max+ 395 mit 16 Kernen und 32 Threads zum Einsatz, der mit bis zu 5,1 GHz taktet. Die Grafik übernimmt eine Radeon 8060S mit 40 Compute Units. ServeTheHome zählt neben Prozessor und Grafikeinheit auch den großen Arbeitsspeicher zu den Stärken des Systems.
Der 128 GB große LPDDR5X-8000-Speicher ist auf dem Mainboard verlötet. Er lässt sich daher nicht wie vom Nutzer austauschbare Speichermodule behandeln. Für Massenspeicher gibt es zwei M.2-2280-Steckplätze mit PCIe Gen4 x4: Im Testgerät ist einer mit einer 4-TB-SSD belegt, der andere ist frei.
Das Metallgehäuse misst 353 × 186 × 41 mm und wiegt 2,3 kg. Das Gerät wird vertikal aufgestellt; die Lufteinlässe verteilen sich auf mehrere Seiten. Die Stromversorgung erfolgt über ein externes 230-W-Netzteil.
Anschlüsse und OCuLink-Hinweis
Zur Ausstattung gehören zwei HDMI-2.1-Ausgänge, ein USB-C-Anschluss mit 40 Gbit/s, USB-A-Anschlüsse mit 10 Gbit/s und 5 Gbit/s, ein USB-A-Port mit USB 2.0, 2,5-GbE-Ethernet, Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4. An der Vorderseite gibt es keinen USB-C-Anschluss; insgesamt stehen vier USB-Ports zur Verfügung.
Einer der besonderen Anschlüsse des EVO-X3 ist der OCuLink-Port, der über PCIe Gen4 x4 angebunden ist. Laut Test lassen sich damit externe Geräte anschließen; ein verbreitetes Anwendungsbeispiel ist ein externes Grafikkartengehäuse. OCuLink unterstützt jedoch kein Hot-Plugging. Auch der Hinweis von GMKtec am Gerät besagt, dass das Kabel nicht bei eingeschaltetem System ein- oder ausgesteckt werden darf.
Bedeutung für Architektur- und Visualisierungs-Workflows
Das kompakte Gehäuse und der große Arbeitsspeicher könnten für Architekturbüros, Innenarchitekten und Visualisierungsteams interessant sein, die wenig Stellfläche beanspruchen möchten. Die Quelle enthält allerdings weder Render-Tests in bestimmten 3D-Anwendungen noch Leistungsergebnisse oder eine Kompatibilitätsliste. Bevor der EVO-X3 als sofort einsatzbereite Workstation für eine bestimmte Software betrachtet wird, sollte daher geprüft werden, ob er zu den Systemanforderungen und dem jeweiligen Workflow passt.
Wer eine externe Grafikkarte einsetzen möchte, erhält mit OCuLink eine zusätzliche Anschlussoption. Im Alltag ist jedoch zu beachten, dass sich das Kabel nicht im laufenden Betrieb ein- oder ausstecken lässt. Außerdem müssen die Lüftungsöffnungen an den Seiten und der Oberseite frei bleiben. Da die Quelle keine Angaben zu Lizenzen, lokaler Verfügbarkeit oder Preisen macht, sollten diese Punkte vor einem Kauf separat geklärt werden.
Im Test genannte Einschränkungen
ServeTheHome zufolge wird die Anschlussausstattung durch OCuLink und USB-C ergänzt, während die Zahl der klassischen USB-Ports begrenzt bleibt. Das System hat außerdem nur einen dedizierten HDMI-Bildausgang; ein DisplayPort-Signal lässt sich über USB-C ausgeben. Einen zweiten USB-C-Anschluss mit 40 Gbit/s gibt es beim EVO-X3 nicht.
Im Test wird außerdem erwähnt, dass GMKtec KI-Entwicklungssoftware vorinstalliert. Welche Programme das sind und welche Lizenzbedingungen gelten, wird jedoch nicht angegeben. Der Artikel liefert somit vor allem Informationen zu den Hardwareeigenschaften und der physischen Anschlussausstattung. Für eine Bewertung der Anwendungsleistung, des Preises und der Lizenzen wären weitere Angaben erforderlich.
Quellen
1 QuelleQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Interessant für Architektur- und Visualisierungsteams ist am EVO-X3 die Kombination aus 128 GB Speicher im Mini-PC-Format und einer Erweiterungsmöglichkeit wie OCuLink. Da die Quelle jedoch keine Leistungstests mit 3D-Software enthält, lassen sich diese Merkmale nicht ohne Weiteres als kürzere Renderzeiten oder Produktivitätsgewinn interpretieren.
Für Büros in der Türkei sollten bei der Kaufentscheidung Preis, lokale Verfügbarkeit, Softwarekompatibilität und ein möglicher Einsatz einer externen GPU gemeinsam betrachtet werden. Der verlötete Speicher und die fehlende Hot-Plug-Fähigkeit von OCuLink können die Flexibilität bei der Einrichtung ebenfalls einschränken. Solange diese Informationen fehlen, gibt es keine ausreichende Grundlage, den EVO-X3 als Ersatz für eine bestimmte Workstation zu empfehlen.
Häufige Fragen
Wie viel Speicher hat der GMKtec EVO-X3?
Die getestete Konfiguration verfügt über 128 GB LPDDR5X-8000-Speicher. Der Speicher ist auf dem Mainboard verlötet.
Hat der EVO-X3 einen OCuLink-Anschluss?
Ja. Das System bietet einen OCuLink-Port mit PCIe Gen4 x4. Das Kabel sollte jedoch nicht im laufenden Betrieb ein- oder ausgesteckt werden.
Wurde der Preis des GMKtec EVO-X3 bekannt gegeben?
Im Test von ServeTheHome wird kein Preis genannt.



