Kurz gesagt
- BitmapBuffer stellt Texturdateien für die Verwendung im TexBitmap-Plug-in bereit.
- Zu den Optionen für `filter_type` gehören Mipmap-, Summed-Area-Table-, elliptische und scharfe Mipmap-Filterung.
- Damit die Bitmap-Filterung korrekt funktioniert, muss der Parameter `transfer_function` festgelegt werden.
- BakeView bietet Optionen für UV-Bereiche, Ray-Offset und Projection Baking.
Die V-Ray-SDK-Dokumentation von Chaos führt mit Stand vom 7. Oktober 2026 Parameter für die Filterung von Bitmap-Texturen und das Texture Baking mit BakeView auf. Dieser Leitfaden richtet sich an Technical Artists und Entwickler, die SDK-Funktionen nutzen, und nicht an Anwender, die sich über Menüs in einer Benutzeroberfläche orientieren. Die Dokumentation nennt nicht, für welche V-Ray-Softwareversion diese Funktionen gelten; eine Kompatibilität mit einer bestimmten Version sollte daher nicht vorausgesetzt werden. Ziel ist es, die Wirkung der Parameter zu unterscheiden und Textur- sowie Bake-Workflows bewusster einzurichten.
1. Filtertyp für Bitmap-Texturen auswählen
BitmapBuffer stellt Bitmap-Daten aus einer Datei für das TexBitmap-Textur-Plug-in bereit. Die Filtermethode wird über den Parameter filter_type gewählt. Die Dokumentation ordnet den Optionen numerische Werte zu. Bei einer SDK-Integration ist es daher wichtig, zu prüfen, welcher Methode die jeweilige Zahl entspricht.
| Einstellung | Empfohlener Wert | Wirkung |
|---|---|---|
filter_type | -1 | Nearest-Neighbor-Filterung |
filter_type | 0 | Keine Filterung |
filter_type | 1 | Mipmap-Filterung |
filter_type | 2 | Summed-Area-Table-Filterung |
filter_type | 3 | Elliptische Filterung |
filter_type | 4 | Veraltete Option; laut Dokumentation nicht verwenden |
filter_type | 5 | Scharfe Mipmap-Filterung |
Wählen Sie zunächst eine Filtermethode passend zur Verwendung der Textur und prüfen Sie dann, ob der Wert von
filter_typeder gewählten Methode entspricht. Beispielsweise steht1für Mipmap-Filterung und5für scharfe Mipmap-Filterung. Diese Werte sind nicht gleichbedeutend.Wenn Sie keine Filterung wünschen, kommt die Option
0infrage; für ein Nearest-Neighbor-Verhalten können Sie-1verwenden. Die Dokumentation beschreibt diese Optionen, empfiehlt jedoch keinen einzelnen Idealwert für jede Szene oder jeden Texturtyp.Verwenden Sie den Wert
4nicht in einer neuen Einrichtung. Die SDK-Dokumentation kennzeichnet diese Option als veraltet.filter_blurwird ebenfalls als Eigenschaft von BitmapBuffer aufgeführt. Der bereitgestellte Dokumentationstext nennt jedoch weder einen empfohlenen Wert noch eine Beschreibung des Verhaltens dieses Parameters. Statt einen festen Blur-Wert anzunehmen, sollten Sie daher die Dokumentation der verwendeten Anwendung gesondert prüfen.
Die Auswirkungen der Filterwahl auf das Bild hängen nicht allein von diesem Zahlenwert ab. Auch Informationen zur Farbübertragung und zum Farbraum können beeinflussen, wie die Bitmap verarbeitet wird. Betrachten Sie Filterparameter deshalb nicht losgelöst vom Farbmanagement.
2. Transfer Function und Farbraum gemeinsam einstellen
transfer_function in BitmapBuffer gibt die Übertragungsart der Textur an: 0 steht für linear, 1 für gamma-korrigiert, 2 für sRGB und 3 für auto. Die Dokumentation enthält außerdem einen wichtigen Hinweis: Ist transfer_function nicht festgelegt, funktioniert die Texturfilterung möglicherweise nicht korrekt. Berücksichtigen Sie diesen Parameter daher ausdrücklich, wenn Sie den Filtertyp wählen.
Bestimmen Sie die passende Transfer Function für die Texturquelle und setzen Sie
transfer_functionentsprechend. Die Dokumentation führt die Bezeichnungen der Optionen und ihre numerischen Entsprechungen klar auf, enthält aber keine allgemeingültige Empfehlung dazu, welcher Wert für welchen Dateityp zu verwenden ist.Betrachten Sie
rgb_color_spaceals den linearen RGB-Farbraum der Textur. Als Standardwert istrawangegeben; dieser Wert bedeutet, dass keine Transformation erfolgt.Zu den integrierten Farbraumnamen gehören
lin_srgbundacescg. Die Dokumentation beschreibtlin_srgbals linearen RGB-Farbraum für sRGB. Ist eine OCIO-Umgebungsvariable definiert oder der Parameterocio_config_fileinSettingsUnitsInfogesetzt, können auch andere Farbraumnamen verwendet werden, die in der entsprechenden OCIO-Konfiguration enthalten sind.Berücksichtigen Sie die Reihenfolge der Transformationen: Laut Dokumentation erfolgt die Farbraumtransformation nach der Anwendung der Transfer Function. Sind die beiden Parameter nicht aufeinander abgestimmt, kann das erwartete Ergebnis der Farbverarbeitung beeinträchtigt werden.
Diese Details sind besonders wichtig in SDK-basierten Workflows, in denen Texturen aus verschiedenen Quellen in derselben Szene verwendet werden. Die Dokumentation empfiehlt jedoch weder einen bestimmten Farbraum noch einen bestimmten Wert für die Transfer Function einer konkreten Szene. Die Auswahl muss anhand der Eigenschaften der Quelltextur und der im Projekt verwendeten OCIO-Konfiguration geprüft werden.
3. Bake-Umfang mit BakeView festlegen
BakeView wird in der Dokumentation als Plug-in beschrieben, das beim Texture Baking anstelle von RenderView verwendet wird. Das Ziel des Bake-Vorgangs wird über bake_node angegeben; die Zielobjekte für Projection Baking werden über target_nodes festgelegt. Ein UV-Generator kann mit bake_uvwgen verknüpft werden. Die Felder u_min, v_min, u_max und v_max legen die Grenzen des zu backenden UV-Bereichs fest.
Legen Sie fest, welches Objekt gebacken werden soll und welche Ziele für das Projection Baking verwendet werden. Für
projection_bakingbedeutet0normales Baking und1Projection Baking.Verknüpfen Sie den UV-Generator mit BakeView. Um mehrere Objekte in einem Bild unterzubringen, können
mapped_bake_nodesund die zu den einzelnen Objekten gehörenden UV-Generatoren verwendet werden. Alternativ lässt sich überbake_uvwgenallen Knoten derselbe UV-Generator zuweisen.Wenn Sie Bake-Bereiche einzeln festlegen, beachten Sie, dass
mapped_x0,mapped_y0,mapped_x1undmapped_y1den Ausgabebereich für jedes Objekt bestimmen. Für die automatische Anordnung der Bereiche gibt es die Eigenschaftmapped_bake_nodes_auto. Laut Dokumentation werden damit die Knoten ohne Definition von Bereichen in ein einziges Bild gebacken.Kontrollieren Sie das Verhalten der Rays.
max_depthsorgt dafür, dass Geometrie ignoriert wird, die entlang des Rays weiter als diese Entfernung liegt. Bei einem Wert von0wird aus diesem Grund keine Geometrie ausgeschlossen.ray_offsetlegt fest, wie weit der Startpunkt des Rays entlang der Normalen verschoben wird. Die Dokumentation empfiehlt für diese Felder keine allgemein gültigen Idealwerte.Legen Sie Normalentyp und Bake-Richtung nach Bedarf fest. Bei
normalwird mit dem Wert0die Smooth Normal und mit1die Geometry Normal verwendet. Fürfrom_camerabedeutet0Reflexion und ähnliche Schattierung anhand von Rays entlang der Oberflächennormale;1steht für Baking mit Rays, die von der Kamera ausgehen. Klären Sie die gewünschte Bake-Methode, bevor Sie diese Optionen ändern.
Häufige Fehler
Ein wichtiger Fehler ist, einen Filter auszuwählen, aber transfer_function nicht festzulegen. Die SDK-Dokumentation weist ausdrücklich darauf hin, dass die Filterung in diesem Fall möglicherweise nicht korrekt funktioniert. Ein weiterer Fehler besteht darin, den Zahlenwert für filter_type falsch zu interpretieren oder die als veraltet gekennzeichnete Option 4 zu verwenden.
Beim Baking sollte man außerdem berücksichtigen, dass ein Wert ungleich null für max_depth Auswirkungen auf weiter entfernte Geometrie haben kann. Bei Verwendung von mapped_bake_nodes müssen zudem die UV-Generatoren und die Logik der Ausgabebereiche für jedes Objekt konsistent eingerichtet sein. Die Dokumentation führt SDK-Parameter auf, bietet aber weder einen Menüpfad für 3ds Max oder eine andere Anwendung noch eine Versionsnummer oder eine fertige Qualitätseinstellung.
Auswirkungen auf Architektur- und Visualisierungs-Workflows
Diese Parameter sind für Teams relevant, die das Laden von Texturen und den Bake-Prozess über das V-Ray SDK automatisieren. Technical Artists, die Tools für Architekturvisualisierung entwickeln, können Farbraum und Transferinformationen von Bitmaps ausdrücklich festlegen und den Bake-Umfang sowie UV-Bereiche von Szenenobjekten auf Code-Ebene verwalten. Für Architektur- und Innenraumteams liegt der mögliche Nutzen weniger in einer unmittelbar neuen visuellen Funktion als vielmehr darin, die Vorbereitung von Assets besser kontrollierbar zu machen.
Hardwareanforderungen, Lizenzbedingungen und konkrete V-Ray-Versionen werden in diesen Quellen nicht erläutert. Vor dem Einsatz in einer Produktionspipeline sollten daher die Versionskompatibilität des verwendeten SDK, der Lizenzumfang und die im Projekt verwendete Farbmanagement-Konfiguration gesondert geprüft werden. Die aufgeführten Funktionen sind nicht als Garantie für automatische Qualitäts- oder Geschwindigkeitssteigerungen zu verstehen.
Quellen
2 QuellenQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Für Architekturbüros und Visualisierungsteams in der Türkei liegt der praktische Wert dieser Dokumentation nicht darin, fertige Rendereinstellungen bereitzustellen, sondern darin, Textur- und Bake-Schritte über das SDK explizit beschreiben zu können. Besonders bei wiederkehrenden Workflows zur Asset-Vorbereitung kann die korrekte Abstimmung der Parameter helfen, fehlerhafte Farbinterpretationen und Unklarheiten beim Bake-Umfang zu reduzieren.
Allerdings reichen die hier verfügbaren Informationen nicht aus, um Entscheidungen zu Hardware, Lizenzierung und Anwendungsversion zu treffen. Vor der Integration in eine Produktionspipeline ist es am sinnvollsten, die verwendete Version des V-Ray SDK zu prüfen, `transfer_function` und Farbraum zu testen und Ray-Einstellungen wie `max_depth` in einer kleinen Testszenе zu kontrollieren. Wichtig ist auch, keine Standardwerte zu übernehmen, die in der Dokumentation nicht aufgeführt sind.
Häufige Fragen
Wofür wird BitmapBuffer im V-Ray SDK verwendet?
BitmapBuffer stellt Bitmap-Daten aus einer Datei zur Verwendung im TexBitmap-Textur-Plug-in bereit.
Welche Werte gibt es für filter_type bei der Bitmap-Filterung?
Die Dokumentation führt `-1` für Nearest-Neighbor-, `0` für ungefilterte, `1` für Mipmap-, `2` für Summed-Area-Table-, `3` für elliptische und `5` für scharfe Mipmap-Filterung auf. `4` ist als veraltete und nicht zu verwendende Option gekennzeichnet.
Wie wählt man Projection Baking mit BakeView aus?
Für `projection_baking` steht `0` für normales Baking und `1` für Projection Baking. BakeView bietet außerdem Eigenschaften für Zielknoten und UV-Generatoren.



