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Anselm-Kiefer-Pavillon eröffnet: Betonbau für ein einziges Gemälde

Der Anselm-Kiefer-Pavillon von David Chipperfield Architects wurde am 13. Oktober in Künzelsau, Deutschland, eröffnet. Das Gebäude wurde für Schwarze Flocken von 2007 entworfen, ein über 11 Meter hohes Gemälde.

Monolithischer Betonpavillon im Skulpturengarten mit hohem AusstellungsraumKI-Bild
Symbolbild, mit KI erzeugt.Bild: 3dsınıfı / FCA AI

Kurz gesagt

  1. Der Pavillon befindet sich im Skulpturengarten des Museum Würth 2 in Künzelsau, Deutschland.
  2. Das Gemälde Schwarze Flocken ist über 11 Meter hoch und mehr als 7 Meter breit.
  3. Das 140 Quadratmeter große Gebäude verfügt im Innenraum über Holzbalken und Oberlichter.
  4. Das Architektenteam wollte im Gebäude ohne aktive Klimatisierung eine Temperatur oberhalb des Gefrierpunkts gewährleisten.

Der Anselm-Kiefer-Pavillon von David Chipperfield Architects wurde am 13. Oktober 2026 in Künzelsau, Deutschland, für die Öffentlichkeit eröffnet. Das 140 Quadratmeter große Gebäude im Skulpturengarten des Museum Würth 2 wurde für Anselm Kiefers Gemälde Schwarze Flocken aus dem Jahr 2007 entworfen. Mit einer Höhe von über 11 Metern und einer Breite von mehr als 7 Metern gilt das Werk als größte Arbeit des Künstlers in der Sammlung Würth.

Architektur, geformt für ein einziges Werk

Abmessungen und Innenraum des Pavillons wurden auf die Anforderungen des ausgestellten Gemäldes abgestimmt. Dem Projekttext zufolge ging die Idee eines eigenen Gebäudes auf Kiefer zurück. Der Künstler arbeitete mit den Architekten an den Proportionen des Ausstellungsraums, der Position der Öffnungen und der Farbe der Wände. So konzentriert sich das Gebäude auf ein einziges großformatiges Werk, statt als Mehrzweckgalerie für wechselnde Ausstellungen zu dienen.

Das Gebäude liegt inmitten des Skulpturengartens auf einem leicht erhöhten Gelände südwestlich des Carmen Würth Forum. Der von außen schlicht und monolithisch wirkende Betonbau hat eine raue Oberfläche. Am Eingang bildet ein flacher, zur Fassade hin zurückgesetzter Portikus einen geschützten Übergang zwischen der offenen Landschaft und dem hohen Ausstellungsraum.

Tageslicht und Materialentscheidungen

Im Innenraum ist das Gemälde in der Mitte des hohen Raums zu sehen. Oberlichter zwischen den sichtbaren massiven Holzbalken führen Tageslicht in den Raum. Das wechselnde Licht im Tages- und Jahresverlauf verändert auch die Wahrnehmung der dichten Textur des Werks. Damit entsteht eine Ausstellungsumgebung, die sich vom streng kontrollierten Beleuchtungskonzept vieler Galerien unterscheidet.

Die Oberfläche des Gemäldes besteht aus Materialien wie Ölfarbe, Emulsion, Schellack, Erde und dünnen Zweigen. Der Titel des Werks bezieht sich auf ein Gedicht von Paul Celan, das die Verluste und die Zerstörung des Holocaust thematisiert. Der Pavillon reagiert nicht nur auf die Größe des Werks, sondern auch auf dessen Materialität und räumliche Beziehung zum Publikum.

Hinter der äußeren Betonschale liegt eine Ziegelschicht; die Innenflächen sind mit Lehmputz versehen. Der Quelle zufolge trägt dieser Wandaufbau dazu bei, im Gebäude ohne aktive Klimatisierung Bedingungen oberhalb des Gefrierpunkts zu gewährleisten. Tageslicht und passives Klimakonzept machen die Beziehung des Gebäudes zu den Umgebungsbedingungen zu einem Teil des Ausstellungserlebnisses.

Bedeutung für Architektur- und Visualisierungsteams

Das Projekt zeigt, wie die Abmessungen und die Präsentationsform eines einzelnen Kunstwerks den Entwurf eines Gebäudes prägen können. Für Architektur- und Innenarchitekturbüros stehen dabei das hohe Raumvolumen, gezielt gesetzte Öffnungen, der wechselnde Lichteinfall und das Zusammenspiel der Wandschichten im Fokus. Gerade bei Ausstellungsgebäuden erinnert das Projekt daran, dass neben der visuellen Wirkung auch die physischen Anforderungen des Kunstwerks früh in die Entwurfsentscheidungen einbezogen werden müssen.

Bei Visualisierungen lassen sich rauer Beton, Lehmputz, Holzbalken und das durch die Oberlichter einfallende Tageslicht als prägende Elemente des Raums berücksichtigen. Die Information, dass das Projekt ohne Klimaanlage auskommt, wird jedoch nicht als unmittelbar auf andere Gebäude übertragbare Lösung dargestellt. Die Quelle beschreibt lediglich den Wandaufbau dieses Pavillons und die angestrebten Bedingungen oberhalb des Gefrierpunkts. Angaben zu den Temperaturwerten, der Energieeffizienz oder den technischen Eigenschaften der eingesetzten Systeme werden nicht gemacht.

Quellen

1 Quelle
DA
designboom Architecturedesignboom.com/architecture/anselm-kiefer-monumental-painting-pavilion-david-chipperfield-schwarze-flocken
Zusammenfassung

Quelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.

Die Einschätzung von 3dsınıfı
3dEinschätzung der Redaktion

Der Anselm-Kiefer-Pavillon ist ein starkes Beispiel dafür, wie sich Maßstab und Atmosphäre eines Gebäudes an den Anforderungen eines einzelnen Kunstwerks ausrichten lassen. Für Architektur- und Visualisierungsbüros in der Türkei ist besonders interessant, wie Tageslicht die Raumwahrnehmung verändert und Materialentscheidungen Teil des Ausstellungserlebnisses werden.

Das passive Klimakonzept des Projekts sollte jedoch nicht als fertiges Rezept für jedes Museum oder Ausstellungsgebäude verstanden werden. Die Quelle enthält keine Angaben zu Kosten, Energieeffizienz oder technischen Temperaturwerten. Bei ähnlichen Vorhaben müssen die Anforderungen des Kunstwerks, das lokale Klima und die konservatorischen Bedingungen gesondert geprüft werden.

Häufige Fragen

Wo befindet sich der Anselm-Kiefer-Pavillon?

Der Pavillon liegt im Skulpturengarten des Museum Würth 2 in Künzelsau, Deutschland.

Wie groß ist das Gemälde Schwarze Flocken?

Das Werk ist über 11 Meter hoch und mehr als 7 Meter breit. Anselm Kiefer schuf es 2007.

Gibt es im Pavillon eine aktive Klimatisierung?

Der Quelle zufolge wurde der Wandaufbau so konzipiert, dass ohne aktive Klimatisierung Bedingungen oberhalb des Gefrierpunkts gewährleistet werden.

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