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Archicad 28: Geländereinstellungen für Innenpfosten und Verbindungen

Die Archicad-28-Hilfedokumentation von Graphisoft erläutert, wie Innenpfosten in Geländermustern positioniert und Schienenverbindungen verteilt werden. Dieser Leitfaden fasst die wichtigsten Einstellungen zusammen, um Paneelabstände und Verbindungspositionen festzulegen.

Innenpfosten und Metallverbindungen an einem modernen Balkongeländer mit GlaspaneelenKI-Bild
Symbolbild, mit KI erzeugt.Bild: 3dsınıfı / FCA AI

Kurz gesagt

  1. Innenpfosten werden im Pattern Editor zwischen den Knotenpunkten der Mustersegmente eingefügt.
  2. Die Position des ersten Innenpfostens wird von der linken Kante aus gemessen, die der folgenden Innenpfosten jeweils vom vorherigen Pfosten.
  3. Wenn sich das Muster strecken lässt, muss mindestens ein Innenpfosten ungesperrt und flexibel bleiben.
  4. Schienenverbindungen lassen sich nach Pfosten, Unterteilungen oder Musterlänge verteilen.

Dieser Leitfaden behandelt die Geländereinstellungen, die in der Archicad-28-Hilfedokumentation von Graphisoft beschrieben sind. Im Mittelpunkt stehen die Positionierung von Innenpfosten in Mustern, die mit dem Geländer-Werkzeug (Railing Tool) erstellt wurden, und die Verteilung der Verbindungen horizontaler Schienenkomponenten. Die Dokumentation erläutert die Einstellungen für Innenpfosten und die Verteilung von Schienenverbindungen in separaten Komponenten-Paletten. Deshalb ist es wichtig, die Einstellungen für die jeweils bearbeitete Komponente vorzunehmen.

Die folgenden Schritte erklären die Funktion der Einstellungen und zeigen, wie sich die Positionierung von Paneelen und Verbindungen gezielt festlegen lässt. Da die Dokumentation keine konkreten Maßempfehlungen enthält, sollten Sie die Werte entsprechend dem Entwurf des Projekts festlegen und keine Zahlenwerte voraussetzen.

1. Innenpfosten an den richtigen Stellen im Muster einfügen

Beim Bearbeiten des Geländermusters können Sie im Pattern Editor (Muster-Editor) über die Plus- und Minuszeichen Innenpfosten hinzufügen oder entfernen. Anders als Pfosten an Knotenpunkten befinden sich Innenpfosten zwischen den Segmentknoten. Diese Unterscheidung hilft zu erkennen, welche Komponente bearbeitet wird, wenn Sie entlang des Musters Zwischenstützen oder Paneelpositionen festlegen.

Für einen Innenpfosten lässt sich eine GDL-Komponente auswählen. Soll kein physischer Innenpfosten platziert werden, können Sie in der Auswahlliste die Option None verwenden. Innenpfosten können auch als Bezugspunkte dienen, um die Position von Paneelen oder Schienen festzulegen. Sie können also selbst dann eine Funktion im Muster erfüllen, wenn die Komponente nicht sichtbar ist. Laut Dokumentation lässt sich außerdem eine benutzerdefinierte Komponente als Post speichern, wenn sie nicht zu den vordefinierten Inhalten gehört.

2. Abstand und Flexibilität festlegen

Der Wert Distance from Previous (Abstand zum vorherigen Pfosten) des ersten Innenpfostens wird von der linken Kante des Musters aus gemessen. Bei weiteren Innenpfosten bezieht sich der Abstand jeweils auf den unmittelbar links davon liegenden Innenpfosten. Wird diese Messlogik verwechselt, können die Pfosten in unerwarteten Abständen angeordnet werden.

Wenn die Musterverteilung eine Streckung zulässt, kann die Position eines Innenpfostens über das Sperrsymbol fixiert werden. Gesperrte Innenpfosten bewegen sich nicht. Die Dokumentation weist jedoch darauf hin, dass das Muster mindestens einen flexiblen Innenpfosten enthalten muss – mindestens ein Innenpfosten muss also ungesperrt bleiben. Das ist besonders bei Mustern mit Paneelen in festen Maßen wichtig: Punkte, die fixiert bleiben sollen, können gesperrt werden. Damit sich das Muster an die Verteilungsregeln anpassen kann, muss jedoch ein flexibler Punkt erhalten bleiben.

Der Abstand des Innenpfostens am rechten Rand des Pattern Editors dient zugleich als Pattern Length (Musterlänge). Prüfen Sie daher beim Festlegen der Musterlänge auch den Wert des Innenpfostens am rechten Ende. Mit der Einstellung Duplicate Inner Posts (Innenpfosten duplizieren) können Sie einen ausgewählten Innenpfosten in einem bestimmten Abstand vervielfältigen.

3. Oberen und unteren Versatz anhand des gewählten Bezugs festlegen

Der obere und untere Versatz des Innenpfostens kann sich auf unterschiedliche Bezugspunkte beziehen. Bei Auswahl von Segment Top hängt der Versatz von der Segmenthöhe ab, die im Bereich Segment Settings (Segmenteinstellungen) festgelegt wird. Mit der Option Absolute können Sie eine absolute Höhe für den Innenpfosten eingeben; anschließend wird die Komponente anhand dieses Werts von der Oberkante des Segments aus positioniert. Wenn das Muster Schienen enthält, können Sie für den oberen oder unteren Versatz auch eine Schiene wie Rail 1/2 als Bezug wählen.

EinstellungVerfügbare BezugspunkteWann ist sie sinnvoll?
Segment TopSegmenthöheWenn der Versatz an die Segmenthöhe gebunden werden soll
AbsoluteAbsolute HöheWenn die Höhe des Innenpfostens unabhängig festgelegt werden soll
Rail 1/2...Höhe der ausgewählten SchieneWenn der Versatz anhand einer bestimmten Schiene im Muster definiert werden soll

Die Auswahl bestimmt, wie der Innenpfosten zur Geländergeometrie in Beziehung steht. Wenn Sie vor der Änderung des Versatzes den gewünschten Bezugspunkt festlegen, lassen sich unerwartete Positionen vermeiden, wenn sich die Segmenthöhe ändert oder die Schienen anders angeordnet sind.

4. Schienenverbindungen in der Palette der jeweiligen Komponente einstellen

Die Komponenteneinstellungen für Toprail (Obergurt), Handrail (Handlauf) und Rail (Schiene) müssen jeweils separat vorgenommen werden. Wenn Sie beispielsweise den Handlauf bearbeiten, verwenden Sie die Rail Component Settings (Einstellungen der Schienenkomponente) in den entsprechenden Handrail Settings (Handlaufeinstellungen). Welche Steuerelemente angezeigt werden, hängt vom Typ der ausgewählten Komponente ab.

Für die Verbindungseigenschaften verwenden Sie die Registerkarte Fixing; die Anordnung der Verbindungen entlang der Schiene stellen Sie unter Fixing Distribution ein. Wählen Sie die Verteilungsmethode passend zur geplanten Geländerkonfiguration:

  1. Mit Distribute by Posts wird an jedem Pfosten und Innenpfosten eine Verbindung platziert. Diese Methode eignet sich, wenn die Verbindungen an den Stützpunkten ausgerichtet werden sollen.

  2. Bei Distribute by Divisions geben Sie unter Number of Divisions die Gesamtzahl der Verbindungen ein, die entlang des Segments platziert werden sollen. Distance from Ends legt den Abstand zwischen den Schienenenden und der ersten beziehungsweise letzten Verbindung fest.

  3. Mit Distribute by Pattern werden die Verbindungen gleichmäßig über die angegebene Pattern Length verteilt. Sie können eine automatische Platzierung (best fit) wählen oder einen Startpunkt festlegen.

  4. Als Startpunkt kommen Segment Start, Segment End, Center of Segment, Center of Segment with Best Fit oder Custom Position infrage. Bei einer benutzerdefinierten Position geben Sie den Abstand vom Segmentanfang aus ein.

5. Abschließende Prüfung: Komponente, Verteilung und Darstellung

Vergewissern Sie sich vor Abschluss der Einstellungen, dass der richtige Schienentyp bearbeitet wird: Obergurt, Handlauf und Schiene haben unterschiedliche Einstellungen. Prüfen Sie anschließend die Verteilungsmethode und den Startpunkt der Verbindungen. Denken Sie daran: Bei einem gestreckten Muster bewegen sich gesperrte Innenpfosten nicht, und mindestens ein Innenpfosten muss flexibel bleiben.

Die 2D-Darstellungsoptionen der Schienen werden auf der Registerkarte 2D Representation in den Rail Component Settings festgelegt. Die Sichtbarkeit der Geländerkomponenten wird standardmäßig unter Document › Model View › Model View Options › Railing Options eingestellt; die Sichtbarkeit des Schienensymbols lässt sich in den Geländereinstellungen anpassen. Wenn die erwartete Darstellung im Grundriss fehlt, prüfen Sie deshalb nicht nur die 3D-Geometrie der Komponente, sondern auch die Einstellungen für das 2D-Symbol und dessen Sichtbarkeit.

Häufige Fehler

  • Den Abstand des ersten Innenpfostens auf einen anderen Innenpfosten statt auf die linke Kante beziehen und übersehen, dass die folgenden Pfosten vom linken Nachbarn aus gemessen werden.

  • Bei einem gestreckten Muster alle Innenpfosten sperren. Laut Dokumentation muss mindestens ein Innenpfosten flexibel bleiben.

  • Die Verbindungseinstellungen in der Palette des falschen Schienentyps vornehmen. Die Einstellungen der einzelnen horizontalen Schienentypen werden separat bearbeitet.

  • Die Verteilung der Verbindungen abschließen, ohne zuvor Endabstand, Anzahl der Unterteilungen oder Startpunkt zu überprüfen.

  • Die 2D-Sichtbarkeitseinstellungen übersehen und eine fehlende Plansymbol-Darstellung fälschlich für ein Geometrieproblem halten.

Auswirkungen auf den Architektur- und Visualisierungs-Workflow

Diese Einstellungen helfen dabei, in Architektur- und Innenraummodellen mit Geländern Paneelabstände, Pfostenpositionen und Schienenverbindungen einheitlicher festzulegen. Besonders bei Entwürfen mit Paneelen in festen Maßen lässt sich über gesperrte Innenpfosten und mindestens einen flexiblen Pfosten steuern, wie das Muster verteilt wird. Werden die Verbindungen nach Pfosten verteilt, können ihre Positionen zudem auf die tragenden Elemente abgestimmt werden.

Die Archicad-28-Dokumentation enthält hier keine Angaben zu Hardwareanforderungen, Lizenzbedingungen oder zur Kompatibilität mit anderer Software. Bevor Sie einen neuen Workflow einführen, sollten Sie die Einstellungen daher mit den Geländerkomponenten der Bürovorlage testen und die 2D-Darstellung in der Projektausgabe überprüfen.

Quellen

2 Quellen
H
help.graphisoft.comhelp.graphisoft.com/AC/28/INT/_AC28_Help/040_ElementsVB/040_ElementsVB-221.htm
Zusammenfassung
H
help.graphisoft.comhelp.graphisoft.com/AC/28/INT/_AC28_Help/040_ElementsVB/040_ElementsVB-220.htm
Zusammenfassung

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Die Einschätzung von 3dsınıfı
3dEinschätzung der Redaktion

Für Planungsbüros in der Türkei liegt der praktische Nutzen dieser Einstellungen in den kontrollierten Verteilungsoptionen, mit denen sich der Bedarf verringern lässt, Geländermuster und Verbindungspositionen einzeln manuell anzupassen. Bei Paneelen mit festen Maßen hilft das Sperren der Innenpfosten dabei, das Streckverhalten des Musters zu planen. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, mindestens einen Pfosten ungesperrt zu lassen.

Es ist empfehlenswert, die Komponenten der Bürovorlage und die 2D-Darstellung vor der Anwendung in einem kleinen Testbereich zu überprüfen. Da die Quelldokumentation keine Angaben zu Hardware, Lizenzen oder zur Kompatibilität zwischen Versionen enthält, sollten Sie hierzu keine Annahmen treffen und die Ergebnisse in der verwendeten Archicad-Installation überprüfen.

Häufige Fragen

Wie fügt man in Archicad 28 einen Innenpfosten hinzu?

Im Bereich Pattern Editor des Geländermusters fügen Sie über das Pluszeichen einen Innenpfosten ein; mit dem Minuszeichen entfernen Sie ihn. Innenpfosten befinden sich zwischen den Segmentknoten.

Sollten Innenpfosten in einem Geländermuster gesperrt werden?

Innenpfosten, deren Position fixiert bleiben soll, können gesperrt werden. Wenn sich das Muster strecken lässt, muss laut Dokumentation mindestens ein Innenpfosten ungesperrt und flexibel bleiben.

Wie werden Schienenverbindungen in Archicad verteilt?

Auf der Registerkarte Fixing Distribution lassen sich Verbindungen nach Pfosten, Anzahl der Unterteilungen oder Musterlänge verteilen. Auch der Startpunkt kann über verschiedene Optionen festgelegt werden.

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