Kurz gesagt
- Pack Resources markiert geeignete externe Ressourcen zum Packen. Beim Speichern der Datei werden sie in die .blend-Datei übernommen.
- Ist Automatically Pack Resources aktiviert, werden geeignete Ressourcen automatisch zum Packen markiert; tatsächlich gepackt werden sie erst beim Speichern.
- Einige externe Dateien, etwa Videos aus dem Sequence Editor und Movie Clips, lassen sich nicht in eine .blend-Datei packen.
- Laut Handbuch werden Pfadvorlagen für Renderausgabepfade und den File-Output-Node im Compositor unterstützt.
Die im offiziellen Blender-Handbuch beschriebenen Funktionen zum Packen von Ressourcen und für Pfadvorlagen können dabei helfen, Architekturvisualisierungsprojekte zu teilen und Renderausgaben einheitlich zu benennen. Beim Packen werden geeignete externe Ressourcen in die .blend-Datei übernommen; Vorlagen ermöglichen es, in unterstützten Ausgabepfaden Variablen zu verwenden. Dieser Leitfaden basiert auf den „latest“-Seiten des Blender-Handbuchs. Eine konkrete Blender-Version, für die diese Funktionen gelten, wird in den Quellen nicht genannt.
1. Geeignete externe Ressourcen in die Projektdatei übernehmen
Einige Ressourcen, die normalerweise außerhalb der .blend-Datei gespeichert werden, etwa Bildtexturen, können in die Projektdatei gepackt werden. So lässt sich ein Blender-Projekt als einzelne .blend-Datei weitergeben, statt die abhängigen Dateien zusätzlich in einem Archiv zusammenzustellen. Ob eine Datei gepackt ist, erkennen Sie am Geschenkbox-Symbol neben dem Dateipfad in der Benutzeroberfläche.
Um alle geeigneten externen Ressourcen zum Packen zu markieren, wählen Sie File › External Data › Pack Resources. Die Ressourcen werden durch diesen Befehl nicht sofort auf der Festplatte in die .blend-Datei geschrieben. Das Packen erfolgt erst, wenn Sie die Projektdatei speichern. Speichern Sie die Datei daher nach dem Vorgang.
Bei Projekten, denen regelmäßig externe Ressourcen hinzugefügt werden, können Sie File › External Data › Automatically Pack Resources verwenden. Ist diese Option aktiviert, werden geeignete vorhandene und später hinzugefügte Ressourcen automatisch zum Packen markiert. Auch hier werden die Ressourcen aber erst beim Speichern in die .blend-Datei übernommen. Wenn Sie das automatische Packen deaktivieren, werden bereits gepackte Dateien nicht entpackt. Lediglich neu hinzukommende Ressourcen werden nicht mehr automatisch markiert.
Um nur eine bestimmte Datei zu packen, klicken Sie auf das Geschenkbox-Symbol links neben dem entsprechenden Dateipfad. Mit File › External Data › Pack Linked Libraries werden alle verknüpften Bibliotheksdateien in der aktuellen .blend-Datei zum Packen markiert. Auch in diesem Fall werden sie erst beim Speichern der Projektdatei tatsächlich gepackt.
2. Optionen beim Entpacken gepackter Ressourcen prüfen
Um gepackte externe Ressourcen zu entpacken, wählen Sie File › External Data › Unpack Resources. Blender bietet Optionen, um die Dateien in geeignete Ordner neben der aktuellen .blend-Datei oder an ihren ursprünglichen Speicherorten abzulegen. Existiert am Zielort bereits eine Datei, verwenden die Optionen „Use“ die vorhandene Datei; die Optionen „Write“ überschreiben die Datei am Zielort.
Für einzelne Dateien können Sie ebenfalls das Geschenkbox-Symbol neben dem Pfad verwenden. Die dort verfügbaren Optionen haben unterschiedliche Auswirkungen:
Remove Packmarkiert die Ressource als ungepackt, ohne sie auf die Festplatte zu schreiben oder von dort neu zu laden.Create <local file path>schreibt die Datei in einen relativen Pfad zur aktuellen .blend-Datei.Ist der ursprüngliche Dateipfad verfügbar, markiert
Use <original file path>die Ressource als ungepackt, lädt aber die Version von der Festplatte nicht automatisch neu.Ist die Originaldatei vorhanden, unterscheidet sich aber von der gepackten Version, überschreibt
Overwrite <original file path>die Datei auf der Festplatte mit der gepackten Version.Ist der ursprüngliche Dateipfad nicht verfügbar, erstellt
Create <original file path>die Ressource an diesem Speicherort.
Zum Entpacken verknüpfter Bibliotheken verwenden Sie File › External Data › Unpack Linked Libraries. Damit werden die mit der aktuellen .blend-Datei verknüpften Bibliotheksdateien entpackt. Beachten Sie, dass sich die verfügbaren Optionen beim Entpacken aller Ressourcen von denen für einzelne Dateien unterscheiden.
3. Renderausgabepfade mit Vorlagen benennen
In unterstützten Pfaden ersetzen Pfadvorlagen Variablen zum Zeitpunkt der Verwendung durch ihre tatsächlichen Werte. Laut Blender-Handbuch ist diese Funktion für Renderausgabepfade unter Scene properties sowie für Ausgabepfade des File Output-Nodes im Compositor verfügbar. Das Handbuch weist darauf hin, dass die Vorlagenunterstützung nicht auf andere Dateipfade ausgeweitet wird.
Ist das geöffnete Projekt beispielsweise dance.blend, wird der Pfad //my_render_dir/{blend_name}.png beim Rendern als //my_render_dir/dance.png ausgewertet. Der Vorlagenausdruck bleibt im Pfadfeld unverändert; der Variablenwert wird erst bei der Verwendung der Datei ermittelt. {blend_name} steht für den Namen der geöffneten .blend-Datei, {blend_dir} für das Verzeichnis, in dem sie gespeichert ist.
In Renderausgabepfaden können außerdem die Variablen {fps}, {resolution_x}, {resolution_y}, {scene_name} und {camera_name} verwendet werden. Die Auflösungsvariablen geben Breite und Höhe nach Anwendung des Auflösungsskalierungsfaktors an. Im Beispiel des Handbuchs beträgt die Szenenauflösung 1000 × 600 bei einer Skalierung von 50 Prozent. Damit ergeben {resolution_x} und {resolution_y} die Werte 500 und 300.
In Pfadeigenschaften verknüpfter Datenblöcke können {blend_name_lib} und {blend_dir_lib} verwendet werden. Sie beziehen sich auf den Namen und das Verzeichnis der jeweiligen Bibliotheks-.blend-Datei. In einer Pfadeigenschaft eines Nodes steht die Variable {node_name} für den Namen des Nodes. Prüfen Sie, an welchen Stellen die Variablen eingesetzt werden können: Das Handbuch sagt nicht, dass jede Vorlagenvariable in allen Pfadtypen unterstützt wird.
4. Numerische Variablen formatieren und Fehler prüfen
Um numerische Werte in einem Ausgabenamen in einem bestimmten Format darzustellen, können Sie nach dem Variablennamen einen Doppelpunkt und eine Formatangabe einfügen. In den Beispielen des Handbuchs erzeugt {fps:###} eine Ganzzahl mit mindestens drei Ziffern, während {fps:.###} eine Dezimalzahl mit drei Nachkommastellen ergibt. Das Format {fps:###.##} verwendet mindestens drei Ziffern im Ganzzahlteil und zwei Nachkommastellen. Diese Angaben sind für numerische Variablen gedacht und lassen sich nicht für Textvariablen verwenden. Die Werte werden auf die gewünschte Anzahl von Stellen gerundet.
Da geschweifte Klammern in Vorlagen eine besondere Bedeutung haben, müssen Sie { oder } verdoppeln, wenn eines dieser Zeichen im Dateipfad wörtlich erscheinen soll. Eine nicht geschlossene Variable oder eine fehlerhafte Vorlage kann dazu führen, dass das Pfadfeld in der Benutzeroberfläche rot hervorgehoben und eine Fehlermeldung angezeigt wird. Fehler in Vorlagen für Renderausgabepfade können dazu führen, dass ein Animationsrender fehlschlägt. Prüfen Sie den Pfad daher, bevor Sie mit dem Rendern beginnen.
Auswirkungen auf den Workflow der Architekturvisualisierung
Werden Texturen und andere geeignete externe Ressourcen in Innenraumszenen gepackt, müssen beim Teilen der Projektdatei möglicherweise weniger Dateien separat mitgegeben werden. Gehen Sie jedoch nicht davon aus, dass sich jede externe Datei packen lässt. Laut Handbuch können einige umfangreiche Dateien wie Videos aus dem Sequence Editor und Movie Clips nicht in eine .blend-Datei übernommen werden. Solche Inhalte müssen bei der Übergabe separat berücksichtigt werden.
Mit Variablen wie Dateiname, Szenenname oder Kameraname in Renderpfaden lässt sich die Benennung von Ausgaben direkt im Pfadfeld organisieren. Prüfen Sie insbesondere bei Projekten mit mehreren Renderausgaben, welche Variablen die Vorlage verwendet und ob sie an der richtigen Stelle definiert sind. Da die Quellen weder Hardwareanforderungen noch Lizenzbedingungen erläutern, sollten für diese beiden Funktionen keine zusätzlichen Anforderungen angenommen werden.
Häufige Fehler
Die .blend-Datei nach dem Packen von Ressourcen nicht speichern: Das Packen wird erst beim Speichern abgeschlossen.
Annehmen, dass beim Deaktivieren von
Automatically Pack Resourcesauch bereits gepackte Dateien entpackt werden: Die Option wirkt sich nur auf das automatische Markieren künftiger Ressourcen aus.Davon ausgehen, dass auch Video- und Clip-Dateien unbedingt gepackt werden: Laut Handbuch werden einige Dateitypen nicht unterstützt.
Vorlagenausdrücke in nicht unterstützten Pfadfeldern verwenden oder Klammern nicht schließen: Fehler in Renderpfadvorlagen können den Animationsrender abbrechen.
Quellen
2 QuellenQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Für Architekturbüros und Visualisierungsteams in der Türkei, die Projekte übergeben, kann es praktisch sein, geeignete Ressourcen in der .blend-Datei zu sammeln. So lassen sich einzelne Schritte zum separaten Archivieren von Dateien reduzieren. Da sich aber nicht alle Abhängigkeiten packen lassen, ersetzt die Funktion keine Übergabe-Checkliste. Insbesondere nicht unterstützte Video- und Clip-Dateien sollten separat geprüft werden.
Rendernamen mit Vorlagen zu organisieren, kann den Workflow konsistenter machen. Ein fehlerhafter Ausdruck kann jedoch dazu führen, dass ein Animationsrender fehlschlägt. Sinnvoll ist es, im Team eine einheitliche Benennungsregel festzulegen und die Pfade vor dem Rendern zu prüfen. Die Quellen enthalten keine Angaben zu Hardware oder Lizenzen; für diese Bereiche sollten daher keine Versions- oder Anforderungsannahmen getroffen werden.
Häufige Fragen
Wie packt man externe Texturen in Blender in eine .blend-Datei?
Verwenden Sie den Befehl `File › External Data › Pack Resources` und speichern Sie anschließend die .blend-Datei. Der Befehl markiert geeignete Ressourcen zum Packen; tatsächlich gepackt werden sie beim Speichern.
Kann Blender alle externen Dateien packen?
Nein. Laut Blender-Handbuch können einige externe Dateien, etwa Videos aus dem Sequence Editor und Movie Clips, nicht in eine .blend-Datei gepackt werden.
Wo werden Pfadvorlagen für Renderausgaben in Blender unterstützt?
Laut Handbuch lassen sich Vorlagen für Renderausgabepfade unter Scene properties und für Ausgabepfade des File-Output-Nodes im Compositor verwenden.



