Kurz gesagt
- Ein Turm ist für Büros vorgesehen, der andere für Wohnungen und ein Hotel.
- Die beiden Wolkenkratzer werden durch drei geschlossene Brücken verbunden, die gemeinschaftlich nutzbare Bereiche und begrünte Terrassen bieten sollen.
- Am Fuß der Türme sind Freizeit-, Beherbergungs- und Einzelhandelsflächen sowie ein öffentlicher Platz geplant.
- Die Grünachse des nahe gelegenen Parks soll bis auf das Projektgelände verlängert und ein Veranstaltungsplatz geschaffen werden.
Laut einem Bericht von Dezeen vom 23. Oktober 2026 hat Foster + Partners zwei Wolkenkratzer für das geplante World Trade Center Yerevan in der armenischen Hauptstadt Jerewan entworfen. Die beiden Türme im Zentrum des Projekts werden durch drei geschlossene Brücken miteinander verbunden. Einer der Türme wird Büros beherbergen, der andere Wohnungen und ein Hotel. Rund um die Türme sind außerdem niedrigere Gebäude und öffentliche Bereiche vorgesehen.
Welche Funktionen übernehmen die Türme und Brücken?
Die Wolkenkratzer erhalten Glasfassaden; das beschriebene Tragwerk umfasst einen Betonrahmen, Stahlverbände und geteilte Kerne. Dieser Aufbau soll nach dem Entwurfsansatz von Foster + Partners offene und flexibel gestaltbare Innenräume ermöglichen. Auch die Ausrichtung der Türme ist so gewählt, dass sie den Blick auf einige bedeutende Bauwerke Jerewans und den Berg Ararat eröffnet.
Die drei geschlossenen Brücken verbinden nicht nur die beiden Türme, sondern bieten auch Einrichtungen für deren Nutzerinnen und Nutzer. Zu den vorgesehenen Nutzungen zählen begrünte Terrassen. Weitere Angaben zum detaillierten Raumprogramm oder zur Gestaltung der Innenbereiche der Brücken enthält der Bericht nicht. Wie die Verbindungen konkret genutzt werden, ist über die veröffentlichte Beschreibung des Entwurfs hinaus daher nicht näher ausgeführt.
Der Platz und die Einbindung ins Umfeld
Am Fuß der Wolkenkratzer sind niedrigere Gebäude mit Freizeit-, Beherbergungs- und Einzelhandelsnutzungen geplant. Rund um diese Gebäude soll ein öffentlicher Platz entstehen. Teil des städtebaulichen Konzepts ist außerdem, die zentrale Grünachse des nahe gelegenen Parks bis auf das Projektgelände und zur Plattform am Fuß der Türme weiterzuführen.
Im Norden des Projekts ist ein Veranstaltungsplatz vorgesehen. Er soll mit der St.-Johannes-der-Täufer-Kirche und dem Platz vor ihr verbunden werden. Das Projektgebiet liegt innerhalb des Areals, für das der armenische Architekt Alexander Tamanian 1924 den Masterplan entwarf. Foster + Partners verfolgt das Ziel, die neuen Gebäude über öffentliche Räume und Freiflächen stimmig in das umgebende Stadtgefüge einzubinden.
Das Studio plant, die Türme auf Stelzen anzuheben und so 50 Prozent des Projektgeländes freizuhalten. Nach Angaben des Unternehmens soll dieser Ansatz Freiräume schaffen, die zum städtischen Leben beitragen. Die niedrigeren Nutzungen rund um die Türme, der Platz und die verlängerte Parkachse werden als weitere Bestandteile dieser Gestaltung der öffentlichen Räume beschrieben.
Was bedeutet das für Architektur- und Visualisierungsteams?
Das Projekt ist ein Beispiel für Architektur- und Innenarchitekturbüros, die untersuchen möchten, wie sich Hochhäuser, unterschiedliche Nutzungsarten und öffentliche Räume in einem einzigen städtebaulichen Konzept zusammenführen lassen. Besonders die Beziehungen zwischen den Brücken, den Terrassen und dem Platz auf Bodenniveau sollten in der Entwurfserzählung gemeinsam betrachtet werden. Glasfassade, tragender Betonrahmen und Stahlverbände sind zudem zentrale Elemente, anhand derer sich der konstruktive Ansatz in der Visualisierung vermitteln lässt.
Der Bericht nennt weder die für das Projekt verwendete Modellierungs- oder Visualisierungssoftware noch Hardwareanforderungen oder Lizenzentscheidungen. Daher lassen sich keine Aussagen zu einer bestimmten Softwarekompatibilität oder einem technischen Workflow treffen. Auch Angaben zum Bauzeitplan und zu den Kosten fehlen. Für Einschätzungen zur Umsetzung des Projekts sind weitere Informationen zu diesen Themen erforderlich.
Quellen
1 QuelleQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Interessant am Projekt in Jerewan ist, dass die beiden Hochhäuser nicht lediglich als Türme mit jeweils eigenen Funktionen betrachtet werden. Die Brücken, Terrassen und öffentlichen Räume auf Bodenniveau machen sichtbar, welche Verbindung der Entwurf zwischen dem Maßstab der Gebäude und dem städtischen Leben herstellen möchte. In dieser Hinsicht ist das Projekt ein diskussionswürdiges Beispiel für Büros und Studierende, die sich mit vergleichbaren gemischt genutzten Entwicklungen beschäftigen.
Für Visualisierungsteams in der Türkei ist der Ansatz interessant, unterschiedliche Nutzungen und die Freiraumgestaltung in einer gemeinsamen Erzählung zusammenzuführen. Der Bericht enthält jedoch keine Angaben zu Software, Hardware, Lizenzen oder zum Zeitplan der Umsetzung. Statt zu diesen Themen Vermutungen anzustellen, ist es sinnvoller, weitere Projektankündigungen abzuwarten und sich vorerst auf die veröffentlichten räumlichen Beziehungen zu konzentrieren.
Häufige Fragen
Wer hat das World Trade Center Yerevan entworfen?
Der Entwurf stammt von Foster + Partners. Das Projekt umfasst zwei Wolkenkratzer und die umliegenden Bereiche in Jerewan.
Welche Funktionen sind für die Türme des Projekts in Jerewan vorgesehen?
Einer der Türme wird Büros beherbergen. Im anderen sind Wohnungen und ein Hotel vorgesehen.
Wie werden die Türme des World Trade Center Yerevan miteinander verbunden?
Drei geschlossene Brücken verbinden die beiden Türme. Geplant sind dort Einrichtungen für die Nutzerinnen und Nutzer sowie begrünte Terrassen.



