Kurz gesagt
- Hypha-Lume ist ein modularer Pavillonentwurf mit drei unterschiedlichen Krümmungswinkeln.
- Die Module sind mit Krümmungswinkeln von 20, 40 und 60 Grad gestaltet.
- Sensoren erfassen die Wege der Besucher, ihre Aufenthalte und die Orte, an denen sie sich versammeln.
- Bewegungsdaten werden in Echtzeit in Lichtmuster und Klang umgewandelt.
Hypha-Lume, entworfen von Darya Holub, Selin Ozasik, Pinak Bhapkar, Nikhil Narendiran und Baskar Bharathwaj Subramanian, wurde als modularer Pavillon vorgestellt, der Besucherbewegungen zu einem räumlichen Erzählelement macht. Der am 15. Oktober 2026 von Designboom veröffentlichte Bericht beschreibt einen Entwurf, der rekonfigurierbare Myzelkomponenten mit Sensoren, Lichtprojektionen und Klang verbindet. Das Projekt schlägt ein Hüllensystem vor, das sich je nach räumlichen Anforderungen neu aufbauen lässt.
Eine Hülle, die sich mit wenigen Modulen verändern lässt
Die Hauptkomponenten von Hypha-Lume bestehen aus drei Modultypen mit Krümmungswinkeln von 20, 40 und 60 Grad. Die sich verjüngenden Elemente werden rund um vertikale Träger verbunden, um unterschiedliche Wandkonfigurationen zu bilden. Da sich die Module auf diese Weise neu zusammensetzen lassen, ist der Pavillon nicht an einen einzigen festen Grundriss gebunden.
Laut Projektbeschreibung können unterschiedliche Modulhöhen und Öffnungen verschiedene Durchgänge und Blickwinkel ermöglichen. Die poröse Hülle nimmt unterschiedliche Profile an, während Besucher sich um sie herum oder durch sie hindurch bewegen. Tagsüber soll das Design ein klares Verhältnis zwischen Überdachung, Sichtbarkeit und Zirkulation schaffen. Die Quelle enthält jedoch keine Angaben dazu, ob der Pavillon an einem bestimmten Ort errichtet wurde oder welche Abmessungen er hat.
Das Zusammenspiel von Bewegung, Licht und Klang
Das interaktive System des Pavillons erfasst mithilfe von Sensoren die Wege der Besucher, ihre Aufenthalte und die Orte, an denen sie sich versammeln. Diese Bewegungsdaten werden in Echtzeit in Lichtmuster und Klang übersetzt. Der Raum wird damit nicht nur durch seine physische Form definiert, sondern auch durch seine Reaktion auf das Verhalten der Menschen in ihm.
Nachts erzeugt das Licht ein vielschichtiges visuelles Feld, das Spuren früherer Begegnungen auf die Außenhülle des Pavillons projiziert. Berichten zufolge verändern sich die Farben mit der Anwesenheit der Besucher, während sich das Licht entlang der Verbindungen zwischen den Modulen bewegt. Im Ansatz der Designer funktioniert das Bauwerk wie ein interaktives Archiv, das die Aktivitäten vor Ort speichert; diese Formulierung beschreibt die Entwurfsidee des Projekts.
Auswirkungen auf Architektur- und Visualisierungs-Workflows
Hypha-Lume zeigt beispielhaft, wie sich bei Pavillons und temporären Räumen modulare Geometrie und Besuchererlebnis gemeinsam denken lassen. Für Architekten und Innenarchitekten macht die dreiteilige Modulfamilie anschaulich, wie sich mit wenigen Komponenten unterschiedliche Anordnungen schaffen lassen. Visualisierungsteams können bei der Präsentation des Projekts die Öffnungen der Hülle am Tag und die nächtlichen Lichtspuren als getrennte Szenarien zeigen; dabei handelt es sich um Präsentationsaspekte, die auf den in der Quelle genannten Entwurfsmerkmalen beruhen.
Allerdings macht die Quelle keine Angaben zu Modellierungssoftware, Dateiformaten, Sensorhardware, technischen Integrationsdetails oder Lizenzbedingungen. Daher sollte nicht davon ausgegangen werden, dass diese Elemente mit einem bestimmten 3D-Workflow kompatibel sind. Wer einen ähnlichen Entwurf entwickelt, sollte gesondert klären, wie die Module in unterschiedlichen Konfigurationen zusammengefügt und wie Sensordaten in Licht und Klang umgesetzt werden. Der Wert von Hypha-Lume liegt nicht darin, eine bestehende Softwarelösung anzubieten, sondern räumliche Form und menschliche Bewegung in einer gemeinsamen Entwurfsidee zusammenzubringen.
Quellen
1 QuelleQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Für Architektur- und Visualisierungsteams liegt die besondere Stärke von Hypha-Lume darin, dass die modulare Hülle nicht nur ein formales Element bleibt, sondern mit den Bewegungen der Besucher verknüpft wird. Die drei Krümmungsvarianten schaffen einen verständlichen gestalterischen Rahmen dafür, wie unterschiedliche räumliche Anordnungen vermittelt werden können. Besonders bei Präsentationen von Pavillons und erlebnisorientierten Räumen kann dieser Ansatz inspirierend sein.
Für Büros in der Türkei sollten vor einer Entscheidung über die Umsetzung jedoch Aspekte wie Fertigung, Sensorinfrastruktur und Installationskosten gesondert geprüft werden; diese Informationen enthält der vorliegende Bericht nicht. Auch zu Hardware, Softwarekompatibilität und Lizenzen liegen keine konkreten Angaben vor. Daher ist es sinnvoller, das Projekt nicht als fertige technische Lösung, sondern als Gestaltungsbeispiel zu betrachten, das zum Nachdenken über die Beziehung zwischen Raum, Bewegung und Licht anregt.
Häufige Fragen
Aus welchem Material besteht der Hypha-Lume-Pavillon?
Das Projekt wird als modulare Hülle aus Myzelkomponenten beschrieben. Die Quelle erläutert weder das Herstellungsverfahren noch die technischen Eigenschaften des Materials.
Wie nutzt Hypha-Lume die Bewegungen der Besucher?
Integrierte Sensoren erfassen die Wege und Aufenthalte der Besucher sowie die Orte, an denen sie sich versammeln. Diese Daten werden in Echtzeit in Lichtmuster und Klang umgewandelt.
Lassen sich die Hypha-Lume-Module neu anordnen?
Ja. Die Module mit drei unterschiedlichen Krümmungswinkeln können rund um vertikale Träger in verschiedenen Anordnungen verbunden werden, sodass sich unterschiedliche Konfigurationen ergeben.



