Kurz gesagt
- Laut einem von der polnischen Website ITHardware aufgegriffenen Bericht könnte AMD im November die Preise für GPU- und GDDR6-Speicherpakete erhöhen.
- Dem Bericht zufolge sind die Preise für GDDR6-Speicher im dritten Quartal um etwa 8–10 Prozent gestiegen.
- Ob und in welchem Umfang eine Preiserhöhung an die Endkunden weitergegeben würde und welche Radeon-Modelle betroffen wären, ist nicht bekannt.
- Für die günstigsten Radeon RX 9070 XT-Modelle in Deutschland werden Ladenpreise von mindestens 875 Euro genannt.
ITHardware aus Polen berichtete am 1. November 2026, dass AMD im November die Preise für GPU- und GDDR6-Speicherpakete erhöhen könnte, die das Unternehmen an seine Grafikkartenpartner verkauft. Grundlage der Meldung sind Berichte aus dem chinesischen Partnermarkt. Eine offizielle Bestätigung von AMD gibt es laut Artikel nicht. Daher stehen sowohl der Umfang einer möglichen Erhöhung als auch ihre Auswirkungen auf die Ladenpreise noch nicht fest.
Woher stammt die Behauptung einer Preiserhöhung?
Laut ITHardware wurden Informationen über die geplante Preisänderung zunächst im chinesischen Forum Board Channels veröffentlicht und anschließend vom WeChat-Konto ChannelGate geteilt. Dem Bericht zufolge griffen auch PC Games Hardware, ComputerBase und Wccftech die Behauptung auf. Die genannten Preise betreffen GPU- und GDDR6-Speicherpakete, die AMD Grafikkartenherstellern anbietet.
Partner wie ASUS, Sapphire und PowerColor verwenden diese Komponenten für ihre Radeon-Karten. Eine mögliche Verteuerung der Pakete könnte daher die Kosten der Hersteller erhöhen. Wie viel davon letztlich bei den Endkunden ankommt, hängt jedoch nicht allein von AMDs Preisgestaltung ab: Auch ob die Kartenhersteller einen Teil der Mehrkosten auffangen, die Lagerbestände und ihre eigene Preispolitik können eine Rolle spielen.
GDDR6-Kosten und frühere Berichte über Preiserhöhungen
Laut dem auf ChannelGate zurückgeführten Bericht sind die GDDR6-Preise im dritten Quartal um etwa 8–10 Prozent gestiegen. Wie hoch die für November angekündigte Preiserhöhung ausfallen und welche Radeon-Modelle betroffen sein sollen, wurde nicht genannt.
ITHardware weist außerdem darauf hin, dass dies nicht die erste Meldung über gestiegene Kosten in den vergangenen Monaten ist. Dem Bericht zufolge sollen die Preise für GPU- und Speicherpakete im August um mindestens 10 Prozent gestiegen sein. Außerdem ist von früheren Berichten über einen Preisanstieg von etwa 10 Prozent für Radeon-GPUs und AM5-Chipsätze ab dem 1. Oktober die Rede. Diese Änderungen sind jedoch nicht mit einer neu bestätigten Preiserhöhung im November gleichzusetzen; auch die aktuellen Behauptungen sollten mit Vorsicht betrachtet werden.
Beispiele von Ladenpreisen zeigen den Unterschied zwischen Herstellerpreis und Einzelhandelspreis. Laut ITHardware, das sich auf Daten von PC Games Hardware beruft, wurden die günstigsten Radeon RX 9070 XT-Modelle in Deutschland für mindestens 875 Euro verkauft; als empfohlener Preis werden 689 Euro genannt. Den Daten von ComputerBase zufolge stieg der Durchschnittspreis der RX 9070 XT von etwa 900 Euro Anfang Oktober auf über 1.000 Euro zum Monatsende. Diese Zahlen beziehen sich auf Preisbeobachtungen in Deutschland und geben nicht die Verkaufspreise in der Türkei wieder.
Was bedeutet das für Architektur- und Archviz-Workflows?
Für Architekturbüros, Innenarchitekten und Visualisierungskünstler, die mit Radeon-Grafikkarten arbeiten, könnte eine mögliche Preiserhöhung das Budget für neue Workstations oder Grafikkarten beeinflussen. Der Bericht nennt jedoch kein bestimmtes Modell, dessen Preis sicher steigen wird. Er liefert daher keine ausreichende Grundlage, um allein aufgrund dieser Behauptung über ein Upgrade oder einen Kauf zu entscheiden.
Bei der Kaufplanung sollten lokale Ladenpreise, Lagerbestände und die Kompatibilität der gewählten Karte mit der verwendeten Software gemeinsam geprüft werden. Der Bericht enthält weder Preise für die Türkei noch eine abschließende Liste betroffener Kartenmodelle oder Angaben zur technischen Kompatibilität. Für Büros bleibt daher entscheidend, ob die Behauptung offiziell bestätigt wird und ob sich die Herstellerkosten in den lokalen Verkaufspreisen niederschlagen.
Quellen
1 QuelleQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Für Architektur- und Visualisierungsteams ist diese Meldung keine heute beschlossene Preiserhöhung, sondern ein Kostensignal, das bei der Budgetplanung im Blick behalten werden sollte. Die im Bericht genannten Einzelhandelspreise stammen aus Deutschland; sie belegen nicht, dass in der Türkei dieselben Preisniveaus oder Steigerungsraten gelten. Deshalb ist es sinnvoller, vor einer Änderung des Kaufzeitplans die lokalen Preise und Lagerbestände zu prüfen.
Büros, die ein neues System zusammenstellen, sollten nicht nur auf den Preis der Grafikkarte achten, sondern auch darauf, ob das ausgewählte Modell mit ihrer vorhandenen Software und ihren Workflows kompatibel ist. Sollte sich die Behauptung bestätigen, hängt die endgültige Auswirkung von den Preisentscheidungen der Kartenhersteller und Händler ab. Solange keine offizielle Bestätigung und keine Klarheit über die betroffenen Modelle vorliegt, gibt es keine ausreichende Grundlage für eine überstürzte Entscheidung.
Häufige Fragen
Werden AMD-Radeon-Grafikkarten im November teurer?
Es wurde berichtet, dass die Preise für GPU- und GDDR6-Speicherpakete im November steigen könnten. Laut Artikel gibt es keine offizielle Bestätigung von AMD.
Welche Radeon-Modelle wären von der möglichen Preiserhöhung betroffen?
Welche Modelle betroffen wären, wurde nicht bekannt gegeben. Der Bericht spricht lediglich von einer möglichen Preiserhöhung für GPU- und GDDR6-Speicherpakete.
Wie viel kostet die Radeon RX 9070 XT in Europa?
Dem Bericht zufolge kosteten die günstigsten Modelle in Deutschland mindestens 875 Euro; der empfohlene Preis lag bei 689 Euro. Diese Angaben beziehen sich nicht auf Preise in der Türkei.



