Kurz gesagt
- Die WS300 nutzt eine 72-Kern-NVIDIA-Grace-CPU und einen NVIDIA-Blackwell-Ultra-Beschleuniger.
- Das System verfügt über 496 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher und 252 GB HBM3E-GPU-Speicher.
- Zwei ConnectX-8-Anschlüsse bieten jeweils 400 Gbps Netzwerkgeschwindigkeit.
- Die Workstation ist mit einem 1.600-W-Netzteil und einer geschlossenen Flüssigkeitskühlung ausgestattet.
ServeTheHome hat am 23. Oktober 2026 die XpertStation WS300 von MSI getestet, eine Workstation auf Basis der NVIDIA-DGX-Station-Plattform. Der Tower mit NVIDIA GB300 wurde für KI-Entwickler und Workstation-Nutzer konzipiert, die Modelle lokal ausführen und testen möchten. Der Test hebt hervor, dass das Gerät Server-Hardware in ein Desktop-Format bringt, sich durch Größe sowie Stromversorgungs- und Kühlungsbedarf aber von einer gewöhnlichen Workstation unterscheidet.
Welche Hardware steckt in der GB300-Plattform?
Auf der CPU-Seite kommt in der WS300 eine 72-Kern-NVIDIA-Grace zum Einsatz, als Beschleuniger dient NVIDIA Blackwell Ultra. Laut den im Test genannten technischen Daten verfügt das System über 496 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher und 252 GB HBM3E-GPU-Speicher. Für die Speicherung gibt es zwei M.2-2280-Steckplätze mit jeweils PCIe Gen6 x4 und PCIe Gen5 x4. Als Betriebssystem und Software sind Ubuntu 24.04 LTS und NVIDIA AI Developer Tools aufgeführt.
Der Test weist darauf hin, dass das System nicht als eigenständige Grafik-Workstation konzipiert ist: GB300 wird darin als Rechenbeschleuniger und nicht als GPU mit herkömmlichem Bildausgang beschrieben. In der Standardkonfiguration gibt es einen Mini-DisplayPort-Ausgang, der mit dem Management-Controller verbunden ist. Für erweiterte Grafikfunktionen lassen sich optional kompatible NVIDIA-RTX-PRO-Blackwell-2000-, 4000- oder 6000-Grafikkarten ergänzen.
Netzwerkanschlüsse und Gehäusedesign
Bei den Anschlüssen der WS300 fallen zwei 400-Gbps-QSFP112-Ports und ein 10-Gb-Ethernet-Anschluss auf. Die beiden Hochgeschwindigkeitsports werden über eine NVIDIA ConnectX-8 SuperNIC bereitgestellt. ServeTheHome berichtet, zwei DGX-Station-Systeme miteinander verbunden und eine Blackwell-Ultra-zu-Blackwell-Ultra-RDMA-Verbindung mit insgesamt 800 Gbps getestet zu haben. Das zeigt, dass das Netzwerk nicht nur als Anschluss für Peripheriegeräte dient, sondern auch eine wichtige Rolle bei der Skalierung für größere Modelle und mehrere Nutzer spielt.
Die USB-Anschlüsse unterstützen 10 Gbps. Laut Test erreichen sie damit nicht die Übertragungskapazität der QSFP112-Netzwerkverbindungen. Da die vier USB-A-Ports auf der Rückseite über einen USB-Hub laufen, sollte man nicht davon ausgehen, dass jeder Port gleichzeitig 10 Gbps liefert.
Der Tower ist etwa 53 cm hoch und 57 cm tief und wiegt rund 30 kg. MSI hat den vorderen Gehäusebereich für eine bessere Luftzufuhr offen gestaltet und setzt bei der Kühlung auf ein umfangreiches geschlossenes Flüssigkeitskühlsystem. Dem Test zufolge handelt es sich nicht um einen leichten Desktop-PC, der unter den Schreibtisch passt, sondern um eine Workstation, die für die Aufstellung auf dem Boden geeignet ist.
Stromversorgung und Kühlung planen
Das Gerät verfügt über ein 1.600-W-Netzteil mit 80 PLUS Platinum. ServeTheHome weist auf den hohen Stromverbrauch der DGX-Station-Systeme mit GB300 hin. Für die WS300 nennt der Test einen 20-A-Stromkreis und ein leistungsstarkes C19-Netzkabel in Nordamerika. Wer eine Installation in der Türkei plant, sollte daher die Kompatibilität der elektrischen Infrastruktur und des Stromanschlusses unter den örtlichen Bedingungen gesondert prüfen. Der Test nennt keinen vollständigen Verkaufspreis, ordnet das System aber einer Preisklasse von über 100.000 US-Dollar zu.
Auswirkungen auf Architektur- und Visualisierungs-Workflows
Die WS300 ist nicht als direkte Lösung für Architekturmodellierung oder herkömmliches GPU-Rendering zu betrachten, sondern für lokale KI-Modelle und Entwicklungsaufgaben. Für Teams, die mit großen Datensätzen arbeiten, Modelle über das Netzwerk gemeinsam nutzen oder KI-Anwendungen auf lokaler Hardware testen, können die hohe Speicherkapazität und die schnellen Netzwerkverbindungen interessant sein. Optionale RTX-PRO-Karten können die Grafikleistung erweitern; die Quelle nennt jedoch weder Kompatibilitäts- noch Leistungswerte für bestimmte Render-Anwendungen.
Architekturbüros und Visualisierungsteams sollten vor einer Entscheidung neben den Gesamtkosten auch Stromversorgung, Kühlung, Platzbedarf und Softwarekompatibilität prüfen. Bevor ein Kauf beschlossen wird, müssen die Anforderungen an den Stromanschluss in der Türkei, die Frage, ob eine RTX-PRO-Karte in der Konfiguration enthalten ist, und die Kompatibilität mit den eingesetzten Programmen geklärt werden.
Quellen
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Der praktische Nutzen der WS300 für Architekturbüros zeigt sich vor allem in Szenarien, in denen eine leistungsstarke lokale KI-Infrastruktur tatsächlich benötigt wird. Die hohe Speicherkapazität und die schnellen Netzwerkverbindungen sind beeindruckend; sie allein garantieren jedoch keine Beschleunigung bestehender Modellierungs- oder Rendering-Workflows.
Für Teams in der Türkei sind neben dem Preis auch die elektrische Infrastruktur, der Aufstellort, die Anforderungen der Flüssigkeitskühlung und die Kosten einer optionalen RTX-PRO-Karte entscheidend. Da der Test weder einen konkreten Verkaufspreis noch Leistungswerte für einzelne Anwendungen nennt, sollten Konfiguration und Softwarekompatibilität vor dem Kauf geklärt werden.
Häufige Fragen
Welche CPU und welchen Beschleuniger nutzt die MSI XpertStation WS300?
Die WS300 nutzt eine 72-Kern-NVIDIA-Grace-CPU und einen NVIDIA-Blackwell-Ultra-Beschleuniger.
Wie viel Speicher hat die MSI XpertStation WS300?
Laut Test verfügt das System über 496 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher und 252 GB HBM3E-GPU-Speicher.
Hat die WS300 eine Grafikkarte?
Der grundlegende Grafikausgang des Systems erfolgt über einen Mini DisplayPort, der mit dem Management-Controller verbunden ist. NVIDIA RTX PRO Blackwell 2000-, 4000- oder 6000-Karten sind optional erhältlich.



