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Revit-Ansichtsvorlagen und Forma-Projektvorlagen einrichten

Revit-Ansichtsvorlagen sorgen für einheitliche Grafikeinstellungen in unterschiedlichen Zeichnungs- und Präsentationsansichten. Autodesk-Forma-Projektvorlagen erleichtern es, gemeinsame Werkzeug- und Workflow-Einstellungen in neuen Projekten zu verwenden.

Architekturprojekt mit einheitlich gestalteten Grundriss- und PräsentationszeichnungenKI-Bild
Symbolbild, mit KI erzeugt.Bild: 3dsınıfı / FCA AI

Kurz gesagt

  1. In der Revit-2021-Dokumentation werden Ansichtsvorlagen erläutert, mit denen sich Sichtbarkeits- und Grafikeinstellungen auf mehrere Ansichten anwenden lassen.
  2. In Revit können Vorlagen über die Registerkarte View verwaltet oder einem Ansichtstyp zugewiesen werden, damit sie automatisch für neue Ansichten gelten.
  3. Autodesk-Forma-Projektvorlagen lassen sich leer oder auf Grundlage eines vorhandenen Projekts erstellen.
  4. In Forma-Build-Vorlagen können Werkzeuge wie Berechtigungen, Formulare, RFI-Einstellungen und Berichte konfiguriert werden.

In den Autodesk-Hilfedokumenten zu Revit 2021 und Revit 2024 werden Ansichtsvorlagen als Möglichkeit beschrieben, Sichtbarkeits- und Grafikeinstellungen von Modellansichten einheitlich zu verwalten. Autodesk-Forma-Projektvorlagen helfen Administratoren dabei, mehrere Projekte mit ähnlichen Einstellungen zu erstellen. Dieser Leitfaden behandelt die grundlegenden Schritte – von der Organisation von Zeichnungs-, Präsentations- und Koordinationsansichten in Revit bis zur Vorbereitung gemeinsamer Konfigurationen für neue Projekte in Forma.

Was standardisiert eine Revit-Ansichtsvorlage?

Mit Ansichtsvorlagen lassen sich viele Sichtbarkeits- und Grafikeigenschaften einer Ansicht gemeinsam anwenden. Die Einstellungen werden auf Projektebene verwaltet. Wird dieselbe Vorlage mehreren Ansichten zugewiesen, erhalten diese ein einheitliches Erscheinungsbild. So kann beispielsweise eine Vorlage dafür sorgen, dass Geschosspläne in einem Ausführungsprojekt gleich aussehen. Änderungen an der Vorlage wirken sich auf die damit verknüpften Ansichten aus.

Die Arbeit wird einfacher, wenn man sich beim Erstellen einer Vorlage auf einen bestimmten Einsatzzweck konzentriert. Zu den Beispielen von Autodesk zählen Ausführungsdokumentation, Präsentationen, Koordination und Arbeitsansichten. Im Büroalltag hilft diese Unterscheidung dabei, die Einstellungen für verschiedene Ausgabearten getrennt zu verwalten.

Vorlagen in Revit erstellen und anwenden

  1. Eine Beispielansicht vorbereiten. Richten Sie die gewünschten Sichtbarkeits- und Grafikeinstellungen in einer Ansicht ein. Sie dient als Ausgangspunkt und macht anschaulich, welches Ergebnis die Vorlage erzielen soll.

  2. Die Vorlage erstellen. Verwenden Sie im Dropdown-Menü View Templates auf der Registerkarte View den Befehl Create Template from Current View. Damit erhalten Sie eine Vorlage, die auf den Einstellungen der aktuellen Ansicht basiert.

  3. Die Vorlage bei Bedarf bearbeiten. Über Manage View Templates im selben Menü können Sie auf Projektvorlagen zugreifen, deren Eigenschaften ändern und neue Vorlagen erstellen. Prüfen Sie hier, welche Ansichtseigenschaften von der Vorlage gesteuert werden. Autodesk weist darauf hin, dass sich auch weitere Ansichtseigenschaften wie Maßstab, Schatten und Phasenstatus in die Vorlage aufnehmen lassen.

  4. Einer vorhandenen Ansicht zuweisen. Wählen Sie in der Properties Palette unter View Template eine Vorlage aus oder wenden Sie sie mit Apply Template Properties to Current View auf die aktuelle Ansicht an. Aufgelistet werden Vorlagen, die zum Ansichtstyp passen. Wird die gesuchte Vorlage nicht angezeigt, prüfen Sie den Ansichtstyp.

  5. Automatisch auf neue Ansichten anwenden. Im Abschnitt Identity Data eines Ansichtstyps lässt sich eine Vorlage zuweisen. Wird eine neue Ansicht dieses Typs erstellt, wird die Vorlage automatisch angewendet. So muss sie nicht für jede neue Ansicht separat ausgewählt werden.

  6. Die Abhängigkeit passend zum Bedarf festlegen. Wird die Vorlage abhängig vom Ansichtstyp zugewiesen, sind die Einstellungen in der Ansicht gesperrt; zum Ändern muss die Vorlage entfernt werden. Berücksichtigen Sie bei der Auswahl, wie stark die aktuelle Ansicht von der Vorlage gesteuert werden soll – und wägen Sie den Erhalt von Standards gegen den Bedarf an individuellen Anpassungen ab.

Für eine schnelle Kontrolle einer Ansicht, die von einer Vorlage gesteuert wird, können Sie Temporary View Properties verwenden. Nach dem Aktivieren erscheint ein violetter Rahmen um die Ansicht. Sind die vorübergehenden Anpassungen abgeschlossen, wird der Modus über dieselbe Schaltfläche beendet und die Ansicht kehrt zu den Einstellungen der zugewiesenen Vorlage zurück. So sind kurzfristige Prüfungen oder Koordinationsarbeiten möglich, ohne die eigentliche Vorlage zu ändern.

Ansichtstypen und Bürostandard

Ansichtstypen helfen in Revit dabei festzulegen, wie neue Ansichten organisiert werden und mit welcher Vorlage sie beginnen. Im Beispiel aus der Revit-2024-Dokumentation von Autodesk wird ein vorhandener Ansichtstyp dupliziert, der neue Typ benannt und ihm eine Ansichtsvorlage zugewiesen. Ein Ansichtstyp für Fassadenansichten in der Ausführungsdokumentation und ein separater Typ für Kundenpräsentationen sind Beispiele dafür, wie sich der Projektbrowser übersichtlich organisieren lässt.

Eine Vorlage wird möglicherweise nicht automatisch auf eine bereits vorhandene Ansicht angewendet. In diesem Fall muss sie in den Eigenschaften der Ansicht separat zugewiesen werden. In den Videohinweisen von Autodesk steht, dass die Demonstration in Revit 2021 aufgezeichnet wurde und sich Benutzeroberfläche oder Funktionen in neueren Versionen unterscheiden können. Dieser Leitfaden behandelt die grundlegenden Konzepte der Revit-2021-Hilfeseite; prüfen Sie zusätzlich, wie die Menüs in Ihrer aktuellen Version aussehen.

Wenn Sie Vorlagen als Teil von Projektvorlagen speichern oder mit dem Werkzeug Transfer Project Standards in andere Projekte übertragen, kann das die Einheitlichkeit im gesamten Büro fördern. So müssen Ansichtsvorlagen für jedes neue Projekt nicht von Grund auf neu erstellt werden.

Autodesk-Forma-Projektvorlagen konfigurieren

Forma-Projektvorlagen ermöglichen es Administratoren, wiederkehrende Projekte mit ähnlichen Einstellungen zu starten. Laut Autodesk-Hilfeseite können Vorlagen leer oder auf Grundlage eines vorhandenen Projekts erstellt werden. Die ersten Schritte:

  1. Öffnen Sie in Hub Admin links das Werkzeug Project templates und wählen Sie Create project template.

  2. Wählen Sie entweder Create blank template oder Create template from existing project und fahren Sie mit Next fort. Wenn Sie von einem vorhandenen Projekt ausgehen, dienen dessen Konfigurationen als Grundlage.

  3. Benennen Sie die Vorlage und erstellen Sie sie mit Create template. Fügen Sie anschließend Vorlagenmitglieder hinzu und bearbeiten Sie den Inhalt.

  4. Veröffentlichen Sie die Vorlage, damit sie verwendet werden kann. Laut Autodesk ist eine veröffentlichte Vorlage für Projektmitglieder verfügbar, wenn diese ein neues Projekt erstellen. Bei Bedarf kann sie später zurückgezogen, archiviert oder aus dem Archiv wiederhergestellt werden.

Öffnen Sie die Vorlage in Forma Build und wechseln Sie über die Produktauswahl zum Bereich Build. Im linken Bereich können Sie das zu konfigurierende Werkzeug auswählen. In der Dokumentation sind Sheets, Files, Issues, Forms, RFIs, Submittals, Assets und Reports aufgeführt. Für Forms lassen sich beispielsweise Formularvorlagen erstellen oder aus früheren Build-Projekten sowie aus PlanGrid- und BIM 360 Field Management-Quellen importieren. Für Issues können Typen, benutzerdefinierte Felder, Ursachen, Berechtigungen und Status konfiguriert werden; für RFI sind es Berechtigungen, Typen, benutzerdefinierte Felder und erweiterte Einstellungen.

Auch Berichtsvorlagen, Zeitpläne und Einstellungen lassen sich in einer Projektvorlage konfigurieren; die meisten Berichtseinstellungen werden in das neue Projekt übernommen. Autodesk weist jedoch darauf hin, dass einige Funktionen nicht unterstützt werden. Dazu zählen die Vorlage für den Asset-Detailbericht, die Option zum Speichern in Files und bestimmte Filter. Prüfen Sie daher vor der Veröffentlichung anhand der jeweiligen Forma-Hilfeseite, ob alle benötigten Werkzeuge unterstützt werden.

Häufige Fehler

  • Annehmen, dass eine Vorlage alle Ansichtseigenschaften steuert, ohne die kontrollierten Felder im Dialog für Ansichtseigenschaften zu prüfen.

  • Bei der Auswahl der Vorlagenabhängigkeit nicht berücksichtigen, ob später individuelle Anpassungen nötig sind.

  • Davon ausgehen, dass eine einem Ansichtstyp zugewiesene Vorlage automatisch auch für bereits vorhandene Ansichten gilt.

  • Annehmen, dass jede in Forma Build einer Vorlage hinzugefügte Einstellung in neue Projekte übernommen wird; einige Einstellungen werden nicht unterstützt.

  • Vergessen, die Forma-Vorlage nach der Vorbereitung zu veröffentlichen. Nicht veröffentlichte Vorlagen stehen nicht allgemein für die Erstellung neuer Projekte zur Verfügung.

Für Architektur- und Innenarchitekturbüros helfen Revit-Vorlagen dabei, Plan-, Schnitt- und Präsentationsansichten innerhalb eines Projekts einheitlich zu halten. Für Visualisierungsteams ermöglichen sie, Ansichten für unterschiedliche Zwecke voneinander abzugrenzen. Forma-Vorlagen sind relevant für Teams, die wiederkehrende Einstellungen von Projektmanagement-Werkzeugen standardisieren möchten. In Revit sind Versionsunterschiede der Benutzeroberfläche und die Vorlagenabhängigkeit wichtige Prüfpunkte; in Forma sind es die jeweiligen Einschränkungen der Werkzeuge und der Veröffentlichungsstatus. Da die Quellen für diese Funktionen weder Hardwareanforderungen noch Preise nennen, sollte für diese Punkte kein konkreter Wert angenommen werden.

Quellen

3 Quellen
H
help.autodesk.comhelp.autodesk.com/view/RVT/2021/ENU
Zusammenfassung
H
help.autodesk.comhelp.autodesk.com/view/RVT/2024/ENU
Zusammenfassung
H
help.autodesk.comhelp.autodesk.com/view/DOCS/ENU
Zusammenfassung

Quelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.

Die Einschätzung von 3dsınıfı
3dEinschätzung der Redaktion

Für Projektbüros in der Türkei liegt der größte praktische Vorteil von Ansichtsvorlagen darin, dass Ansichten für gleichartige Pläne und Präsentationen nicht immer wieder neu eingerichtet werden müssen. Einige klar definierte Anwendungsfälle zu Beginn sind hilfreicher, als unnötig viele Vorlagen zu erstellen.

In Forma ist die Möglichkeit wertvoll, Standards in verschiedene Projekte zu übernehmen. Dabei sollten jedoch die Veröffentlichung und die Einschränkungen der einzelnen Werkzeuge nicht übersehen werden. Die Dokumentation nennt für diese Workflows weder besondere Hardwareanforderungen noch Preise. Teams sollten die Benutzeroberfläche der aktuellen Version prüfen und Vorlagen im tatsächlichen Projektablauf testen, bevor sie sie im gesamten Büro einführen.

Häufige Fragen

Wie erstellt man eine Revit-Ansichtsvorlage?

Richten Sie eine Ansicht mit den gewünschten Einstellungen ein und wählen Sie auf der Registerkarte `View` im Menü `View Templates` den Befehl `Create Template from Current View`.

Kann eine Revit-Ansichtsvorlage automatisch auf neue Ansichten angewendet werden?

Ja. Sie können die Vorlage einem Ansichtstyp zuweisen; sie wird dann automatisch auf neue Ansichten dieses Typs angewendet.

Wie veröffentlicht man eine Autodesk-Forma-Projektvorlage?

Erstellen und bearbeiten Sie die Vorlage über das Werkzeug `Project templates` in `Hub Admin`. Nach der Veröffentlichung können Projektmitglieder sie beim Erstellen eines neuen Projekts verwenden.

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