Kurz gesagt
- Die Einstellungen für Dateispeicherorte in Revit öffnen Sie über Optionen auf der Registerkarte Datei.
- Projektvorlagen legen fest, welche Dateien im Dialogfeld Neues Projekt angezeigt werden.
- Wenn Sie den Stammordner für Punktwolken ändern, müssen vorhandene Verknüpfungen möglicherweise neu geladen werden.
- Autodesk empfiehlt bei der Zusammenarbeit, dass alle Nutzer die Punktwolken-Dateien lokal kopieren.
Was erfahren Sie in diesem Leitfaden?
Bevor Sie ein Revit-Projekt im Team teilen, sollten Sie klären, wo die Dateien gespeichert sind und wie Teammitglieder verknüpfte Ressourcen finden. Laut der Revit-Hilfe 2026 von Autodesk lassen sich in den Einstellungen für Dateispeicherorte Pfade für Projektvorlagen, Benutzerdateien, Familienvorlagen und Punktwolken festlegen. Dieser Leitfaden hilft Ihnen, die Einstellungen zu prüfen und eine Checkliste für die Vorbereitung der Teamarbeit zu erstellen.
Gerade bei Projekten mit Punktwolken reicht es möglicherweise nicht aus, nur den Speicherort der Modelldatei zu kennen. Revit speichert den Pfad zu Punktwolken-Dateien relativ zum festgelegten Stammordner. Für die Zusammenarbeit empfiehlt Autodesk, dass jeder Nutzer die Punktwolken-Dateien auf den eigenen Computer kopiert und der relative Pfad der lokalen Kopien bei allen im Team gleich bleibt.
In diesem Beitrag wird weder Schritt für Schritt erklärt, wie Sie Worksharing aktivieren, noch wie Sie ein Zentralmodell erstellen. Die entsprechenden Autodesk-Lernseiten geben an, dass diese Themen behandelt werden und die Arbeit mit Zentral- und lokalen Dateien umfassen. Die bereitgestellten Seiteninhalte enthalten jedoch keine detaillierte Klickfolge für diese Vorgänge. Die folgenden Schritte konzentrieren sich auf die in der offiziellen Hilfe ausführlich beschriebenen Dateispeicherorte und den Arbeitsablauf mit Punktwolken.
Voraussetzungen und Vorbereitung
Software: Revit. Die Erläuterungen zu Dateispeicherorten finden Sie in der Revit-Hilfe 2026. Gehen Sie nicht davon aus, dass Benutzeroberfläche oder Verhalten in anderen Versionen identisch sind. Prüfen Sie die Hilfe für Ihre Version.
Projektinformationen: Legen Sie gemeinsam im Team fest, welche Projektvorlage und Familienvorlagen verwendet werden und ob Punktwolken-Dateien zum Einsatz kommen.
Abstimmung im Team: Wenn lokale Kopien der Punktwolken verwendet werden, vereinbaren Sie im Voraus eine einheitliche Ordnerstruktur, damit alle Teammitglieder denselben relativen Pfad verwenden können.
Konto und Lizenz: Die geprüften Quellen machen keine Angaben zu Konto- oder Lizenzbedingungen. Daher wird hier keine Kontoanforderung vorausgesetzt.
Notieren Sie vor Beginn die aktuellen Einstellungen und Speicherorte der Projektdateien. Wenn Sie den Stammordner ändern, müssen bereits verknüpfte Punktwolken möglicherweise neu geladen werden. Es ist daher sicherer, die Änderung gemeinsam im Team zu planen, statt sie nur auf einem Computer vorzunehmen und anzunehmen, dass alle anderen dieselbe Einstellung verwenden.
Dateispeicherorte prüfen
Die Registerkarte „Dateispeicherorte“ aufrufen. Öffnen Sie in Revit die Registerkarte Datei, wählen Sie Optionen und wechseln Sie zur Registerkarte Dateispeicherorte. Laut Autodesk-Hilfe finden Sie dort unter anderem Einstellungen für Projektvorlagendateien, den Standardpfad für Benutzerdateien, den Standardpfad für Familienvorlagen, den Stammordner für Punktwolken und Workflow-Dateien für Systemanalysen.
Projektvorlagen prüfen. In diesem Feld legen Sie fest, welche Vorlagendateien beim Erstellen eines neuen Modells im Dialogfeld Neues Projekt angezeigt werden. Prüfen Sie, ob die im Team verwendete Startvorlage am richtigen Speicherort liegt und die erwarteten Vorlagen in der Liste erscheinen. Dieser Schritt dient der Vorbereitung und soll verhindern, dass Projekte mit unterschiedlichen Ausgangsdateien begonnen werden. Die Inhalte der Vorlagen oder Projektstandards werden dadurch nicht automatisch angeglichen.
Den Standardpfad für Benutzerdateien prüfen. Diese Einstellung legt den Standardspeicherort für die aktuelle Datei fest. Laut Autodesk zeigt Revit beim Öffnen oder Speichern einer Datei standardmäßig den festgelegten Ordner an. Die Arbeitsweisen der Teammitglieder können unterschiedlich sein. Interpretieren Sie diese Einstellung daher nicht als Speicherort für gemeinsame Projektdateien. Achten Sie darauf, dass die individuellen Speicherpräferenzen nicht mit dem Team-Workflow verwechselt werden.
Den Pfad für Familienvorlagen prüfen. In diesem Feld legen Sie den Pfad für Vorlagen und Bibliotheken fest. In der Hilfe wird für die standardmäßigen Familienvorlagen von Revit folgender Installationspfad angegeben:
%ALLUSERSPROFILE%\Autodesk\RVT 2026\Family Templates. Wenn Ihre Organisation eine andere Bibliothek verwendet, können Sie über Places auf der Registerkarte Dateispeicherorte zusätzliche unternehmensspezifische Bibliotheken hinzufügen. Klären Sie im Team, welche Struktur in Ihrer Organisation verwendet wird. Die Quelle macht keine näheren Angaben zum Inhalt oder zur Bereitstellung von Unternehmensbibliotheken.Den Stammordner für Punktwolken festlegen. Bei der Installation von Revit wird ein Stammordner festgelegt, der sich jedoch ändern lässt. Die im Dialogfeld Manage Links für Punktwolken-Dateien angezeigte Information Saved Path wird relativ zu diesem Stammordner gespeichert. Prüfen Sie bei bestehenden Projekten die verknüpften Dateien und die von den Teammitgliedern verwendeten Speicherorte, bevor Sie den Stammordner ändern. Autodesk weist darauf hin, dass zuvor verknüpfte Punktwolken-Dateien nach der Änderung möglicherweise neu geladen werden müssen.
Die Punktwolken-Ordnerstruktur im Team abstimmen. Im von Autodesk empfohlenen Workflow für die Zusammenarbeit kopiert jeder Nutzer die Punktwolken-Dateien lokal. Solange der relative Pfad der lokalen Kopien bei allen Nutzern gleich bleibt, bleibt die Verknüpfung beim Synchronisieren der Teammitglieder mit dem Zentralmodell gültig. In manchen Fällen kann es einfacher sein, die Dateien im Stammverzeichnis abzulegen; welche Methode passt, hängt von der Projektstruktur ab. Entscheidend ist eine gemeinsame Vereinbarung, die verhindert, dass alle unterschiedliche relative Pfade verwenden.
Bei Bedarf die Systemanalyse-Dateien prüfen. Auf der Registerkarte Dateispeicherorte gibt es auch eine Einstellung für Workflow-Dateien zur Systemanalyse mit OpenStudio. Autodesk gibt an, dass Standarddateien für die jährliche Gebäudesimulation des Energieverbrauchs sowie für die Last- und Dimensionierung von HLK-Systemen bereitgestellt werden. Wenn diese Workflows nicht verwendet werden, müssen Sie diesen Bereich bei der Teamvorbereitung nicht zwingend ändern.
Häufige Fehler
Annehmen, dass vorhandene Verknüpfungen nach einer Änderung des Stammordners automatisch wieder funktionieren: Autodesk weist darauf hin, dass bereits verknüpfte Punktwolken-Dateien möglicherweise neu geladen werden müssen.
Zulassen, dass die lokalen Dateien bei jedem Nutzer in unterschiedlichen relativen Pfaden liegen: Im empfohlenen Workflow ist es wichtig, dass der relative Pfad bei allen Teammitgliedern gleich bleibt, damit die Verknüpfung beim Synchronisieren mit dem Zentralmodell gültig bleibt.
Den Standardpfad für Benutzerdateien mit einem gemeinsamen Speicherort verwechseln: In der Hilfe wird diese Option als Standardspeicherort für die aktuelle Datei beschrieben, nicht als Einstellung, die sämtliche Regeln für die gemeinsame Dateinutzung festlegt.
Annehmen, dass der Vorlagenpfad allein die Projektstandards festlegt: Mit dieser Einstellung wählen Sie die Vorlagendateien aus, die im Dialogfeld „Neues Projekt“ angezeigt werden. Welche Vorlage das Team verwenden soll, muss zusätzlich vereinbart werden.
Versionsunterschiede außer Acht lassen: Die Erläuterungen zu den Dateipfaden in diesem Beitrag stammen aus der Revit-Hilfe 2026. Die Quellen bestätigen nicht, dass dieselben Schritte und dasselbe Verhalten auch für andere Versionen gelten.
Nächste Schritte
Halten Sie nach der Abstimmung der Dateipfade schriftlich fest, welche Projektvorlage im Team verwendet wird und wie die Punktwolken-Dateien lokal bereitgestellt werden. Wenn ein neues Teammitglied zum Projekt hinzukommt, prüfen Sie, ob es denselben relativen Pfad verwendet. Falls der Stammordner für Punktwolken geändert wird, berücksichtigen Sie bei der Planung, dass vorhandene Verknüpfungen möglicherweise neu geladen werden müssen.
Wer Worksharing einrichten oder lernen möchte, wie man mit Zentral- und lokalen Dateien arbeitet, kann die Autodesk-Schulungen „Worksharing in a Revit project“ und „Enabling worksharing and sharing project files“ nutzen. Auf den Seiten zu diesen Schulungen finden sich Themenübersichten und Angaben zur Dauer. Die hier bereitgestellten Inhalte enthalten jedoch keine ausführlichen Einrichtungsschritte aus den Schulungen. Die Vorbereitung der Dateipfade sollte daher nicht mit der vollständigen Einrichtung von Worksharing gleichgesetzt werden.
Für Architektur- und Innenarchitekturbüros liegt der praktische Nutzen darin, dass verknüpfte Ressourcen ebenso planbar werden wie das Modell selbst. Besonders bei Teams, die mit Punktwolken arbeiten, kann ein einheitlicher relativer Pfad der lokalen Kopien dazu beitragen, dass die Verknüpfungen bei allen Teammitgliedern konsistent funktionieren. Die Notwendigkeit, die von allen verwendeten Vorlagen und Dateispeicherorte abzustimmen, entfällt dadurch jedoch nicht.
Quellen und Lizenz
Dieser Leitfaden wurde auf Grundlage der Seite „Options Dialog: File Locations Tab“ in der offiziellen Revit-Hilfe 2026 von Autodesk sowie der Autodesk-Learn-Schulungsseiten „Worksharing in a Revit project“ und „Enabling worksharing and sharing project files“ ins Deutsche übertragen und angepasst. Alle Quellen wurden unter einer freien Lizenz bereitgestellt. Die Beschreibungen der Schulungsseiten nennen Worksharing und Zentral-/lokale Dateien als Themen. Da diese Texte keine detaillierten Anwendungsschritte enthalten, wurden solche Schritte in diesem Leitfaden nicht erfunden.
Quellen
3 QuellenQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Für Architektur- und Innenarchitekturbüros in der Türkei ist diese Vorbereitung besonders wertvoll, wenn sie dafür sorgt, dass alle Teammitglieder bei Projekten mit Punktwolken dieselbe Verknüpfungsstruktur verwenden. Beim Ansatz mit lokalen Kopien ist es wichtig, die Speicherorte der Dateien abzustimmen. Daher empfiehlt es sich, vor der Umsetzung einen kurzen Teamstandard festzulegen.
Die Quellen enthalten keine Angaben zu Hardwareanforderungen, Preisen oder Lizenzbedingungen. Deshalb lassen sich daraus keine Rückschlüsse auf Kosten oder Computerleistung ziehen. Es ist wichtig, die Revit-Version und vorhandene Verknüpfungen gesondert zu prüfen, um die Auswirkungen von Einstellungsänderungen auf den Projektablauf zu begrenzen.
Häufige Fragen
Wo stellt man in Revit die Dateipfade für Projekt- und Familienvorlagen ein?
Öffnen Sie über die Registerkarte Datei den Bereich Optionen und wechseln Sie zur Registerkarte Dateispeicherorte. Dort können Sie Pfade für Projektvorlagendateien und Familienvorlagen festlegen.
Was passiert, wenn man in Revit den Stammordner für Punktwolken ändert?
Vorhandene Verknüpfungen müssen möglicherweise neu geladen werden. Für die Zusammenarbeit empfiehlt Autodesk, dass die lokalen Kopien der Punktwolken-Dateien bei allen Teammitgliedern denselben relativen Pfad verwenden.
Wird in diesem Leitfaden die Einrichtung von Revit Worksharing erklärt?
Nein. Der Leitfaden konzentriert sich auf Dateispeicherorte und Pfade für Punktwolken. Die Autodesk-Schulungsseiten stellen das Thema Worksharing vor, enthalten aber in den hier bereitgestellten Inhalten keine detaillierten Einrichtungsschritte.



