Kurz gesagt
- Der Light-Mix-Kanal oder das Render-Element muss vor dem Rendern zur Szene hinzugefügt werden.
- Nach dem Rendern wird im V-Ray Frame Buffer Light Mix als Quelle eingestellt. Dort lassen sich Lichter ein- und ausschalten sowie Farbe und Intensität anpassen.
- Die Blender-Dokumentation empfiehlt, die Lichter vor dem Rendern auf neutrales Weiß und eine hohe Intensität einzustellen.
- Laut der Cinema 4D-Dokumentation können Lichter mit identischem Namen gespeicherte Light-Mix-Ergebnisse überschreiben.
V-Ray Light Mix ist ein Werkzeug, mit dem sich die Wirkung von Lichtern und selbstleuchtenden Materialien in einer Szene nach dem Rendern direkt im V-Ray Frame Buffer (VFB) anpassen lässt. Im Workflow, der in der Chaos-Dokumentation zu V-Ray for Blender und V-Ray for Cinema 4D beschrieben wird, können Farbe und Intensität der Lichter geändert sowie Lichter ein- und ausgeschaltet werden. Damit die Funktion genutzt werden kann, muss der Light-Mix-Kanal oder das Render-Element vor dem Rendern zur Szene hinzugefügt werden. Die Dokumentationsseiten nennen keine bestimmte Softwareversion; die folgenden Schritte decken die für beide Anwendungen beschriebenen Abläufe ab.
Was bietet Light Mix?
Mit Light Mix lässt sich die Beleuchtung über die Steuerelemente im VFB anpassen, ohne die Parameter der einzelnen Lichter direkt aufrufen zu müssen. Änderungen sind während oder nach dem Rendern möglich. Verschiedene Beleuchtungsvarianten lassen sich vergleichen, als Voreinstellungen speichern und später erneut laden. So können die einzelnen Beiträge der Lichter in derselben Szene untersucht werden.
Die Blender-Dokumentation empfiehlt, die Lichter vor dem Rendern auf neutrales Weiß einzustellen und ihre Intensität zu erhöhen. Wird mit geringer Lichtintensität gerendert und diese anschließend in Light Mix erhöht, kann das Bild verrauschen. Light Mix sollte daher nicht als Lösung betrachtet werden, mit der sich jedes Ergebnis nachträglich durch ursprünglich zu schwache Beleuchtung retten lässt.
Einrichtung: Blender und Cinema 4D
Light-Mix-Kanal oder -Element hinzufügen. In Blender verwenden Sie den Pfad
View Layer Properties > Render Channels > Light Mix. Die Dokumentation zeigt außerdem den PfadWorld Tree > Add > Render Channels > V-Ray Light Mix. In Cinema 4D fügen Sie das Element überV-Ray > Render Elements > Add LightMixhinzu.Lichter vor dem Rendern überprüfen. Für Blender empfiehlt Chaos, die Lichter auf neutrales Weiß und eine hohe Intensität einzustellen. Da die Dokumentation keinen konkreten Intensitätswert nennt, sollten Sie keinen festen Wert annehmen, sondern die Lichteinstellungen der jeweiligen Szene prüfen.
Szene rendern. Damit Light Mix funktioniert, muss der Kanal oder das Element bereits vor dem Rendern hinzugefügt worden sein. Öffnen Sie anschließend den V-Ray Frame Buffer.
Im VFB die Light-Mix-Quelle auswählen. In Blender wird die Quelle beim Start des Renderings automatisch auf Light Mix umgestellt. In Cinema 4D stellen Sie im Bereich
Layersdes VFB das FeldSourceaufLightMix.Beleuchtung anpassen und bei Bedarf speichern. Schalten Sie die gewünschten Lichter ein oder aus und ändern Sie die Ansicht mithilfe des Intensitätsmultiplikators und des Farbfelds. Über
Savekönnen Sie eine Voreinstellung speichern, überLoadeine zuvor gespeicherte Einstellung laden.
| Einstellung | Empfohlener Wert | Wirkung |
|---|---|---|
| Lichtfarbe vor dem Rendern in Blender | Neutrales Weiß | Schafft eine Ausgangsbasis für spätere Farbanpassungen in Light Mix. |
| Lichtintensität vor dem Rendern in Blender | Hoch | Wird in der Dokumentation empfohlen, um das Rauschen zu vermeiden, das entstehen kann, wenn mit geringer Intensität gerendert und diese anschließend erhöht wird. |
| VFB-Quelle | LightMix | Ermöglicht die Anpassung der Lichter über die Light-Mix-Steuerelemente. |
| Gruppierung | Passend zur Szenenstruktur | Ermöglicht die Kontrolle der Lichtinformationen über separate Kanäle oder Gruppen. |
Lichter gruppieren und Änderungen auf die Szene übertragen
Mit der Gruppierungsoption wird festgelegt, wie die Beiträge der Lichter in Light Mix aufgeteilt werden. Die Blender-Dokumentation beschreibt die Optionen einzelne Lichter, gruppierte Lichter und manuelle Auswahl auf Basis der Light-Select-Elemente in der Szene. Bei gruppierten Lichtern bleiben Lichter, die keiner Gruppe zugewiesen sind, in eigenen Kanälen. Bei manueller Auswahl werden Lichter, die in keinem Light-Select-Element definiert sind, im Kanal Rest zusammengefasst.
Die Cinema 4D-Dokumentation nennt zusätzlich die Gruppierungsoptionen „instanced lights“ und „layers“. In beiden Anwendungen kann Light Mix die Kanäle Environment und Self Illumination automatisch erstellen. Sollen selbstleuchtende Materialien in den Steuerelementen verfügbar sein, können Sie die Option Separate Emissive Material verwenden. Laut Dokumentation umfasst diese Option die Materialtypen V-Ray Material und V-Ray Light Material, die eine Self-Illumination-Einstellung ungleich Schwarz verwenden.
Mit Reset im VFB werden Änderungen auf die Standardwerte zurückgesetzt. To Scene überträgt die Änderungen aus Light Mix in die Szene; in Blender sind jedoch Elemente im Kanal Rest von dieser Übertragung ausgenommen. Laut der Dokumentation beider Anwendungen ist die Übertragung in die Szene erst möglich, nachdem das Rendering beendet wurde. Wenn Sie das endgültige Erscheinungsbild in die Lichtparameter der Szene übernehmen möchten, führen Sie die Übertragung daher nach Abschluss des Renderings gesondert durch.
In Cinema 4D sollten Sie auch auf die Namen der Lichter achten. Chaos warnt in der Dokumentation, dass gespeicherte Light-Mix-Ergebnisse überschrieben werden können, wenn mehrere Lichter denselben Namen tragen. Prüfen Sie die Namen der Lichter in der Szene und vermeiden Sie doppelte Namen, damit Voreinstellungen konsistent bleiben.
Einsatz in Architektur und Visualisierung
Teams, die bei Innenraum-, Wohn- oder Gewerbevisualisierungen verschiedene Beleuchtungsvarianten vergleichen möchten, können die Lichter mit Light Mix direkt im VFB anpassen. Um beispielsweise die Wirkung eines Lichts ein- oder auszuschalten oder seine Farbe zu ändern, müssen nicht jedes Mal die Parameter des betreffenden Lichts aufgerufen werden. Das erleichtert den Vergleich von Designvarianten und die Überprüfung der Beleuchtung in derselben Szene. Die Quellen nennen allerdings keine Angaben dazu, in welchem Umfang sich dadurch die Renderzeit verkürzt.
In Büros hilft eine zur Szenenstruktur passende Gruppierung dabei, nachzuvollziehen, welches Licht oder welche Gruppe geändert wurde. Da eine nachträgliche Erhöhung der Intensität nach einem Rendern mit geringer Intensität in Blender Rauschen verursachen kann, sollten die Lichtwerte vor dem Rendern geprüft werden. In Cinema 4D ist außerdem zu berücksichtigen, dass Lichter mit identischen Namen gespeicherte Ergebnisse beeinflussen können. Die Dokumentationen machen keine Angaben zu Hardwareanforderungen, Lizenztyp oder Kompatibilität mit bestimmten Versionen. Prüfen Sie daher vor der Integration in den Workflow, ob die Funktion in der verwendeten Installation verfügbar ist.
Häufige Fehler
Light Mix erst nach dem Rendern hinzufügen: Fügen Sie den Kanal oder das Element vor dem Rendern zur Szene hinzu.
Mit geringer Intensität rendern und das Licht anschließend verstärken: Laut Blender-Dokumentation kann dabei Rauschen entstehen. Prüfen Sie die Ausgangseinstellungen.
Annehmen, dass
To Scenealle Elemente überträgt: In Blender sind Elemente im KanalRestvon der Übertragung ausgenommen.Doppelte Lichtnamen in Cinema 4D verwenden: Identische Namen können gespeicherte Light-Mix-Ergebnisse überschreiben.
Eine falsche Quelle im VFB verwenden: Für die Light-Mix-Steuerelemente muss die Quelle
LightMixsein. Im Blender-Workflow wird die Quelle beim Start des Renderings automatisch umgestellt.
Quellen
2 QuellenQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Für Architektur- und Visualisierungsbüros in der Türkei liegt der praktische Vorteil von Light Mix darin, Beleuchtungsvarianten derselben Szene direkt im VFB beurteilen zu können. Besonders bei Innenraumpräsentationen kann das Ein- und Ausschalten von Lichtern und das Ändern ihrer Farben den Vergleich von Alternativen flexibler machen.
Die Funktion macht korrekte Ausgangseinstellungen jedoch nicht überflüssig: Die Blender-Dokumentation weist darauf hin, dass eine Erhöhung der Intensität nach einem Rendern mit geringer Intensität Rauschen verursachen kann. Teams sollten außerdem in Cinema 4D die Lichtnamen überprüfen und sicherstellen, dass die Funktion in ihrer Installation verfügbar ist. Da die Dokumentationen keine Angaben zu Lizenz- und Hardwareanforderungen machen, sollten hierzu keine Annahmen getroffen werden.
Häufige Fragen
Wie wird V-Ray Light Mix aktiviert?
Der Light-Mix-Kanal oder das Render-Element wird vor dem Rendern zur Szene hinzugefügt. Nach dem Rendern wird im V-Ray Frame Buffer Light Mix als Quelle ausgewählt. In Blender wird die Quelle beim Start des Renderings automatisch umgestellt.
Können Änderungen in Light Mix auf die Lichter der Szene übertragen werden?
Ja. Nach dem Ende des Renderings kann `To Scene` verwendet werden. In Blender sind Elemente im Kanal `Rest` von der Übertragung ausgenommen.
Welche Fehler sollte man bei der Verwendung von Light Mix vermeiden?
Laut Blender-Dokumentation kann Rauschen entstehen, wenn mit geringer Lichtintensität gerendert und diese anschließend erhöht wird. In Cinema 4D können Lichter mit identischen Namen gespeicherte Ergebnisse überschreiben.



