Kurz gesagt
- Der zuvor ungenutzte 3.400 m² große Keller eines ehemaligen Ost-Berliner Kraftwerks wurde erstmals für die Öffentlichkeit geöffnet.
- Office ParkScheerbarth entwickelte gemeinsam mit Tresor-Gründer Dimitri Hegemann ein dauerhaftes Living-Archive-Konzept für die Techno-Kultur.
- Die Ausstellung „Dancefloors After 1989“ lief fünf Wochen und erprobte das Konzept im Maßstab 1:1.
- Das Büro entwarf die Ausstellung und kümmerte sich um das Genehmigungsverfahren.
In Berlin wurde erstmals ein 3.400 m² großer, ungenutzter Keller unter einem ehemaligen Ost-Berliner Kraftwerk für die Öffentlichkeit geöffnet. Dies geschah im Rahmen des dauerhaften Living-Archive-Konzepts für Techno-Kultur. Das Berliner Office ParkScheerbarth entwickelte die Archividee gemeinsam mit Dimitri Hegemann, dem Gründer des Tresor. Die dort gezeigte Ausstellung „Dancefloors After 1989“ lief fünf Wochen und ermöglichte es, das Konzept im Maßstab 1:1 zu erproben. Die Projektinformationen wurden am 18. Oktober 2026 veröffentlicht.
Ungenutzter Keller für die Öffentlichkeit geöffnet
Im Mittelpunkt des Projekts steht der zuvor ungenutzte Kellerbereich des ehemaligen Kraftwerks. Die Quelle beziffert seine Fläche mit 3.400 m² und hält fest, dass der Raum erstmals öffentlich zugänglich gemacht wurde. Welche Bau-, Sanierungs- oder Anpassungsarbeiten im Keller ausgeführt wurden, wird jedoch nicht erläutert. Das Projekt lässt sich daher als Öffnung eines Bestandsraums für eine kulturelle Nutzung beschreiben; zu den konkreten technischen Eingriffen in das Gebäude liegen keine Angaben vor.
Das Living Archive wird als dauerhaftes Archivkonzept mit Schwerpunkt auf Techno-Kultur beschrieben. Hegemann soll die Idee erstmals 2015 vorgestellt haben. Die Quelle bestätigt allerdings nicht, dass das Archiv fertiggestellt und in Betrieb genommen wurde; sie informiert über das Konzept und die in diesem Zusammenhang veranstaltete Ausstellung.
Ausstellung erprobte das Konzept vor Ort
„Dancefloors After 1989“ war eine Ausstellung, mit der sich die Living-Archive-Idee vor Ort im Maßstab 1:1 erproben ließ. Das Design der fünfwöchigen Präsentation verantwortete Office ParkScheerbarth. Das Büro erhielt auch die erforderliche Genehmigung für die Ausstellung. So wurde das Archivkonzept im Rahmen des Projekts mit einer zeitlich begrenzten Ausstellung praktisch erprobt.
Nach Angaben der Architekten kamen in der Ausstellung Materialien zum Einsatz, die das Gebäude selbst bereitstellte. Welche Materialien dies waren, wie sie genutzt oder auf welche Weise sie in Ausstellungselemente umgewandelt wurden, wird nicht genannt. Die Quelle lässt außerdem offen, ob sich die Ausstellung über die gesamte Fläche von 3.400 m² erstreckte.
Projektteam und nicht veröffentlichte Informationen
Moojin Park und Benjamin Scheerbarth sind in den Projektangaben als leitende Architekten aufgeführt. Die Ingenieur- und Beratungsleistungen werden hhp Berlin zugeschrieben, die Lichtplanung Lars Murasch. Die Zuständigkeiten der Teammitglieder und ihre Rollen bei einzelnen Entwurfsentscheidungen werden jedoch nicht näher beschrieben.
Auch zum Projektbudget, zum Zeitplan der Umsetzung, zum technischen Zustand des Kellers und zu den Besuchsbedingungen gibt es keine Angaben. Die Dauer von fünf Wochen bezieht sich auf die Ausstellung „Dancefloors After 1989“, nicht auf das dauerhafte Archiv. Wann und unter welchen Bedingungen das Archiv betrieben werden soll, wurde ebenfalls nicht mitgeteilt.
Bedeutung für Architektur-, Innenarchitektur- und Archviz-Teams
Das Living Archive zeigt, wie ein ungenutzter Gebäudebereich durch ein kulturelles Programm für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Für Architektur- und Innenarchitekturbüros, die an Umnutzungsprojekten arbeiten, ist es wichtig, die Eigenschaften des Bestands, die neue Funktion und das Genehmigungsverfahren gemeinsam zu betrachten. Im Projekt werden die Genehmigung und der Entwurf der Ausstellung zusammen genannt; technische Lösungen, Verfahren zur Einhaltung von Vorschriften oder bauliche Eingriffe werden jedoch nicht näher erläutert.
Archviz-Teams können das Projekt als Beispiel dafür betrachten, wie sich ein Bestandsgebäude mit einer neuen öffentlichen Nutzung verknüpfen lässt. Die Quelle enthält jedoch keine Angaben zu Zeichnungen, Modellierung, Rendering, Software, Hardware oder Lizenzen. Daher lassen sich daraus weder ein bestimmter Visualisierungs-Workflow noch technische Anforderungen ableiten. Für eine genauere Bewertung der Umsetzung bleiben Materialentscheidungen, technische Eingriffe und Nutzungsbedingungen offene Fragen.
Quellen
1 QuelleQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Das Besondere am Living Archive ist, dass ein lange ungenutzter, großzügiger Raum mit einem kulturellen Programm für die Öffentlichkeit geöffnet und die Archividee fünf Wochen lang mit einer Ausstellung vor Ort erprobt wurde. Für Büros in der Türkei zeigt das Beispiel, wie wichtig es ist, den Bestand und das Genehmigungsverfahren früh in die Entwurfsüberlegungen einzubeziehen, wenn eine neue Nutzung geplant wird.
Da Angaben zu Budget, technischen Eingriffen und Betriebsbedingungen fehlen, bietet das Projekt jedoch keine unmittelbar umsetzbare Blaupause. Büros und Visualisierungsteams sollten es als inspirierendes Fallbeispiel betrachten und Kosten, technische Anforderungen sowie Nutzungsgenehmigungen für ihre eigenen Projekte gesondert prüfen.
Häufige Fragen
Wo befindet sich das Living Archive in Berlin?
Das Projekt umfasst einen ungenutzten Keller unter einem ehemaligen Ost-Berliner Kraftwerk. Die Fläche wird mit 3.400 m² angegeben.
Ist das Living Archive fertiggestellt und für Besucher geöffnet?
Die Quelle berichtet, dass der Keller erstmals für die Öffentlichkeit geöffnet wurde, und beschreibt das Konzept eines dauerhaften Archivs. Sie bestätigt jedoch weder, dass das Archiv fertiggestellt wurde, noch dass es regelmäßig für Besucher zugänglich ist.
Wie lange lief die Ausstellung „Dancefloors After 1989“?
Die Ausstellung dauerte fünf Wochen und erprobte das Living-Archive-Konzept vor Ort im Maßstab 1:1.



