Kurz gesagt
- Interactive Rendering läuft vollständig auf der CPU und benötigt keine spezielle Hardware.
- Bei aktiviertem Force Path Tracing wird die UHD-Cache-Vorberechnung übersprungen, wodurch die Vorschau reaktionsschneller wird.
- Der Image Upscaling Factor senkt die Render-Auflösung und macht die Vorschau flüssiger.
- Render Selected (Pixel Mask) rendert nur die ausgewählten Objekte neu und spart dadurch Zeit.
Der Interactive-Rendering-Modus (IR) von Chaos Corona in 3ds Max und Cinema 4D aktualisiert Änderungen an der Szene sofort, ohne dass das Rendering neu gestartet werden muss. Laut der offiziellen Dokumentation von Chaos läuft dieser Modus vollständig auf der CPU und benötigt keine spezielle GPU; dadurch lassen sich Material-, Licht-, Kamera- und Geometrieeinstellungen live testen. Da bei Innenraumprojekten die meiste Zeit durch Testrenderings verloren geht, beschleunigt eine korrekt konfigurierte IR den gesamten Workflow.
Worauf im Performance-Tab zu achten ist
Die Einstellungen unter Render Setup › Performance › Interactive Rendering (in Cinema 4D: Render Settings › Performance settings tab › Interactive Rendering) beeinflussen die Reaktionsfähigkeit von IR direkt:
| Einstellung | Empfohlener Wert | Wirkung |
|---|---|---|
| Max Passes | 0 im Region-Modus | Sorgt dafür, dass neue oder geänderte Bereiche weiterhin gerendert werden |
| Force Path Tracing | Aktiviert | Überspringt die UHD-Cache-Vorberechnung und hält IR reaktionsschneller |
| Fast Preview Denoise During Render | Aktiviert | Ersetzt die verrauschte Vorschau durch ein qualitativ niedrigeres, aber rauschfreies Bild, um Licht schnell beurteilen zu können |
In der Cinema-4D-Version unterteilt sich Fast Preview Denoise in zwei Modi: Optix (nur auf NVIDIA-GPUs, wenn die optionale Komponente „NVIDIA AI Denoiser“ installiert ist) und Intel (langsamer, aber qualitativ hochwertiger; laut Dokumentation wird in Corona 11 der GPU-Modus nur unter Windows und nur auf NVIDIA-Karten unterstützt).
Vorschau mit den Systemeinstellungen flüssiger machen
Die Einstellungen unter Render Setup › System › System Settings › Interactive Rendering (in Cinema 4D: Preferences › Renderer › Corona › Interactive Rendering) bestimmen unmittelbar die Performance:
# Of Threads Override: 0 nutzt alle Kerne, -1 nutzt alle außer einem Kern. Wenn im Hintergrund andere Prozesse laufen sollen, empfiehlt sich -1 oder -2.
IR Subsampling: Laut Dokumentation legt diese Einstellung die Anzahl der pixelierten Passes fest und steuert, wie das Bild während IR schrittweise aufgebaut wird.
Image Upscaling Factor: Eine Erhöhung dieses Werts senkt die Render-Auflösung und macht IR reaktionsschneller; besonders nützlich bei hochauflösenden Displays.
Dissolve with previous Image: Wenn aktiviert, geht das neue Bild schrittweise in das alte über; wenn deaktiviert, erscheint das neue Bild erst nach einem vollständigen Pass.
Standardmäßig wird IR in Echtzeit mit dem NVIDIA AI Denoiser entrauscht; diese Funktion erfordert eine unterstützte GPU und wird bei der Installation automatisch erkannt.
Zeit sparen durch Rendern des ausgewählten Objekts
Render Setup › Scene › Render Selected (Pixel Mask) (in Cinema 4D: Render Settings › General Settings › Render Selected) spart Zeit, wenn nur ein oder wenige Objekte in der Szene geändert wurden, da die gesamte Szene nicht neu gerendert werden muss. Die ausgewählten Objekte erhalten korrekte Schatten, GI und Reflexionen von den übrigen Objekten und können so über oder in das vorherige vollständige Rendering eingefügt werden. Laut Dokumentation müssen auch andere Objekte in die Auswahl einbezogen werden, die vom GI-Bounce der neu gerenderten Objekte stark beeinflusst werden oder diese in Reflexion/Brechung zeigen – andernfalls werden sie nicht aktualisiert.
Einstellungen für Region-Rendering und Fokuspunkt
Im Virtual Frame Buffer (VFB) kann der „Region“-Modus ausgewählt und ein gewünschter Bereich aufgezogen werden, um nur diesen Bereich zu rendern; mit Strg+Ziehen wird der „Fuzzy Region“-Modus aktiviert, bei dem die Bereichsränder nahtlos mit dem Rest des Bildes verschmelzen. Der Fokuspunkt der Tiefenschärfe (DOF) lässt sich ebenfalls im VFB einstellen, indem der Pick-Modus aktiviert und mit Rechtsklick auf einen Punkt geklickt wird, oder während IR im aktiven Viewport läuft, durch Klick auf ein Objekt.
Häufige Fehler
Im Region-Modus den Max-Passes-Wert von 0 abweichend lassen; dadurch werden neue oder geänderte Bereiche nach Erreichen der maximalen Pass-Zahl nicht mehr gerendert.
Bei Render Selected benachbarte Objekte, die von GI oder Reflexion betroffen sind, nicht in die Auswahl einzubeziehen, was zu einer inkonsistenten Komposition führt.
Den Intel-Denoiser-Modus in Cinema 4D auf einem Nicht-Windows-System oder im GPU-Modus auf einer Nicht-NVIDIA-GPU auszuführen; laut Dokumentation wird dies nicht unterstützt.
Den Image Upscaling Factor zu hoch zu setzen, wodurch die Vorschauqualität unverständlich wird; der Wert sollte schrittweise erhöht werden.
Auswirkung auf den Innenraum- und Archviz-Workflow
Die CPU-basierte Struktur von IR, die keine spezielle Hardware benötigt, bietet einen Vorteil für Büros ohne leistungsstarke GPU; für den NVIDIA-AI-Denoiser und den Optix-Modus ist hingegen eine unterstützte NVIDIA-GPU erforderlich. Laut der offiziellen Seite von Chaos bietet die Live-Verbindung von Corona mit Vantage, die von der GPU-Render-Geschwindigkeit profitiert, eine Alternative zu IR für Echtzeit-Vorschauen; daher bestimmt die Verteilung von CPU- und GPU-Ressourcen im Büro, welcher IR-Modus gewählt werden sollte. Teams wird empfohlen, in der aktuellen Dokumentation zu prüfen, welche IR- und Denoiser-Optionen in ihrer jeweiligen 3ds-Max- oder Cinema-4D-Version unterstützt werden.
Quellen
3 QuellenQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
In vielen Büros in der Türkei, die Corona in 3ds Max oder Cinema 4D einsetzen, ist die CPU-basierte Funktionsweise von Interactive Rendering ein praktischer Vorteil für kleine und mittelgroße Studios, die noch nicht in eine GPU investiert haben. Besonders die korrekte Nutzung der Modi Render Selected und Region kann die bei Material- und Lichttests in Innenraumprojekten aufgewendete Zeit deutlich verkürzen.
Dennoch benötigen Büros, die die volle Leistung des NVIDIA-AI-Denoisers und des Optix-Modus ausschöpfen möchten, eine unterstützte NVIDIA-GPU; andernfalls müssen sie mit dem langsameren Intel-Denoiser-Modus arbeiten. Der häufige Fehler, GI-interagierende Objekte nicht in die Auswahl einzubeziehen, kann zu Fehlern führen, die erst kurz vor der Präsentation auffallen – daher wird empfohlen, dass Teams diese Einstellungen bereits in ihre Projektvorlagen integrieren.
Häufige Fragen
Benötigt Corona Interactive Rendering eine spezielle GPU?
Nein, laut Dokumentation läuft Interactive Rendering vollständig auf der CPU und benötigt keine spezielle Hardware; die standardmäßig aktivierte NVIDIA-AI-Denoiser-Funktion erfordert jedoch eine unterstützte GPU.
Wofür dient Render Selected (Pixel Mask)?
Es rendert in der Szene nur die ausgewählten Objekte neu – mit korrekten Schatten, GI und Reflexionen von den übrigen Objekten – und macht dadurch ein komplettes Neurendern der gesamten Szene überflüssig.
Auf welchen Systemen funktioniert der Intel-Denoiser-Modus in Cinema 4D?
Laut Dokumentation wird der Intel-AI-Denoiser in Corona 11 nur auf Windows-basierten Systemen unterstützt, und der GPU-Modus funktioniert nur mit NVIDIA-GPUs.



