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SketchUp Dynamic Components: Parametrische Komponenten in 5 Schritten

Mit SketchUps Dynamic Components lassen sich Komponentenverhalten über Attribute und Formeln definieren. Diese Anleitung erklärt die grundlegenden Einrichtungsschritte – von Maßbeschränkungen bis zu wiederholten Elementen.

Zeitgenössischer Innenraum mit gestalteten Holzmodulen, deren Maße angepasst werden könnenKI-Bild
Symbolbild, mit KI erzeugt.Bild: 3dsınıfı / FCA AI

Kurz gesagt

  1. Dynamic Components ist eine Funktion, die SketchUp Pro vorbehalten ist.
  2. Vordefinierte oder benutzerdefinierte Attribute lassen sich im Fenster Component Attributes hinzufügen.
  3. Formeln können Komponentenmaße und die Positionen von Unterkomponenten miteinander verknüpfen.
  4. Kopien sind im Outliner sichtbar; ihre einzelnen Werte lassen sich im Fenster Component Attributes nicht anzeigen.

Die offiziellen Hilfedokumente von SketchUp erläutern die Einrichtung von Dynamic Components – vom Hinzufügen von Attributen und dem Schreiben von Formeln bis hin zur Beschränkung von Komponententeilen beim Skalieren. Die Dokumente wurden am 29. September 2026 aktualisiert. Die Funktion ist nur in SketchUp Pro verfügbar. Die folgenden Beispiele beziehen sich auf die Zaunkomponente aus der Dokumentation; derselbe Ansatz lässt sich auch auf Architekturkomponenten übertragen, deren Maße kontrolliert geändert werden sollen. Die Dokumente nennen keine konkrete SketchUp-Versionsnummer.

1. Die Komponente in Unterelemente aufteilen

Erstellen Sie zunächst die Komponente, die dynamisch werden soll. Wenn beim Skalieren nicht alle Teile auf dieselbe Weise vergrößert oder verkleinert werden sollen, strukturieren Sie die Komponente in Unterkomponenten oder Gruppen. Im Beispiel von SketchUp besteht die Hauptkomponente Fence aus den Unterkomponenten Post, TopRail, BottomRail und Picket. Sowohl die Hauptkomponente als auch jede Unterkomponente haben einen eindeutigen Namen.

Es kann die Einrichtung der dynamischen Komponente erleichtern, wenn Sie sie am Ursprung der Achsen platzieren. Das ist keine zwingende Voraussetzung; in der offiziellen Dokumentation wird es als praktische Empfehlung genannt. Auch eine frühzeitige Benennung der Teile erleichtert es, nachzuvollziehen, welches Attribut welche Geometrie steuert.

2. Attribute hinzufügen

Wählen Sie die Komponente aus und öffnen Sie über die Dynamic-Components-Symbolleiste das Werkzeug Component Attributes. Alternativ können Sie Window > Component Attributes verwenden. Im Zaunbeispiel klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Komponente und wählen Dynamic Components > Component Attributes. Über die Plus-Schaltfläche wird die Liste der hinzufügbaren Attribute geöffnet.

Aus der Liste lässt sich ein vordefiniertes Attribut für häufig verwendete Verhaltensweisen auswählen. Alternativ können Sie am Ende der Liste über die Option für einen benutzerdefinierten Namen ein neues Attribut erstellen. Der benutzerdefinierte Name muss mit einem Buchstaben beginnen und darf keine Leerzeichen enthalten. Ein aussagekräftiger Name erleichtert es, die Komponenteneinstellungen später nachzuvollziehen. Benutzerdefinierte Attribute können umbenannt werden, vordefinierte nicht.

Für Positionen stehen die Attribute X, Y und Z zur Verfügung; für Längen LenX, LenY und LenZ; für Drehungen um die Achsen RotX, RotY und RotZ. Auch Hidden, Copies, Copy, Name, Summary, Description, ItemCode und Material gehören zu den in der Dokumentation erläuterten Attributen. Welche Attribute benötigt werden, hängt vom gewünschten Verhalten der Komponente ab – nicht jede Komponente braucht alle davon.

3. Werte und Formeln definieren

Sie können den Wert eines Attributs direkt in das Feld eingeben oder eine mit einem Gleichheitszeichen beginnende Formel eintragen. Wenn Sie die Formelansicht öffnen, können Sie den vollständigen Ausdruck im Feld prüfen. Über die Registerkarte Functions lässt sich eine Dynamic-Components-Funktion aus der Liste auswählen und einfügen. Im Menü Details können Sie außerdem festlegen, ob ein Wert für Benutzer sichtbar und als Listenauswahl verfügbar sein soll.

Im Zaunbeispiel wird das Feld LenY mit folgendem Ausdruck belegt, um die Länge der Hauptkomponente in Y-Richtung festzulegen:

Prompt
=4

Werte von Unterkomponenten lassen sich an die Hauptkomponente koppeln. Um beispielsweise die Z-Position des Teils TopRail anhand der Höhe der Komponente Fence zu berechnen, wird folgende Formel verwendet:

Prompt
=Fence!LenZ-9

Die Länge desselben Teils in X-Richtung lässt sich definieren, indem die Länge des Pfostens von der Länge der Hauptkomponente abgezogen wird:

Prompt
=Fence!LenX-Post!LenX

Das Ausrufezeichen wird in Formeln verwendet, um auf einen Wert außerhalb der aktuell ausgewählten Unterkomponente zu verweisen. In den Beispielen der Dokumentation werden Längen in Zoll und Winkel in Grad angegeben. Text in Formeln steht in Anführungszeichen; mit & lassen sich Textteile verknüpfen. Drücken Sie nach dem Bearbeiten der Formelwerte die Tabulatortaste, um die Eingabe zu bestätigen.

4. Teile beschränken, die sich beim Skalieren nicht ändern sollen

Öffnen Sie im Fenster Component Attributes die entsprechende Unterkomponente und fügen Sie Positions- und Größenattribute hinzu. Wenn Sie in ein Feld eine Formel eingeben und die Tabulatortaste drücken, wird der Wert festgelegt. Laut Dokumentation werden beschränkte Werte schwarz angezeigt, während Werte, die sich beim Skalieren ändern können, hellgrau erscheinen.

Im Zaunbeispiel werden die folgenden Beispielwerte verwendet, um Position und Maße des Teils TopRail festzulegen. Es handelt sich nicht um allgemeine Maßempfehlungen, sondern um Werte aus der Beispielkomponente der Hilfedokumentation.

EinstellungBeispielwertWirkung
Fence LenY=4Legt die Länge der Hauptkomponente in Y-Richtung fest.
TopRail X=4Positioniert das Teil ausgehend vom Anfang der Hauptkomponente in X-Richtung.
TopRail Y=1.25Bestimmt die Y-Position des Teils.
TopRail Z=Fence!LenZ-9Verknüpft die Z-Position mit der Höhe der Hauptkomponente.
TopRail LenX=Fence!LenX-Post!LenXBerechnet die Länge des Teils anhand der Maße der Hauptkomponente und des Pfostens.
TopRail LenY / LenZ=1.5 / =3.5Legt die beiden entsprechenden Maße des Teils fest.

Beschränken Sie auch bei den übrigen Unterkomponenten die benötigten Positions- und Größenwerte. Die Höhe von Teilen wie Picket kann proportional zur Gesamthöhe des Zauns definiert werden. Schließen Sie nach der Einrichtung das Fenster und testen Sie die Komponente mit dem Skalieren-Werkzeug. In nicht beschränkten Richtungen sollte das Skalieren möglich sein, während die festgelegten Werte erhalten bleiben.

5. Wiederholte Teile per Formel platzieren

Das Attribut Copies bestimmt die Anzahl der zu erstellenden Kopien; Copy bezeichnet in einer Formel die Nummer einer bestimmten Kopie. Laut Dokumentation werden Kopien zunächst an denselben X-, Y- und Z-Koordinaten wie die Hauptkomponente erstellt und lassen sich daher per Formel positionieren. Für die Platzierung von Zaunlatten in Abständen entlang der X-Achse wird folgendes Beispiel angegeben:

Prompt
=5+Copy*(Fence!spacing+LenX)

In diesem Ausdruck steht Copy für die Reihenfolge jeder Kopie und Fence!spacing für den Wert spacing in der Komponente Fence. Die Formel berechnet die Position anhand der Kopienummer und des Abstands. Kopien sind im Outliner sichtbar; ihre Attribut-Wert-Paare lassen sich im Fenster Component Attributes jedoch nicht einzeln prüfen.

Einsatz in Architektur- und Visualisierungs-Workflows

Bei Möbeln, Geländern oder Fassadenmodulen, deren Maße häufig angepasst werden, bieten Dynamic Components die Möglichkeit, Maße und Beziehungen zwischen Bauteilen festzulegen, statt die Geometrie jedes Mal von Grund auf neu zu bearbeiten. Modellierungsteams können von dieser Methode profitieren, wenn sich einige Maße einer Komponente ändern, bestimmte Maße von Pfosten, Leisten oder Verbindungsteilen aber erhalten bleiben sollen.

In der Praxis sollte zuerst festgelegt werden, welche Maße frei veränderbar sind und welche konstant bleiben müssen. Anschließend lassen sich die Beziehungen zwischen Hauptkomponente und Unterteilen über Attribute und Formeln abbilden. Bei Projekten, in denen dieselbe Komponente in unterschiedlichen Maßen eingesetzt wird, kann dieser Ansatz für eine übersichtliche Einrichtung sorgen. Das richtige Ergebnis hängt jedoch davon ab, ob Formeln und Beschränkungen passend zum jeweiligen Bedarf definiert sind. Die Quellen nennen keine bestimmten Hardwareanforderungen.

Häufige Fehler

  • Leerzeichen in benutzerdefinierten Attributnamen verwenden oder den Namen nicht mit einem Buchstaben beginnen lassen.

  • Bei einem Verweis auf einen Wert in einer anderen Komponente das Ausrufezeichen in der Formel weglassen.

  • Positions- oder Größenwerte einer Unterkomponente, die beim Skalieren erhalten bleiben sollen, nicht beschränken.

  • Die Zollwerte aus dem Zaunbeispiel übernehmen, ohne zu prüfen, ob sie zum eigenen Modell passen.

  • Die Werte von Kopien im Fenster Component Attributes suchen; Kopien werden im Outliner aufgeführt.

Diese Anleitung basiert auf dem Workflow für Dynamic Components in den SketchUp-Hilfedokumenten, die am 29. September 2026 aktualisiert wurden. Laut Dokumentation ist die Funktion SketchUp Pro vorbehalten; eine konkrete SketchUp-Versionsnummer wird nicht genannt.

Quellen

3 Quellen
H
help.sketchup.comhelp.sketchup.com/en/sketchup/dynamic-component-predefined-attributes
Zusammenfassung
H
help.sketchup.comhelp.sketchup.com/en/sketchup/constraining-attributes-dynamic-component
Zusammenfassung
H
help.sketchup.comhelp.sketchup.com/en/sketchup/adding-attributes
Zusammenfassung

Quelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.

Die Einschätzung von 3dsınıfı
3dEinschätzung der Redaktion

Für Architektur- und Innenarchitekturbüros in der Türkei bietet dieser Ansatz eine Möglichkeit, bei wiederholten Maßänderungen weniger Komponenten neu modellieren zu müssen. Besonders bei modularen Elementen, deren parametrische Beziehungen vorab eingerichtet wurden, kann er sich als praktisch erweisen. Für die anfängliche Einrichtung und die Überprüfung der Formeln sollte jedoch ausreichend Zeit eingeplant werden.

Wichtig für die Lizenzentscheidung: Dynamic Components ist nur in SketchUp Pro verfügbar; die Quellen enthalten keine Preisangaben. Auch zu Hardwareanforderungen machen die Dokumente keine Angaben. Vor der Umstellung des Workflows sollten die vorhandene Lizenz und die verwendete SketchUp-Version überprüft werden. Beispielmaße sollten nicht direkt in ein Projekt übernommen werden.

Häufige Fragen

In welcher SketchUp-Version ist Dynamic Components verfügbar?

Laut den SketchUp-Hilfedokumenten ist Dynamic Components SketchUp Pro vorbehalten. Eine konkrete Versionsnummer wird in den Dokumenten nicht genannt.

Wie fügt man einer dynamischen Komponente in SketchUp Attribute hinzu?

Öffnen Sie Component Attributes über die Dynamic-Components-Symbolleiste oder über `Window > Component Attributes`. Über die Plus-Schaltfläche können Sie ein vordefiniertes Attribut oder einen benutzerdefinierten Namen hinzufügen.

Wo werden Kopien von Dynamic Components angezeigt?

Kopien können im Outliner angezeigt werden. Ihre Attribut-Wert-Paare lassen sich im Fenster Component Attributes nicht separat anzeigen.

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