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Leitfaden für Multi-Kamera-Renderings und Arnold-AOV-Workflows in 3ds Max

Mehrere Kameraansichten in 3ds Max zur Batch-Render-Liste hinzuzufügen und Arnold-AOVs in EXR-Dateien zu verwalten, unterstützt einen geordneten Präsentations- und Compositing-Workflow. Der Leitfaden fasst die Schritte aus der Autodesk-Dokumentation zusammen.

Architekturvisualisierung eines modernen Innenraums aus verschiedenen KameraperspektivenKI-Bild
Symbolbild, mit KI erzeugt.Bild: 3dsınıfı / FCA AI

Kurz gesagt

  1. Alle Kameras in der Szene oder nur ausgewählte Kameras lassen sich per MAXScript zur Batch-Render-Liste hinzufügen.
  2. Nach Ausführung des Befehls muss das Batch-Render-Fenster geschlossen und erneut geöffnet werden.
  3. Damit Arnold-AOV-Dateien aus mehreren Kameras nicht überschrieben werden, lässt sich im AOV Manager ein Ausgabetoken mit dem Kameranamen verwenden.
  4. Arnold OpenPBR Material ist ab 3ds Max 2025.3 verfügbar.

In einer Innenraum- oder Architekturvisualisierung kann es den Abgabe- und Überarbeitungsprozess verlängern, dieselbe Szene aus verschiedenen Kamerawinkeln einzeln zu rendern. Mit den MAXScript-Beispielen aus der 3ds-Max-Hilfe von Autodesk lassen sich Kameras gesammelt zur Batch-Render-Liste hinzufügen; Arnold-AOVs können außerdem für das Compositing in EXR-Ausgaben organisiert werden. Die Kameraschritte in diesem Leitfaden basieren auf den Hilfedokumenten zu 3ds Max 2023, die Hinweise zu den Ansichtsfenstern auf der Dokumentation zu 3ds Max 2024 und die Informationen zu OpenPBR auf der Versionskompatibilität, die in der Hilfe zu 3ds Max 2026 angegeben ist.

1. Alle Kameras zur Batch-Render-Liste hinzufügen

Prüfen Sie zunächst, ob die Szenendatei die Kameraansichten enthält, die gerendert werden sollen. Das Beispiel zum Hinzufügen aller Kameras durchläuft die Kameras in der Szene und erstellt für jede einen Batch-Render-Eintrag. Laut Hinweis von Autodesk umfasst dies auch die standardmäßigen Ansichtsfensterkameras. Teams, die nur eigens angelegte Kameraperspektiven benötigen, sollten daher die zweite Methode verwenden.

  1. Öffnen Sie Scripting > Max Script Editor.

  2. Fügen Sie den folgenden Code in den Max Script Editor ein.

  3. Führen Sie im Editorfenster den Befehl Tools > Evaluate All aus.

  4. Öffnen Sie Rendering > Batch Render... und prüfen Sie die aufgeführten Kameras. Klicken Sie auf Render, um den Render-Vorgang zu starten.

maxscript
for c in cameras do batchRenderMgr.CreateView c

Diese Methode bietet einen einfachen Einstieg für Visualisierungsteams, die aus derselben Szene verschiedene Ausschnitte wie Grundriss, Perspektive und Detailansicht gesammelt rendern möchten. Da auch standardmäßige Ansichtsfensterkameras in der Liste erscheinen können, sollte diese vor dem Rendern überprüft werden.

2. Nur ausgewählte Kameras zur Liste hinzufügen

Wenn nur bestimmte Kameraansichten gerendert werden sollen, wählen Sie zunächst die gewünschten Kameras im Szenen-Explorer aus. Das zweite MAXScript-Beispiel von Autodesk verarbeitet ausgewählte Objekte der Klasse Kamera. Ist eine Ansicht mit demselben Namen bereits in der Liste vorhanden, wird sie nicht erneut hinzugefügt; stattdessen erscheint eine Meldung in der Editor-Ausgabe.

  1. Wählen Sie im Szenen-Explorer die gewünschten Kameras aus.

  2. Fügen Sie den folgenden Code in das Fenster Scripting > Max Script Editor ein.

  3. Führen Sie den Befehl Tools > Evaluate All aus.

  4. Schließen Sie das Batch-Render-Fenster und öffnen Sie es erneut. Prüfen Sie anschließend die Kameraliste.

maxscript
for c in cameras where c.isselected and (superclassof c == camera) do
(
    local cname = c.name
    if (batchRenderMgr.FindView cname) == 0 then
    (
        v = batchRenderMgr.CreateView c
        v.name = cname
    )
    else
    (
        format "View with camera name already present: %\n" cname
    )
)

Das erneute Öffnen des Fensters ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt: Autodesk weist darauf hin, dass die Liste möglicherweise nicht aktualisiert wird und die Ausführung wirkungslos erscheinen kann, wenn das Batch-Render-Fenster während der Ausführung des Befehls geöffnet bleibt. Schließen Sie das Fenster daher vor dem Ausführen des Codes und öffnen Sie es anschließend erneut, um das Ergebnis zu überprüfen.

3. Arnold-AOVs und EXR-Ausgabe organisieren

Arnold-AOVs ermöglichen es, verschiedene Bestandteile eines gerenderten Bildes als separate Ausgaben oder als in einer EXR-Datei eingebettete Ebenen in den Compositing-Prozess zu übernehmen. In der Autodesk-Dokumentation werden 16- und 32-Bit-EXR-Dateien genannt; der dort beschriebene Beispiel-Workflow verwendet jedoch eine 16-Bit-EXR-Datei mit Half-Float-Präzision. Für Arnold-AOV-Ausgaben sind außerdem die Formate Deep EXR, EXR, JPEG, PNG und TIFF aufgeführt.

  1. Erstellen Sie die benötigten AOVs im AOV Manager von Arnold. Für Details zur Einrichtung von AOVs verweist Autodesk auf den 3ds Max to Arnold User Guide.

  2. Wenn eine ältere Scanline-Szene mit Arnold verwendet werden soll, öffnen Sie über Rendering > Render Setup > Common und die Schaltfläche Files die Ausgabeeinstellungen. Entfernen Sie in der EXR-Konfiguration gegebenenfalls vorhandene ältere Render Elements oder G-Buffer Channel-Elemente. Laut Dokumentation können ältere Elemente die Arnold-AOV-Ebenen überschreiben.

  3. Wenn AOV-Dateien aus mehreren Kameras erstellt werden, fügen Sie mithilfe der Token-Funktion im AOV Manager den Kameranamen oder ein anderes Merkmal zum Ausgabepfad hinzu. So lässt sich das Risiko verringern, dass Ausgaben verschiedener Kameras denselben Dateinamen erhalten und sich gegenseitig überschreiben.

  4. Wenn Sie die AOV-Dateien in After Effects verwenden möchten, legen Sie die Projekteinstellungen auf 16 Bit und Linear Workspace fest. Nach dem Laden des EXR-Bildes öffnet der Befehl File > Create ProEXR Layer Comps die eingebetteten Ebenen als separate Compositing-Elemente. Für Photoshop können die Plug-ins ProEXR oder EXR-IO verwendet werden.

Autodesk weist darauf hin, dass AOV-Dateien am standardmäßigen 3ds-Max-Projektstandort gespeichert werden können, und empfiehlt, die Projekteinstellungen so festzulegen, dass sie automatisch am gewünschten Zielort abgelegt werden. Bei Szenen mit mehreren Kameras erleichtert eine vor dem Rendern festgelegte Dateibenennung die spätere Zuordnung der AOVs zu den jeweiligen Bildausschnitten.

4. Worauf es im Architekturvisualisierungs-Workflow ankommt

Diese Methode ist für Architektur- und Innenarchitekturbüros nützlich, die mehrere Präsentationsansichten desselben Modells erstellen, sowie für Visualisierungskünstler, die nach dem Rendern einzelne Bildebenen bearbeiten. Batch Render organisiert wiederkehrende Kamerarenderings; der AOV- und EXR-Workflow ermöglicht es, Schatten, Reflexionen und andere Bildbestandteile im Compositing separat zu bearbeiten. Dies sind keine Garantien für Renderqualität oder -dauer; die Dokumentation nennt weder einen bestimmten Geschwindigkeitsgewinn noch Hardwareanforderungen.

Für die Szenenprüfung vor dem Rendern können auch die Ansichtsfensteroptionen aus der Dokumentation zu 3ds Max 2024 hilfreich sein. Bei mehreren Ansichtsfenstern wird das aktive mit einem hervorgehobenen Rahmen angezeigt; Alt+W vergrößert das aktive Ansichtsfenster und schaltet zurück zur Mehrfachansicht. Ein Rechtsklick kann ein Ansichtsfenster aktivieren, ohne die Objektauswahl zu ändern. Diese Funktionen erleichtern die Prüfung von Kamerabildausschnitten und Szene, ersetzen aber nicht die Batch-Render-Einstellungen.

Auch bei der Materialkompatibilität ist die Versionsprüfung wichtig. Laut Autodesk ist OpenPBR Material ab 3ds Max 2025.3 verfügbar; in älteren Versionen gibt es OpenPBR Surface. Außerdem müssen Sie mindestens einmal rendern, damit die zusätzlichen Arnold Parameters im OpenPBR Material angezeigt werden. Teams, die mit unterschiedlichen Versionen arbeiten, sollten daher bei der Szenenübergabe den Materialnamen und die verwendete 3ds-Max-Version überprüfen.

Häufige Fehler

  • Das Batch-Render-Fenster geöffnet lassen und den Code ausführen: Das Fenster wird möglicherweise nicht aktualisiert. Schließen Sie es und öffnen Sie es erneut.

  • Das Beispiel für alle Kameras verwenden, obwohl nur benutzerdefinierte Kameras gewünscht sind: Standardmäßige Ansichtsfensterkameras können ebenfalls in die Liste aufgenommen werden.

  • Arnold-AOVs erstellen, ohne ältere Scanline-Render-Elements zu entfernen: Die AOV-Ebenen in der EXR-Datei können dadurch beeinträchtigt werden.

  • Bei Ausgaben aus mehreren Kameras den Kameranamen nicht zum Dateipfad hinzufügen: AOV-Dateien können sich gegenseitig überschreiben.

  • OpenPBR-Funktionen suchen, ohne die Version zu prüfen: Das Material ist ab 3ds Max 2025.3 verfügbar.

Die Dokumentation macht keine Angaben zu Hardwareanforderungen oder Lizenzkosten. Zwar werden Informationen zu den Plug-ins ProEXR und EXR-IO bereitgestellt, doch Büros sollten die verwendeten Versionen und Lizenzbedingungen für ihre jeweilige Installation gesondert prüfen.

Quellen

3 Quellen
H
help.autodesk.comhelp.autodesk.com/view/3DSMAX/2023/ENU
Zusammenfassung
H
help.autodesk.comhelp.autodesk.com/view/3DSMAX/2023/ENU
Zusammenfassung
H
help.autodesk.comhelp.autodesk.com/view/3DSMAX/2024/ENU
Zusammenfassung

Quelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.

Die Einschätzung von 3dsınıfı
3dEinschätzung der Redaktion

Für Büros in der Türkei liegt der praktische Vorteil vor allem darin, wiederkehrende Kamerarenderings über die Batch-Render-Liste statt einzeln zu starten. Der Code für ausgewählte Kameras ermöglicht eine besser kontrollierte Liste; dafür müssen im Szenen-Explorer die richtigen Kameras ausgewählt und die Liste anschließend aktualisiert werden.

AOVs in separaten Ebenen zu halten, kann Überarbeitungen erleichtern, da sich das Compositing anpassen lässt, ohne das gesamte Rendering neu zu erstellen. Dafür sollten Ausgabebenennung und Versionskompatibilität von Anfang an geplant werden. Da die Dokumentation keine Hardwareanforderungen nennt, sollten sich aus diesem Leitfaden keine Rückschlüsse auf Geschwindigkeit oder erforderliche Investitionen in Geräte ziehen lassen. Lizenz- und Plug-in-Bedingungen sollten für die jeweilige Installation geprüft werden.

Häufige Fragen

Wie lassen sich in 3ds Max alle Kameras zur Batch-Render-Liste hinzufügen?

Führen Sie im `Scripting > Max Script Editor` den Code `for c in cameras do batchRenderMgr.CreateView c` aus. Öffnen Sie anschließend das Batch-Render-Fenster und prüfen Sie die Kameras.

Warum muss das Batch-Render-Fenster erneut geöffnet werden?

Autodesk weist darauf hin, dass ein geöffnetes Batch-Render-Fenster nach der Ausführung von MAXScript möglicherweise nicht aktualisiert wird. Schließen Sie es nach dem Befehl und öffnen Sie es erneut.

Wie lässt sich verhindern, dass Arnold-AOV-Dateien überschrieben werden?

Fügen Sie beim Erstellen von AOVs aus mehreren Kameras mithilfe der Token-Funktion des AOV Manager den Kameranamen zum Ausgabepfad hinzu.

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