Kurz gesagt
- Beim Erstellen einer Liste werden Kategorie, Projektphase und die anzuzeigenden Felder festgelegt.
- Mit Filter-, Sortier- und Gruppierungsoptionen lassen sich die angezeigten Daten strukturieren.
- Die Dokumentation zu Revit 2024 beschreibt, wie Sie einer Materialmengenermittlung ein Bild hinzufügen, indem Sie einen mit dem Material verknüpften Image-Parameter definieren.
- Eine Spaltensumme wird angezeigt, wenn für das entsprechende Feld Calculate Totals aktiviert ist. Dazu muss auch Grand Totals eingeschaltet sein.
In Revit lassen sich Bauteile aus dem Modell und die zugehörigen Daten in Listen aufführen und im Projekt organisieren. Die Dokumentationen zu Revit LT 2023 und Revit 2024 von Autodesk erläutern, wie Sie Listen erstellen, Felder auswählen, Daten filtern und gruppieren, Summen berechnen und Materialmengenermittlungen mit Bildern anlegen. Der folgende Leitfaden orientiert sich an diesen Dokumentationen. Da sich die Bezeichnungen in der Benutzeroberfläche und der Funktionsumfang je nach Version unterscheiden können, werden die betreffenden Versionen jeweils angegeben.
1. Eine einfache Liste erstellen und Felder auswählen
Öffnen Sie gemäß der Dokumentation zu Revit LT 2023 den Befehl
View › Create › Schedules › Schedule/Quantities. Wählen Sie im Dialogfeld Neue Bauteilliste aus der Liste die Kategorie der Bauteile aus, die in der Liste erscheinen sollen. Bei Bedarf können Sie den automatisch vergebenen Namen ändern.Aktivieren Sie Schedule building components, um Bauteile aufzulisten. Die Dokumentation weist ausdrücklich darauf hin, Schedule keys dabei nicht zu aktivieren. Wählen Sie anschließend die Projektphase aus und klicken Sie auf OK.
Legen Sie im Fenster Schedule Properties fest, welche Felder in die Liste aufgenommen werden sollen. Im selben Fenster können Sie Daten filtern, Sortier- und Gruppierungsregeln festlegen sowie Format und Darstellung anpassen. Klicken Sie nach der Auswahl auf OK, um die Liste zu erstellen.
Mit der Feldauswahl bestimmen Sie, welche Informationen in der Liste erscheinen; durch Filter legen Sie fest, welche Datensätze aufgeführt werden. Statt beispielsweise alle Elemente im Projekt anzuzeigen, können Sie die Liste auf Daten beschränken, die bestimmte Filterbedingungen erfüllen. Laut Autodesk werden diese Einstellungen über die Registerkarten Fields und Filter im Fenster Schedule Properties vorgenommen.
Bei gemeinsam genutzten Parametern ist ein wichtiger Punkt zu beachten: Laut der Dokumentation zu Revit LT 2023 werden Kategorien, denen der ausgewählte gemeinsam genutzte Parameter fehlt, nicht in der Liste angezeigt. Wenn erwartete Kategorien fehlen, sollten Sie prüfen, ob der Parameter diesen Kategorien zugewiesen ist.
2. Daten mit Filtern, Sortierung und Gruppierung strukturieren
Definieren Sie auf der Registerkarte Filter in Schedule Properties die Bedingungen, mit denen die Daten in der Liste eingeschränkt werden. Filter grenzen den Umfang der Ausgabe ein; welche Bedingungen sich verwenden lassen, hängt jedoch von den Parametern im Projekt ab. Da die Autodesk-Dokumentationen weder einen bestimmten vorgefertigten Filter noch einen konkreten Wert empfehlen, sollten Sie die Bedingungen am Zweck der Liste ausrichten.
Legen Sie auf der Registerkarte Sorting/Grouping fest, wie die Zeilen sortiert und gruppiert werden. Über diese Registerkarte können Sie sortierten Gruppen außerdem Überschriften, Fußzeilen und Leerzeilen hinzufügen. So werden Daten in gut lesbaren Gruppen statt lediglich untereinander angeordnet.
Passen Sie bei Bedarf die Optionen Format und Appearance an. Zu den Darstellungseinstellungen zählen beispielsweise Linien, Rahmen und Schriftart. Autodesk dokumentiert außerdem Stripe Rows, eine Funktion, die Zeilen abwechselnd in kontrastierenden Farben darstellt und so leichter unterscheidbar macht.
Die Sortier- und Gruppierungsregeln sollten Sie nach dem Verwendungszweck der Liste auswählen. Für ein Team, das eine Mengenermittlung prüft, können gruppierte Zeilen sinnvoller sein; bei einer anderen Ausgabe kann es dagegen erforderlich sein, die Datensätze einzeln aufzuführen. Die Autodesk-Dokumentationen zu Listen zeigen verschiedene Möglichkeiten, etwa Elemente einzeln aufzulisten, zu sortieren und Summen anzuzeigen. Wenn das Projekt andere Anforderungen hat, können Sie auch die Liste duplizieren und unterschiedliche Anordnungen erstellen – auch diese Möglichkeit ist in der Revit-Dokumentation beschrieben.
3. Spaltensummen korrekt anzeigen
Wählen Sie im Project Browser den Namen der Liste aus. Klicken Sie in der Palette Properties in der Zeile Formatting auf Edit.
Wählen Sie das Feld aus, dessen Summe angezeigt werden soll, und aktivieren Sie Calculate Totals. Bestätigen Sie die Änderungen.
Diese Einstellung allein reicht möglicherweise nicht aus: Laut der Dokumentation zu Revit 2024 werden Spaltensummen nicht angezeigt, wenn auf der Registerkarte Sorting/Grouping Grand Totals nicht ausgewählt ist. Wenn eine erwartete Summe fehlt, überprüfen Sie sowohl Calculate Totals für das Feld als auch die Einstellung Grand Totals. Die Dokumentation erläutert außerdem, wie Sie eine Gesamtsumme und eine benutzerdefinierte Überschrift für die Gesamtsumme hinzufügen.
4. Bilder in eine Materialmengenermittlung aufnehmen
Das Beispiel in der Autodesk-Dokumentation zu Revit 2024 beschreibt, wie Sie einer Materialmengenermittlung für Wände Bilder hinzufügen. Die Methode kann laut Dokumentation auch für andere Elementtypen verwendet werden.
Erstellen Sie Wände im Modell. Fügen Sie das betreffende Wandbild über
Manage › Manage Project › Manage Imageszum Projekt hinzu.Fügen Sie unter
Manage › Settings › Project Parameterseinen Projektparameter vom Typ „Exemplar“ hinzu. In der Dokumentation sind der Parametername Rendering Image, der Parametertyp Image und die Gruppe Graphics angegeben; als Kategorie wird Materials ausgewählt.Wählen Sie ein Wandexemplar aus und öffnen Sie die Typeneigenschaften. Klicken Sie im Bereich Structure auf Edit und anschließend auf das Materialfeld in der Struktur. Verknüpfen Sie im Material-Browser unter Custom Parameters das Material mit dem Parameter Rendering Image.
Erstellen Sie eine Wall Material Takeoff-Liste und fügen Sie Material: Rendering Image als Feld hinzu. Wenn Sie die Liste auf einem Plan platzieren, werden die Bilder laut Autodesk-Beispiel in der Listenansicht auf dem Plan angezeigt.
Dabei wird nicht einfach nur ein Bild in die Liste eingefügt: Sie müssen das Bild ins Projekt laden, einen Parameter vom Typ Image erstellen und das Bild mit dem Material verknüpfen. Wenn das Bildfeld in der Liste leer bleibt, überprüfen Sie diese Verknüpfungsschritte und ob das Feld Material: Rendering Image zur Liste hinzugefügt wurde.
Häufige Fehler
Beim Erstellen der Liste Schedule keys aktivieren, statt Bauteile aufzulisten.
Die Listeneinstellungen ändern, ohne zu prüfen, warum Kategorien fehlen, denen der gemeinsam genutzte Parameter nicht zugewiesen ist.
Für eine Spalte Calculate Totals aktivieren, aber Grand Totals nicht einschalten.
Bei einer Mengenermittlung mit Bildern vergessen, das Bild ins Projekt zu laden, es über einen Parameter mit dem Material zu verknüpfen oder das Feld Material: Rendering Image zur Liste hinzuzufügen.
Auswirkungen auf Architektur- und Visualisierungs-Workflows
Diese Funktionen sind für Architektur- und Innenarchitekturbüros nützlich, die Element- und Materialdaten aus dem Modell übersichtlich in Listen und auf Plänen darstellen möchten. Filter und Gruppierungen können relevante Datensätze hervorheben; mit Summen lassen sich Mengen in einer einzelnen Spalte sichtbar machen. Eine Materialmengenermittlung mit Bildern ermöglicht es, Materialbilder in die Liste aufzunehmen. Da die Dokumentationen keine Angaben zu Hardwareanforderungen oder Leistungssteigerungen enthalten, lässt sich daraus keine spezielle Hardwareempfehlung ableiten. Beim Funktionsumfang sind die in Revit 2024 beschriebenen Schritte zum Hinzufügen von Bildern getrennt vom allgemeinen, in Revit LT 2023 erläuterten Erstellen von Listen zu betrachten.
Quellen
3 QuellenQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Für Projektbüros in der Türkei liegt der praktische Nutzen dieser Listenfunktionen darin, Modelldaten bei der Abgabe und Prüfung übersichtlicher darstellen zu können. Filter und Gruppierungen helfen, bedarfsgerecht vereinfachte Listen zu erstellen; Materialbilder können Mengenermittlungen auf Plänen verständlicher machen.
Bevor Sie die Funktionen einsetzen, sollten Sie prüfen, ob die Parameter den betreffenden Kategorien tatsächlich zugewiesen sind und ob die im Team verwendete Revit-Version mit den dokumentierten Schritten übereinstimmt. Die Quellen machen keine Angaben zu Hardwareanforderungen oder Lizenzbedingungen. Statt daraus Erwartungen zu Kosten oder Leistung abzuleiten, empfiehlt es sich daher, den Workflow zunächst mit einer kleinen Liste im vorhandenen Modell zu testen.
Häufige Fragen
Wie erstellt man in Revit eine Liste oder Mengenermittlung?
Über den Befehl Schedule/Quantities wählen Sie eine Kategorie und eine Projektphase aus. Anschließend legen Sie im Fenster Schedule Properties Felder, Filter, Sortierung und Darstellung fest.
Warum wird in einer Revit-Liste keine Spaltensumme angezeigt?
Für das betreffende Feld muss Calculate Totals ausgewählt sein. Ist außerdem Grand Totals auf der Registerkarte Sorting/Grouping nicht aktiviert, wird die Spaltensumme nicht angezeigt.
Kann man einer Materialmengenermittlung in Revit Bilder hinzufügen?
Die Dokumentation zu Revit 2024 beschreibt, wie ein Bild über einen Projektparameter vom Typ Image mit einem Material verknüpft und das Feld Material: Rendering Image in die Materialmengenermittlung aufgenommen wird.



