Kurz gesagt
- Instancer 2D verteilt 2D-Quellen als zahlreiche Instanzen in Fusion und anderen OpenFX-Hosts.
- Im Test lief die Szene mit 10.000 Instanzen auf einem System mit RTX 4090 und Windows 11 mit 19–25 fps.
- Die kostenlose Demo fügt ein Wasserzeichen hinzu. Die Indie-Lizenz kostet regulär 149 €, die Studio-Lizenz 349 €.
- Mit der Studio-Lizenz lassen sich Render-Rechner ohne separate Aktivierung nutzen: Ein Token wird auf einer lizenzierten Workstation gespeichert.
Das Instancer-2D-Plugin des noVFX-Entwicklers Noah Hähnel wurde in einem am 2. Oktober 2026 veröffentlichten Test von Digital Production in Fusion bewertet. Das Tool läuft in OpenFX-Hosts und soll Bilder, Text, Grafiken oder Bildsequenzen als 2D-Instanzen vervielfältigen sowie deren Verteilung und Erscheinungsbild steuern. Der Test hebt hervor, dass sich damit besonders viele Elemente über Fields und Farbkanäle verwalten lassen, statt sie einzeln anzupassen.
Verteilung und Variationen in einem Node
Die Quellen in Instancer 2D lassen sich unter anderem per Raster, Kreis, Spirale, Zufallsverteilung, Clustering und Blue Noise platzieren. Blue Noise versucht, einen festgelegten Mindestabstand zwischen den Instanzen einzuhalten und so Häufungen und Lücken zu reduzieren. Die Verteilung kann außerdem mithilfe einer Density Map gesteuert werden, die Graustufenwerte auswertet. Im Test werden FastNoise, Gradient-Hintergründe und Bilder als mögliche Quellen genannt.
Die Fields des Plugins erzeugen räumliche und zeitliche Effekte und können Werte wie Skalierung, Position, Rotation, Farbe, Deckkraft und Defocus steuern. Farbkanäle lassen sich verschiedenen Aufgaben zuweisen: So kann beispielsweise der Rotkanal die Skalierung und der Grünkanal die Rotation kontrollieren. Laut Test funktionieren die Fields auch mit animierten Quellen, sodass sich das Erscheinungsbild der verteilten Instanzen im Zeitverlauf ändern lässt. Mit den Optionen Aim at Center und Push from Center können Elemente auf ein Ziel ausgerichtet oder von einem Punkt weggeschoben werden.
Varianten lassen sich über Frame-Bereiche oder Atlas-Texturen auswählen. Bei Verwendung eines Atlas müssen Zeilen und Spalten korrekt eingestellt sein, sonst kann die Quellgrafik beschnitten werden. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Tests befand sich die automatische Segmentierung laut Bericht noch in der Entwicklung. Der Debug Mode hilft dabei, die Aufteilung des Atlas zu überprüfen.
Leistungstest mit 10.000 Instanzen
Digital Production vervielfältigte eine einfache, über einen Text+-Node erzeugte Figur 10.000-mal und testete verschiedene Verteilungsmethoden. Auf dem Testsystem mit Windows 11 und einer RTX 4090 wurden bei aktivem animiertem Scale-Field und Aim 19–25 fps gemessen; die GPU-Auslastung lag bei maximal 67 Prozent. Ob die Quelle 128 × 128 oder 1920 × 1080 Pixel groß war, veränderte diesen Messwert im Test nicht wesentlich.
Mit drei Varianten sank die Geschwindigkeit auf 18 fps, mit einem 3 × 3-Atlas auf 15 fps. Waren Motion Blur, Depth of Field und Aim gleichzeitig aktiviert, lag das Ergebnis bei etwa 10 fps. Dabei handelt es sich um Messwerte aus dem konkreten Testaufbau des Artikels; sie lassen sich nicht ohne Weiteres auf jedes System übertragen. Auch der Einsatz einer zusätzlichen GPU brachte dem Test zufolge keinen Geschwindigkeitszuwachs.
Lizenzoptionen und Auswirkungen auf den Workflow
Laut Test schaltet die Demo alle Funktionen ohne zeitliche Begrenzung frei, versieht die Ausgabe jedoch mit einem Wasserzeichen und eignet sich nicht für kommerzielle Auslieferungen. Die permanente Indie-Lizenz für Einzelanwender kostet regulär 149 € und umfasst zwei Aktivierungen. Während des Tests wurde der Preis mit dem Code EarlyBird mit 89,40 € angegeben. Die permanente Studio-Lizenz umfasst drei Workstation-Sitze und kostet regulär 349 €; mit demselben Code wurde ein Aktionspreis von 209,40 € genannt.
Auch die Lizenzierung der Studio-Version für Render-Netzwerke hebt der Test hervor: Instancer-2D-Nodes auf der lizenzierten Workstation speichern ein Token. Render-Rechner können diese Nodes dann ohne separate Aktivierung oder Internetverbindung verarbeiten. Für Architektur- und Innenarchitekturbüros könnte das die Produktion von Motion Graphics, Titeln oder wiederkehrenden 2D-Elementen in der Compositing-Phase erleichtern, wenn diese in Fusion vorbereitet wurden. Das Tool wird jedoch nicht als 3D-Szenen-Instancer vorgestellt. Kompatibilität und Leistung sollten daher für den jeweiligen OpenFX-Host und die vorhandene Hardware geprüft werden. Da im Test Windows 11 und eine RTX 4090 zum Einsatz kamen, liegen keine Ergebnisse für andere Hardware vor.
Quellen
1 QuelleQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Der praktische Nutzen von Instancer 2D liegt darin, zahlreiche 2D-Elemente zu verteilen und ihre Animation über Fields zu steuern, ohne Fusion verlassen zu müssen. Für Teams in Architekturbüros, die Präsentationsvideos, animierte Diagramme und wiederkehrende Grafikelemente erstellen, könnte das Plugin einen Versuch wert sein. Es ersetzt jedoch nicht die direkte Produktion von 3D-Szenen.
Teams in der Türkei sollten bei ihrer Entscheidung nicht nur den Aktionspreis berücksichtigen, sondern auch die Struktur der Lizenz nach Personen beziehungsweise Workstations und die Anforderungen an das Render-Netzwerk. Die Leistungsdaten stammen aus einem einzelnen Testaufbau mit einer RTX 4090. Ein echtes Projekt zunächst mit der Demo auf der eigenen Hardware auszuprobieren, bietet vor dem Kauf eine bessere Entscheidungsgrundlage.
Häufige Fragen
In welchen Programmen läuft Instancer 2D?
Das Plugin läuft in OpenFX-Hosts und wurde im Test mit Fusion geprüft. Der Artikel nennt keine separate Kompatibilitätsliste für andere Hosts.
Was kosten die Lizenzen für Instancer 2D?
Im Test werden reguläre Preise von 149 € für die Indie-Lizenz und 349 € für die Studio-Lizenz genannt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung galten mit dem Code EarlyBird laut Artikel Preise von 89,40 € beziehungsweise 209,40 €.
Wie ist die Leistung von Instancer 2D mit 10.000 Elementen?
Im Test mit Windows 11 und einer RTX 4090 wurden bei aktiviertem animiertem Scale-Field und Aim 19–25 fps gemessen. Das Ergebnis garantiert nicht dieselbe Leistung auf anderer Hardware.



