Kurz gesagt
- Das Bauwerk wurde in Albelda de Iregua in den tonreichen Fels namens Salagón gehauen.
- Die beiden Innenebenen sind durch Treppen verbunden; lange Lüftungsschächte zeugen von der historischen Architektur der Weinkeller der Region.
- Bei Sergio Rojos Eingriff markiert ein schwimmend verlegter Holzboden den Besucherweg.
- Die neuen Elemente wurden in Trockenbauweise ergänzt; Beton und Zement kamen nicht zum Einsatz.
Der Architekt Sergio Rojo hat den Felsbau Peña de las Bodegas in Albelda de Iregua in der spanischen Region La Rioja saniert. Das Projekt wurde mit einer am 7. Oktober 2026 veröffentlichten Vorstellung bekannt gegeben. Das Bauwerk gehört zu einer Gruppe historischer Felsräume zwischen Peña Salagona und Peña de las Bodegas und entstand durch das direkte Formen des tonreichen Felses, der Salagón genannt wird.
Die Geschichte des in den Fels gehauenen Raums
Der Komplex diente im Laufe der Zeit als Kolumbarium, Tierunterstand, Einsiedelei und Klosterraum. Seine Verbindung zum Kloster verweist auf das nahegelegene Kloster San Martín. Der örtlich als Scriptorium bezeichnete Bereich trägt einen Namen, der auf den Codex Vigilanus beziehungsweise Codex Albeldensis anspielt, der in der Umgebung geschrieben worden sein soll.
Der Raum wurde weniger durch das Hinzufügen neuer Bauelemente als durch das Abtragen des vorhandenen Felses geformt. Der große Außenbereich am Zugang öffnet sich zum Tal und zum natürlichen Pass in Richtung der Region Cameros. Im Inneren verbinden Treppen die beiden Ebenen. Zu den charakteristischen Elementen des Bauwerks gehören außerdem zwei lange Lüftungsschächte, sogenannte Zarceras oder Tuferas, die typisch für die in La Rioja in den Fels gehauenen Weinkeller sind.
Wie wurden die neuen Eingriffe gestaltet?
Rojos Entwurf bewahrt den Felsbau und beschränkt die Ergänzungen auf das Nötigste. Bänke im Außenbereich schaffen einen Ort, an dem Besucher zusammenkommen können. Die gereinigten Steinoberflächen im Innenraum lassen die aus dem Fels gehauenen Räume besser zur Geltung kommen.
Der schwimmend verlegte Holzboden schafft einen Weg, der die Bewegung der Besucher durch den Komplex lenkt. Auch die Öffnungen in der westlichen Felswand wurden neu definiert, damit mehr Tageslicht in den Innenraum gelangt. Die zentrale Materialpalette des Eingriffs besteht aus Holz und dem vorhandenen Stein.
Bei der Bauweise lag der Fokus darauf, die Ergänzungen von der vorhandenen Substanz unterscheidbar und den Eingriff reversibel zu machen. Dazu kamen Trockenbausysteme zum Einsatz; auf Beton und Zement wurde verzichtet. In der Projektvorstellung heißt es, dieser Ansatz sei gewählt worden, um Veränderungen an der in den Fels gehauenen Architektur zu begrenzen.
Bedeutung für Architektur- und Visualisierungs-Workflows
Das Projekt zeigt beispielhaft, wie sich neue Erschließungselemente bei Eingriffen in historische oder natürliche Oberflächen gestalten lassen. Besonders für Architektur- und Innenarchitekturbüros, die vorhandene Steinoberflächen besser lesbar machen, Tageslicht lenken und Besucherwege klarer definieren möchten, sind der Holzboden und die gezielte Gestaltung der Öffnungen interessant.
Bei Archviz-Projekten besteht die zentrale Entwurfsaufgabe darin, neue Elemente visuell von den alten Oberflächen abzugrenzen und zugleich die räumliche Einheit zu bewahren. Die Projektinformationen nennen keine bestimmte Software, Hardware oder Lizenzbedingungen. Bei der digitalen Präsentation ähnlicher Projekte können daher die Oberflächenreinigung, die Lichtöffnungen und das Verhältnis der Ergänzungen zum vorhandenen Fels hervorgehoben werden. Für die Umsetzung müssen jedoch das Bausystem und das Ziel der Reversibilität gesondert geprüft werden.
Quellen
1 QuelleQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Die Stärke des Projekts Peña de las Bodegas liegt darin, dass die historische Substanz nicht mit einer neuen Formensprache überlagert, sondern durch die Erschließung und das Licht besser verständlich gemacht wird. Der schwimmend verlegte Boden und die wenigen Holzelemente bewahren den Charakter des Felsraums und tragen zugleich unmittelbar zum Besuchserlebnis bei.
Für Büros in der Türkei, die vergleichbare Denkmalschutzprojekte entwickeln, sind der Ansatz mit Trockenbausystemen und die Reversibilität eine genauere Betrachtung wert. Die Quelle enthält jedoch keine Angaben zu Kosten, Bauzeit oder Leistungsdaten. Die Wahl von Material und Bausystem sollte deshalb nicht allein anhand der visuellen Ähnlichkeit beurteilt werden. Maßgeblich sind die Bedingungen des Bestands und die Grenzen des Eingriffs.
Häufige Fragen
Wo befindet sich Peña de las Bodegas?
Das Bauwerk liegt in Albelda de Iregua in der spanischen Region La Rioja. Es ist Teil einer Gruppe historischer Felsräume zwischen Peña Salagona und Peña de las Bodegas.
Welche Materialien kamen bei Sergio Rojos Sanierung zum Einsatz?
Holz und der vorhandene Stein bilden die zentrale Materialpalette des Eingriffs. Für die neuen Elemente wurden Trockenbausysteme verwendet; Beton und Zement kamen nicht zum Einsatz.
Wofür wurde das Bauwerk früher genutzt?
Die Räume dienten im Laufe der Zeit als Kolumbarium, Tierunterstand, Einsiedelei und Klosterraum.



