Kurz gesagt
- UVgami wurde als kostenloses Open-Source-Tool vorgestellt und läuft im Browser.
- Das Tool kann OBJ-, GLB-, GLTF- und FBX-Dateien öffnen und automatisch UV-Maps erstellen.
- OptCuts ist die standardmäßige CPU-Engine. xatlas liefert schneller Ergebnisse, kann jedoch mehr Nähte erzeugen.
- PartUV nutzt die GPU und erfordert unter Windows und Linux CUDA. Die Engine soll weniger UV-Inseln erzeugen.
Der Softwareentwickler Daniel Boxer stellte am 13. Oktober 2026 das kostenlose Open-Source-UV-Unwrapping-Tool UVgami vor. Die browserbasierte Anwendung öffnet OBJ-, GLB-, GLTF- und FBX-Dateien und erstellt automatisch UV-Maps. Das UV-Unwrapping wird lokal ausgeführt; die Dateien werden laut Angaben nicht auf einen Server hochgeladen. UVgami bietet verschiedene Processing-Engines, mit denen sich zwischen Geschwindigkeit, UV-Nähten und der Anzahl der Inseln abwägen lässt.
Welche Dateiformate und Engines unterstützt UVgami?
UVgami kann OBJ-, GLB-, GLTF- und FBX-Dateien importieren. Für die automatische Erstellung von UVs kommen Engines auf Basis von OptCuts, xatlas und PartUV zum Einsatz. Da sie unterschiedlich arbeiten, beeinflusst die Wahl der Engine sowohl die Verarbeitungszeit als auch das resultierende UV-Layout.
OptCuts läuft standardmäßig auf der CPU. Laut Quelle kann die Engine die höchste Qualität liefern, die Verarbeitung kann jedoch länger dauern. xatlas eignet sich besonders für eine schnellere UV-Erstellung, kann dafür aber mehr Nähte erzeugen. Zu den genannten Einsatzbereichen gehören die schnelle UV-Vorbereitung, das Baking von Lightmaps und das Bemalen von Texturen.
PartUV nutzt dagegen die GPU und benötigt unter Windows und Linux CUDA. Laut Quelle erzeugt diese Engine weniger UV-Inseln. Bei der Auswahl sollte man daher nicht nur die Geschwindigkeit berücksichtigen, sondern auch das gewünschte Layout der Nähte und Inseln sowie die verfügbare Hardware.
Werden Dateien auf einen Server hochgeladen?
Das UV-Unwrapping in UVgami erfolgt lokal; die Modelle werden laut Angaben nicht an einen Server übertragen. Das ist ein beachtenswertes Merkmal für alle, die Modelle lieber ohne Upload zu einem Onlinedienst verarbeiten möchten. Die Quelle macht keine Angaben dazu, ob die Anwendung ohne Internetverbindung funktioniert. Die Beschreibung der lokalen Verarbeitung allein garantiert keine Offline-Nutzung.
Das Tool wird als Open Source beschrieben und ist auf GitHub verfügbar. Die Quelle nennt jedoch weder die Open-Source-Lizenz noch Details zu den Nutzungsbedingungen. Wer UVgami in einen geschäftlichen oder kommerziellen Workflow integrieren möchte, sollte die Dokumentation des Repositories prüfen, um die Lizenzbedingungen zu klären.
Auswirkungen auf Workflows in Architektur und Visualisierung
Teams, die mit Architekturmodellen, Innenraumszenen und Visualisierungs-Assets arbeiten, können UVgami ausprobieren, um die UV-Vorbereitung zu beschleunigen. Wenn schnell ein UV-Layout erstellt werden muss, kommt xatlas infrage. Da dabei jedoch mehr Nähte entstehen können, sollte das Ergebnis vor dem Aufbringen der Texturen geprüft werden. Die Möglichkeit, Dateien im Browser zu öffnen, ist ebenfalls relevant für alle, die mit den genannten Formaten arbeiten möchten.
Für Workflows, bei denen weniger UV-Inseln erwünscht sind, lässt sich PartUV prüfen. Dabei müssen die CUDA-Anforderung und die Unterstützung für Windows und Linux berücksichtigt werden. OptCuts läuft auf der CPU, die Verarbeitung kann laut Angaben jedoch länger dauern. Da die Quelle keine Angaben zu bestimmten Hardwareanforderungen oder Performance-Messungen macht, sollten Teams verschiedene Modelle testen und die Verarbeitungszeit sowie die UV-Ergebnisse für den eigenen Workflow bewerten.
Quellen
1 QuelleQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Der lokale Verarbeitungsansatz von UVgami und die Unterstützung von vier Dateiformaten bieten Visualisierungsteams, die mit Modellen aus unterschiedlichen Quellen arbeiten, eine praktische Möglichkeit zum Ausprobieren. Die Vorstellung als kostenloses Open-Source-Tool senkt die Einstiegshürde. Da die Quelle jedoch keine Lizenzdetails nennt, sollten Büros die Nutzungsbedingungen gesondert prüfen.
Im Workflow ist vor allem zwischen Geschwindigkeit und UV-Layout abzuwägen. Büros in der Türkei sollten die Engines vor einer Entscheidung mit eigenen Modellen testen und Nähte, Inselanzahl und Verarbeitungszeit vergleichen. Auch die CUDA-Anforderung von PartUV sollte bei der Hardwareplanung berücksichtigt werden.
Häufige Fragen
Welche Dateiformate unterstützt UVgami?
UVgami kann OBJ-, GLB-, GLTF- und FBX-Dateien öffnen.
Lädt UVgami Modelle auf einen Server hoch?
Laut Quelle erfolgt das UV-Unwrapping lokal und die Modelle werden nicht auf einen Server hochgeladen.
Was wird für die Nutzung von PartUV in UVgami benötigt?
PartUV nutzt die GPU und erfordert unter Windows und Linux CUDA.



