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SketchUp-Modellierung: Follow Me, Komponenten und präzises Verschieben

Die Werkzeuge Follow Me, Component, Move, Position Camera und Walk in SketchUp unterstützen unterschiedliche Aufgaben – von der Profil-Extrusion und präzisen Platzierung bis zum virtuellen Rundgang durch das Modell. Dieser Leitfaden erläutert die grundlegenden Schritte für den Einsatz der Werkzeuge im Architektur-Workflow.

Moderner Innenraum mit geschwungenen Profildetails und KomponentenKI-Bild
Symbolbild, mit KI erzeugt.Bild: 3dsınıfı / FCA AI

Kurz gesagt

  1. Follow Me extrudiert eine Fläche entlang eines ausgewählten Kantenpfads und erzeugt so dreidimensionale Formen.
  2. Komponenten lassen sich wiederverwenden; Änderungen an der Definition einer Komponente wirken sich auch auf deren andere Instanzen im Modell aus.
  3. Mit dem Move-Werkzeug können Sie Objekte mithilfe einer Achsensperre, durch Eingabe eines Maßes oder anhand von Koordinaten verschieben.
  4. Position Camera, Look Around und Walk helfen dabei, das Modell aus einer bestimmten Augenhöhe zu betrachten.

Die in der offiziellen SketchUp-Hilfe beschriebenen Werkzeuge Follow Me, Component, Move und die Kamerawerkzeuge lassen sich in verschiedenen Phasen der Architekturmodellierung einsetzen: von der Erstellung wiederkehrender Details über die präzise Anpassung der Platzierung bis zur Betrachtung des Entwurfs aus dem Modell heraus. Die Dokumentation wurde am 29. September 2026 aktualisiert; eine bestimmte SketchUp-Version wird nicht genannt. Die folgenden Schritte zeigen, wie sich die Werkzeuge gemeinsam in einem Innenraum- oder Architekturmodellierungs-Workflow einsetzen lassen.

1. Mit Follow Me ein Profil entlang eines Pfads erstellen

Follow Me extrudiert eine Fläche entlang eines Pfads. In der offiziellen Dokumentation wird das Werkzeug insbesondere anhand von umlaufenden Abschlussdetails wie Kronenprofilen und Rinnen sowie anhand von drechselartigen Formen und geschwungenen Objekten wie Schalen oder Vasen vorgestellt. Derselbe grundlegende Ansatz eignet sich auch für durchgehende Details im Innenraum, etwa Sockelleisten, Gesimse oder Arbeitsplattenkanten.

  1. Legen Sie den Pfad und das Flächenprofil an, das entlang des Pfads geführt werden soll. Das Profil sollte ungefähr senkrecht zum Pfad stehen; es muss zu Beginn nicht auf dem Pfad liegen.

  2. Für die automatische Methode wählen Sie mit dem Select-Werkzeug die durchgehenden Kanten aus, die den Pfad bilden. Aktivieren Sie anschließend Follow Me und klicken Sie auf das Profil. Das Werkzeug extrudiert das Profil entlang des ausgewählten Pfads.

  3. Wenn Sie die Richtung selbst steuern möchten, legen Sie den Pfad fest, zeichnen Sie das Profil und wählen Sie Follow Me. Klicken Sie auf das Profil und ziehen Sie es, bis es die zu verfolgende Kante berührt. Sobald der Pfad rot hervorgehoben ist, schließen Sie den Vorgang ab.

  4. Achten Sie bei Modellen mit Gruppen darauf, dass sich Profil und Auswahl in derselben Gruppe befinden. Beginnt die Extrusion unerwartet, prüfen Sie, ob die Startkante das Profil berührt. Mit Esc können Sie den Vorgang abbrechen und neu starten.

Für eine drechselartige Form entlang eines kreisförmigen Pfads zeichnen Sie zunächst mit dem Circle-Werkzeug einen Kreis. Erstellen Sie anschließend mit den Werkzeugen Line, Arc und Freehand einen halben Querschnitt der gewünschten Form. Die Querschnittsfläche muss senkrecht zum Kreis stehen; ihre Unterkante muss am Mittelpunkt des Kreises ausgerichtet sein. Wählen Sie den Kreis aus und klicken Sie mit Follow Me auf die Querschnittsfläche. Bei komplexer Geometrie kann die Berechnung etwas dauern. Lücken zwischen den Linien können die Extrusion ebenfalls verhindern.

2. Wiederverwendbare Geometrie in eine Komponente umwandeln

Wenn Sie eine Tür, ein Fenster, ein Möbelstück oder ein anderes wiederkehrendes Element in eine Komponente umwandeln, wird die Geometrie von der übrigen Geometrie getrennt und das Element lässt sich wiederverwenden. Änderungen an einer Komponentendefinition werden auf die Instanzen dieser Definition im Modell übertragen. Soll nur eine einzelne Instanz geändert werden, gibt es auch die Möglichkeit, diese separat zu bearbeiten.

  1. Wählen Sie die Geometrie aus, die Sie in eine Komponente umwandeln möchten.

  2. Wählen Sie im Menü Edit > Make Component oder klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Auswahl und wählen Sie Make Component.

  3. Geben Sie unter Definition einen aussagekräftigen Namen ein, damit sich die Komponente im Outliner leichter finden lässt. Im Feld Description können Sie den Verwendungszweck oder wichtige Eigenschaften der Komponente festhalten.

  4. Legen Sie bei Bedarf die Ausrichtungsoptionen und erweiterten Eigenschaften fest. Replace Selection with Component ist standardmäßig aktiviert. Wird die Option deaktiviert, bleibt die ausgewählte Geometrie im Modell, während die Komponentendefinition der Liste hinzugefügt wird.

Die Komponentenebene kann auf Any, Horizontal, Vertical oder Sloped eingestellt werden. Mit Cut Opening kann beim Platzieren der Komponente eine Öffnung in einer Fläche erzeugt werden. Für den Preis wird in den erweiterten Eigenschaften keine Währung festgelegt; es wird lediglich eine Zahl eingegeben. Abmessungen, URL und IFC-Klassifizierung können ebenfalls in den entsprechenden Feldern festgelegt werden. Diese Informationen können interne Entscheidungsprozesse im Team unterstützen. Die Dokumentation weist außerdem darauf hin, dass sich SketchUp-Komponenteneigenschaften in LayOut verwenden lassen: Ein CSV-Bericht aus SketchUp kann in LayOut als Tabelle importiert werden. Das unterstützt den Workflow zur Tabellenerstellung und automatischen Beschriftung von Elementen.

3. Mit Move ausrichten und genaue Abstände eingeben

Mit dem Move-Werkzeug können Sie Geometrie ungefähr verschieben oder anhand numerischer Werte positionieren. Wählen Sie das zu verschiebende Element mit Select oder Lasso aus und aktivieren Sie Move. Das Werkzeug lässt sich auch mit der Taste M öffnen. Bestimmen Sie einen Referenzpunkt, verschieben Sie das Objekt zum Ziel und klicken Sie auf den Zielpunkt, um den Vorgang abzuschließen.

Wenn sich während der Bewegung eine Achsenlinie in der Farbe der gewünschten Achse ändert, fixiert die Umschalttaste die Verschiebung auf dieser Achse. Bei Bedarf können Sie die Achse auch mit den Pfeiltasten sperren. Für Abstände können positive oder negative Werte eingegeben werden. Wird eine Einheit angegeben, überschreibt sie die Standardeinheit der Vorlage. Das Quelldokument nennt zum Beispiel die Eingabe 3' 6".

Für eine Verschiebung anhand von Koordinaten werden globale Positionen in eckigen Klammern und relative Positionen zum Ausgangspunkt in spitzen Klammern eingegeben. So können Sie ein Objekt statt nur nach Augenmaß anhand des Modellursprungs oder des Startpunkts der Verschiebung positionieren.

4. Das Modell auf Augenhöhe erkunden

Position Camera platziert die Kamera beim Klicken auf einen Punkt in einer Höhe von 5' 6" über diesem Punkt. Die Höhe lässt sich ändern, indem Sie im Measurements-Feld einen neuen Wert eingeben. Um die Kamera auf ein bestimmtes Objekt oder in eine bestimmte Richtung auszurichten, klicken Sie mit dem Werkzeug auf den Ausgangspunkt, halten die Maustaste gedrückt, ziehen den Cursor zum Ziel und geben die Augenhöhe ein. Anschließend wird Look Around automatisch aktiviert.

Mit Look Around bewegen Sie den Cursor, um nach rechts, links, oben oder unten zu schauen. Beim Walk-Werkzeug beeinflusst die Strecke, über die Sie den Cursor ziehen, die Bewegungsgeschwindigkeit. Mit dem Werkzeug können Sie sich nach oben, unten und auf geneigten Flächen bewegen und dabei die Augenhöhe beibehalten. Die standardmäßig aktivierte Kollisionsprüfung verhindert, dass Sie durch Wände gehen.

EinstellungEmpfohlener WertWirkung
Ausgangshöhe für Position Camera5' 6"Platziert die Kamera in dieser Höhe über dem angeklickten Punkt.
Bewegung nach oben oder unten mit WalkUmschalttaste (Windows und Mac)Bewegt die Ansicht nach oben oder unten statt vorwärts oder rückwärts.
Laufen mit WalkCtrl (Windows); Option (Mac)Ermöglicht Laufen statt Gehen.
Kollisionsprüfung deaktivierenAlt (Windows und Mac)Ermöglicht es, durch Wände zu gehen.

Häufige Fehler

  • Steht das Follow-Me-Profil nicht ungefähr senkrecht zum Pfad oder gibt es Lücken zwischen den Linien, kann die Extrusion fehlschlagen. Zoomen Sie näher heran und prüfen Sie die Lücken. Verbinden Sie die Linien bei Bedarf mit dem Line-Werkzeug.

  • Bei gruppierter Geometrie kann Follow Me das erwartete Ergebnis verfehlen, wenn die Pfadauswahl und das Profil zu unterschiedlichen Gruppen gehören.

  • Änderungen an einer Komponentendefinition wirken sich auch auf andere Instanzen dieser Definition aus. Prüfen Sie den Bearbeitungsumfang, wenn nur eine einzelne Instanz geändert werden soll.

  • Wird die Kollisionsprüfung beim Walk-Werkzeug mit Alt deaktiviert, können Sie durch Wände gehen. Bei der üblichen Begehung eines Raums sollte diese Funktion aktiviert bleiben.

Auswirkungen auf Architektur- und Innenraum-Workflows

Diese Werkzeuge helfen dabei, wiederkehrende Kantendetails anhand eines Profils und eines Pfads zu erstellen, statt sie einzeln zu modellieren, wiederkehrende Elemente als Komponenten zu verwalten, Platzierungen mithilfe numerischer Maße anzupassen und den Raum aus Kamerahöhe zu betrachten. Besonders in Innenraummodellen mit vielen ähnlichen Elementen kann der Komponentenansatz durch die Wiederverwendung und die Übertragung von Änderungen auf Instanzen nützlich sein.

Die Quelldokumentation nennt weder die SketchUp-Versionen, in denen diese Funktionen verfügbar sind, noch Hardwareanforderungen oder Lizenzbedingungen. Prüfen Sie daher die verwendete Version und den Lizenzumfang, bevor Sie die Funktionen in einem bestimmten Projekt oder Bürostandard einsetzen. Während der Modellierung sollten Sie insbesondere Gruppengrenzen, den Umfang der Komponentenbearbeitung und den Kollisionsstatus des Walk-Werkzeugs kontrollieren.

Quellen

3 Quellen
H
help.sketchup.comhelp.sketchup.com/en/sketchup/extruding-follow-me
Zusammenfassung
H
help.sketchup.comhelp.sketchup.com/en/sketchup/walking-through-model
Zusammenfassung
H
help.sketchup.comhelp.sketchup.com/en/sketchup/moving-entities-around
Zusammenfassung

Quelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.

Die Einschätzung von 3dsınıfı
3dEinschätzung der Redaktion

Der praktische Nutzen dieser Werkzeuggruppe im Büro liegt darin, wiederkehrende Details als Komponenten zu verwalten und Verschiebungen mithilfe von Maßen oder Koordinaten kontrollierter vorzunehmen. Follow Me bietet zudem eine schnelle Modellierungsmethode für umlaufende Profile. Werden Gruppenstruktur und Querschnittsausrichtung jedoch nicht geprüft, kann ein Vorgang, der Zeit sparen soll, Nacharbeit erfordern.

Da die Dokumentation keine Angaben zu Hardwareanforderungen, Lizenzbedingungen oder Versionsumfang macht, sollten Teams diese Punkte für ihre eigene Installation gesondert prüfen. Auch der CSV-Export nach LayOut ist für Büros interessant, die Komponentendaten in ihre Dokumentation übernehmen möchten. Die Datenfelder sollten dabei von Anfang an auf den Projektstandard abgestimmt sein.

Häufige Fragen

Wie verwendet man das Follow-Me-Werkzeug in SketchUp?

Wählen Sie die durchgehenden Kanten aus, die den Pfad bilden, aktivieren Sie Follow Me und klicken Sie auf das Profil. Das Profil sollte ungefähr senkrecht zum Pfad stehen. Bei gruppierten Modellen müssen sich Auswahl und Profil in derselben Gruppe befinden.

Wie verschiebt man ein Objekt in SketchUp um ein genaues Maß?

Während oder unmittelbar nach dem Verschieben mit dem Move-Werkzeug können Sie einen Abstand eingeben. Globale Koordinaten werden in eckigen Klammern angegeben, relative Koordinaten zum Ausgangspunkt in spitzen Klammern.

Wie kann man sich virtuell in einem SketchUp-Modell bewegen?

Platzieren Sie die Kamera mit Position Camera. Anschließend können Sie sich mit Look Around umsehen und mit Walk durch das Modell gehen. Die Kollisionsprüfung im Walk-Werkzeug ist standardmäßig aktiviert.

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