Kurz gesagt
- Physics Scatter ist ein von Gilad Baruch veröffentlichtes Tool, das in Substance 3D Designer läuft.
- Das Tool kann eigene Meshes im OBJ- oder FBX-Format und verschiedene Objekttypen in derselben Simulation verwenden.
- Es lassen sich verschiedene Materialmaps erzeugen, darunter Height, Normal, Base Color, Roughness und Object ID.
- Voraussetzung sind Substance 3D Designer 14 oder höher sowie 64-Bit-Windows 10 oder 11.
Physics Scatter, veröffentlicht von Gilad Baruch, wurde in einem Artikel von 80 Level vom 28. Oktober 2026 vorgestellt. Das in Substance 3D Designer laufende Tool kombiniert eigene 3D-Modelle mithilfe einer Physiksimulation und wandelt sie in kachelbare Materialmaps um. Die Ausgabeauflösung reicht bis zu 8K; Simulation und Map-Erstellung erfolgen mit Jolt Physics.
Wie funktioniert Physics Scatter?
Zur Verwendung wird ein Physics-Scatter-Knoten in einem Substance-3D-Designer-Graphen hinzugefügt und Meshes im OBJ- oder FBX-Format werden importiert. Nachdem das Aussehen der Modelle angepasst wurde, können die Objekte in der 3D-Vorschau fallen, miteinander kollidieren, rollen und sich ablegen. So lässt sich ein Stapel mithilfe einer Starrkörpersimulation erstellen, anstatt jedes Objekt einzeln zu platzieren.
Das Tool unterstützt eigene Meshes sowie die gemeinsame Verwendung verschiedener Objekttypen. Zu den von 80 Level genannten Beispielen gehören Schädel, Knochen, Steine, Batterien, Schrauben, Muscheln und Trümmer. Objekte lassen sich mithilfe von Masken auf Höhenmaps verteilen; außerdem können der Winkel des Bodens sowie Farb- und Rauheitsvariationen für jedes Objekt angepasst werden.
Welche Maps lassen sich erzeugen?
Aus der simulierten Anordnung lassen sich Height-, Normal-, Base-Color-, Roughness-, Metallic-, Coverage-Mask-, Object-ID- und Object-Random-Maps erzeugen. Das Tool erstellt daraus kachelbare Materialmaps mit einer Auflösung von bis zu 8K.
Laut Quelle können Nutzer das Materialaussehen oder die Ausgabeauflösung aktualisieren, ohne den Stapel erneut simulieren zu müssen. Bei der Arbeit mit unterschiedlichen Materialeinstellungen oder Auflösungen für dieselbe Objektanordnung kann dadurch eine erneute Simulation entfallen. Die Quelle nennt allerdings keine Angaben dazu, wie lange diese Vorgänge dauern.
Was bedeutet das für Workflows in der Architekturvisualisierung?
Es gibt keine Angaben dazu, dass Physics Scatter speziell für die Architekturvisualisierung oder Architekturbüros entwickelt wurde. Die in der Quelle gezeigten Stapel aus Steinen oder Trümmern bieten jedoch mögliche Anwendungsszenarien für Visualisierungskünstler, die ähnliche Oberflächendetails für Projektmaterialien benötigen. Eigene Meshes mithilfe einer Physiksimulation zu platzieren und daraus kachelbare Maps zu erstellen, könnte insbesondere bei der Gestaltung von Oberflächen mit vielen kleinen, wiederkehrenden Objekten nützlich sein.
Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass sich das Tool direkt in bestehende Workflows integrieren lässt. Die von Teams verwendete Designer-Version, das Betriebssystem und die Formate der zu importierenden Meshes müssen den Anforderungen entsprechen. Außerdem wird das Tool in der Quelle als Knoten beschrieben, der einem Substance-3D-Designer-Graphen hinzugefügt wird. Informationen zu einer direkten Integration in andere Anwendungen oder zu zusätzlichen Dateiformaten liegen nicht vor.
Systemanforderungen und Lizenzoptionen
Für Physics Scatter werden Adobe Substance 3D Designer 14 oder höher sowie 64-Bit-Windows 10 oder 11 benötigt. Eine ausführliche Dokumentation ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Teams, die das Tool evaluieren möchten, sollten daher sowohl die Designer-Version als auch das vorgesehene System vorab prüfen.
Die Lizenzoptionen reichen von Personal bis Enterprise. Laut Quelle werden die Optionen als einmaliger Kauf angeboten und umfassen die kommerzielle Nutzung sowie Kundenprojekte. Preise für die Lizenzen werden jedoch nicht genannt. Für Teams ist es wichtig, den Umfang der jeweiligen Optionen und die Bedingungen für die interne Nutzung vor dem Kauf gesondert zu prüfen.
Quellen
1 QuelleQuelltexte werden nicht neu veröffentlicht; kurze Zitate sind gekennzeichnet, der Rest ist eigene Zusammenfassung und Einordnung.
Besonders interessant an Physics Scatter ist, dass sich Stapel aus eigenen Objekten mithilfe einer Physiksimulation erstellen und in kachelbare Maps umwandeln lassen. Visualisierungskünstler, die an Oberflächendetails wie Steinen oder Trümmern arbeiten, können diesen Ansatz für die Materialerstellung in Betracht ziehen. Es gibt jedoch keine Angaben dazu, dass das Produkt speziell für Architektur-Workflows entwickelt wurde.
Für Büros in der Türkei sollte zunächst geprüft werden, ob die Designer-Version und Windows-Umgebung kompatibel sind. Die einmalige Lizenz und die angegebene kommerzielle Nutzung klingen zwar vielversprechend, doch ohne Preisangaben lassen sich die Gesamtkosten derzeit nicht beurteilen. Vor dem Kauf sollten außerdem der Lizenzumfang und die Kompatibilität vorhandener Meshes mit OBJ oder FBX geprüft werden.
Häufige Fragen
Mit welcher Software funktioniert Physics Scatter?
Das Tool wird als Knoten in Substance 3D Designer verwendet. Erforderlich ist Substance 3D Designer 14 oder höher.
Welche Maps kann Physics Scatter erzeugen?
Es kann Height-, Normal-, Base-Color-, Roughness-, Metallic-, Coverage-Mask-, Object-ID- und Object-Random-Maps erzeugen.
Sind der Preis und die Systemanforderungen von Physics Scatter bekannt?
Ein Preis wurde nicht genannt. Voraussetzung sind Substance 3D Designer 14 oder höher sowie 64-Bit-Windows 10 oder 11.



